Ändräut des tages

Untersuchungen von Palo Alto Networks zufolge übermitteln 18.000 Android-Apps ein- und ausgehende SMS-Nachrichten an Server des Werbeverteilers Taomike. Die dafür zuständige Bibliothek zdtpay finde sich im SDK von Taomike, über das die Apps In-App-Käufe und Werbeeinblendungen realisieren. Welchen Nutzen Taomike aus den SMS-Nachrichten zieht, ist Palo Alto Networks nicht bekannt

Es gibt offenbar keine derartige äpp in guhgell pläjh… aber hej, ich habe vor ein paar tagen erst wieder gesehen, was für zumutungen an eingeräumten rechten ändräut-nutzer mit flinkem finger abnicken, nur um ein kleines äppchen zu haben. Da könnte man bei der installazjon auch gleich anzeigen, dass es sich um weit in die privatsfäre reinragende trojaner handelt, die möglicherweise von kriminellen programmiert wurden, das würde immer noch nix ausmachen. Scheiß auf privatsfäre, scheiß auf irgendwelche datensammlungen irgendwelcher völlig unseriöser klitschen und einzelunternehmer, scheiß auf alles, hauptsache äppchen. Und der mensch, bei dem ich das so gesehen habe, macht sein onlein-bänking auch gleich mit dem wischofon, weil „wieso, ist doch bekwem so“.

Auch weiterhin viel spaß mit der kombinazjon aus der security-blauäugigkeit der neunziger jahre und der voll entwickelten internetz-kriminalität der zehner jahre! Jeder nur eine lobotomie!

Schlagzeile des tages

Jackpotting:
Geldautomaten in Deutschland mit USB-Stick ausgeräumt

Tja, wenn softwäjhr auf einen angesteckten USB-stick einfach ausgeführt wird, dann ist das häckchen kein „so großes“ problem. Vermutlich muss man den kram noch so signieren, dass er als update akzeptiert wird, und wenn ich nur daran denke, wie oft der hirnende kryptokram falsch gemacht wird, dann würde ich mich nicht darüber wundern, wenn das auch bei geldautomaten passiert.

Und ganz großartig: der häcker musste eine halbe stunde rumfummeln. In einem kameraüberwachten raum. Und das ist niemanden aufgefallen. So viel bringt die allgegenwärtige kameraüberwachung in wirklichkeit zur kriminalitätsabwehr. Nicht einmal bei den bankverbrechern, wo ein krimineller mal eben schnell einen sechsstelligen øre-betrag mitnehmen kann, sitzt jemand, der ständig ein auge auf die dinge hat. Nicht einmal dort. Da könnt ihr euch hoffentlich denken, welchen zweck die anderen scheißkameras haben, die sie überall hingepflanzt haben: vorwiegend psychologische einschüchterung und angstmacherei, erzwingen von konformität und wohlverhalten unter der allpräsenz des ständigen auges des allsehenden großen bruders — und ständige ungewissheit, ob nicht jemand zuschaut. Wenn die „würde des menschen“ aus dem grunzgesetz eine bedeutung hätte, wären die meisten dieser kameras schlicht illegal. (An einem geldautomaten verstehe ich sie ja noch…)

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat sich mal als meinungsforscher betätigt, eine repräsentative umfrage (mit nicht kommunizierten suggestivfragen) gemacht und dabei zur erschütterung des gesamten scheißpressepacks rausgekriegt, dass fast die hälfte der menschen in deutschland inzwischen endlich bemerkt hat, dass der gesamte scheißjornalismus die weltsicht der herrschenden und besitzenden wiedergibt.

Gar nicht auszudenken, was passieren würde, wenn diese ganzen leute jetzt auch noch damit aufhörten, ihre gehirne jeden verdammten tag in der scheißglotze durchwaschen zu lassen — zeitungen kauft ja eh schon keiner mehr… 😀

Wir¹ müssen es jetzt nur noch hinbekommen, dass jeder scheißjornalist in das gleiche ansehen kommt wie ein verbrauchtwagenverkäufer, kinderficker oder p’litiker.

¹Ja, das ist eine aufgabe, an der es sich zu arbeiten lohnt, deshalb dieses „wir“.

Privatsfäre und guhgell des tages

Wenn man jemanden aus irgendeinem grund die adresse einer guhgell-suche aus der adressleiste zusendet, dann enthält diese die informazjon darüber, welche guhgell-suche vorher im brauser gemacht wurde. Das ist gar nicht gut, wenn man kurz vorher nach rat gesucht hat, wo man seine feigwarzen mal behandeln lässt…

Aber davon abgesehen: diese art, eine guhgell-suche zu verwenden, ist nicht sinnvoll, denn verschiedene menschen mit verschiedenem pseudonymen profil beim träcker und datensammler guhgell sehen bei gleichen suchbegriffen verschiedene ergebnisse. Das ist übrigens sinnvoller, als menschen im ersten moment glauben, denn Susi aus visselhövede möchte für ihre feigwarzen sicherlich einen anderen hautarzt im internetz finden als Alois aus odelzhausen.

Hinweis via @benedigtg@gnusocial.de.

Die so genannte „netzneutralität“ ist tot…

…und die deutschen telekomiker machen sich schon mal gedanken darüber, was „spezjaldienste“ im internetz sind: onlein-spiele und videokonferenzen. Da werden die daten wohl mit spezjalpäckchen durch die internetz-infrastruktur befördert.

Es ist wohl nur noch eine frage der zeit, bis das ganze internetz beerdigt und durch eine art erweiterten bildschirmtext für kommerzjelle anbieter und vermögende menschen ersetzt wird.