Astronomiemeldung des tages

Möglicherweise wurde der erste stern entdeckt, um den sich eine hochentwickelte, techniknutzende zivilisazjon gebildet hat, die mit hohem aufwand so viel abgestrahlte energie des sterns wie nur möglich zu nutzen versucht. Aber aus ein paar schrägen messwerten zu schließen, dass da gerade außerirdische zivilisazjonen eine Dyson-sfäre aufbauen, ist doch ein etwas gewagter spekulazius. Und 1.500 lichtjahre ist verdammt weit weg, so dass kaum aussicht besteht, sich das mal aus der nähe anzuschauen — denn bevor wir menschen ein raumfahrzeug konzipiert und gebaut haben, mit dem man vorbeischauen könnte, haben wir uns längst alle gegenseitig totgeschlagen, totgeschossen und totgebombt, um die für viel zu viele menschen viel wichtigere frage zu klären, wie man seinen unsichtbaren begleiter nennt, von wem man sich seinen unsichtbaren begleiter erklären lässt und wie kleine bunte läppchen und hässliche kleine metallplatten unter den menschen verteilt werden.

(Und hej, nicht zu schnell von einer solchen meldung erschrecken lassen! Wenn da ein zweites sonnenartiges objekt in einer nähe ist, die ungefähr dem abstand sedna-sonne entspricht, dann gibt es dort genug möglichkeiten für sehr exotische erscheinungen im zusammenhang mit diversen anderen körpern in umlaufbahnen um eine dieser sonnen oder dem schwerpunkt des doppelsternsystems. Ich glaube nicht, dass ich noch den zweifelsfreien nachweis einer außerirdischen zivilisazjon erleben werde. Leider. Ich halte es sogar für möglich, dass im umkreis von zwei lichtjahren um dieses planetare irrenhaus, auf dem ich mein dasein friste, warnbojen platziert wurden, damit sich auch ja niemand aus versehen hierher verirrt — und irgendwo, in sicherem abstand, schauen sich interessierte exopsychoanalytiker mit komischen tentakeln, an denen augen sitzen, die soapoperas, talkshows, nachrichten und werbeclips unseres fernsehens an, das wir wie eine zusätzliche warnung in den weltraum blasen. Und sie gruseln sich…)

Und jetzt hier weiter, um zu lesen, wie die meldung jetzt im kwantitätsjornalismus der contentindustrie weitergeführt werden wird.

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