VW hat sich erwischen lassen…

…und die jornalisten in presse und glotze sprechen vom „schummeln“ und vom „tricksen“ und vermeiden vor lauter angst, einen großen werbekunden zu verprellen, das klare und unmissverständliche wort vom „betrug“. So weit ragt die werbescheiße in den kopf der schreibenden hinein, dass sie zum unterton der informazjon wird.

Auch weiterhin viel spaß mit presse und glotze! Und vor allem mit dem scheißjornalismus.

Eine Antwort zu “VW hat sich erwischen lassen…

  1. Diese seltsame rhetorische Diskrepanz zwischen (mutmaßlich) „gewerbsmäßigem Betrug“ und „Abgastrick“ ist mir auch aufgefallen. Den Artikel dazu kann ich mir ja jetzt sparen und hier noch ein paar weitere rhetorische Besonderheiten ablassen, die mir zum Thema aufgefallen sind:

    Während wir uns hier wahrscheinlich im strafrechtlichen Bereich bewegen (zumindest sind die gesundheitlichen bzw. bis hin zu tödlichen Langzeitfolgen von Dieselbagaben ja wissenschaftlich belegt) , benutzen einige Medien (wie auch Herr Winterkorn) lieber das Wort „Fehlverhalten“. Herr Winterkorn spricht (laut Spiegel) übrigens auch von „Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren“ (in der Zeit) und vom „Fehler einiger weniger“.

    Er benutzt auch eine klassische Opfer-Umkehr-Taktik. Im Spiegel sagt er:

    „Die rund 600.000 Mitarbeiter des Konzerns hätten es nicht verdient, unter Generalverdacht gestellt zu werden“.

    Das alles erinnert doch schon sehr stark an den sprachnebulösen Verschleierungs-Politsprech von Entscheidern, denen im Skandal nur noch der Rückzug bleibt und in dem es gilt den Schaden zu begrenzen.

    Diese Formen der sprachlichen Schönrednerei sind in dem Sinn auch eine Form von Manipulation (wenn auch nicht strafrechtlich relevant).

    Und wenn es jetzt angeblich um „Aufklärung“, „Transparenz“ und „Vertrauen, das zurüchgewonnen werden muss“usw. geht, wäre ich deshalb sehr vorsichtig, weil der Eindruck bleibt, dass jetzt alles schöngeredet werden soll. Und warum sollte man jemandem, der schon einmal beschissen hat, noch einmal glauben, wenn er jetzt auch rhetorisch die Realität durch grenzwertige Schönrednerei hinzubiegen versucht?

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