Patologisierung des tages

Habt ihr schon gehört? Das gibt eine echt schlimme krankheit: die internetzsucht. Muss man was gegen tun!!1!

Eine schlimme folge dieser sucht ist, dass man zu viel zeit mit einem recht dezentralen, vielfältigen und für jeden menschen zur mitteilung nutzbaren medium verbringt, statt zeitungen zu lesen oder sich vor die glotze zu packen, um die neuesten neuigkeiten der herrschenden und besitzenden als alternativlose wahrheit in sich aufzunehmen und sich dabei ganz nebenbei die probleme der herrschenden und besitzenden als persönliche probleme verkaufen zu lassen. Aber das wird jetzt ja anders, weils einfach zur krankheit erklärt wird, wenn man sein gehirn nicht mehr nur noch in den hirngrill der glotze steckt. Und wer da mit solchen razjonalisierungen kommt wie ich in diesem kleinen text, dem fehlt auch noch jede krankheitseinsicht, da ists echt weit vorangeschritten, da muss man dringendst eingreifen!!!!ölf! Schnell einen vormund bestellen! Ab in die näxste psychjatrie!!!1!

(Lobotomie wird ja leider nicht mehr praktiziert, aber haloperidol läuft aufs gleiche hinaus…)

2 Antworten zu “Patologisierung des tages

  1. „dass man zu viel zeit mit einem recht dezentralen, vielfältigen und für jeden menschen zur mitteilung nutzbaren medium verbringt, statt zeitungen zu lesen oder sich vor die glotze zu packen“

    Im 19. Jahrhundert warnte man vor der Lesesucht, die Menschen entfremde.

    Tja.

  2. Wie Menschen in der Psychiatrie zu Gemüse therapiert werden

    […]
    Neuroleptika sind persönlichkeitsverändernde Drogen, die schwere und irreversible, neurologische Dauerschäden, Gehirnschwund, Verminderung der kognitiven Fähigkeiten und entstellende Bewegungsstörungen, sogenannte Dyskinesien zur Folge haben. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben gezeigt: Je höher die Neuroleptika-Dosis, desto höher der Verlust an Gehirnsubstanz. Am stärksten wird der Frontallappen – der Teil des Gehirns, der als Sitz der Persönlichkeit gilt – von Neuroleptika geschädigt. Als Folgen einer Schädigung des Frontallappens sind neben Aufmerksamkeits-, Konzentrationsstörungen, Verlust an Kreativität, motorischer Unruhe und vielem mehr auch ungenügende Berücksichtigung von Handlungskonsequenzen, verminderte Selbstkontrolle und erhöhte Impulsivität, sowie ungenügende Regelbeachtung und Regelverstöße bekannt – also ganau das, was die Psychiater angeblich therapieren wollen.

    Damit wird das gezüchtet, was man im Jargon „Drehtür-Patienten“ nennt: Einen Stammkunden, der gleich wieder kommt, nach dem er entlassen wurde. Schlecht für die Patienten aber ein wahnsinns-Geschäft für die Psychiatrie und die angegliederte Helfer-Industrie.[…]

    http://www.meinungsverbrechen.de/wie-menschen-in-der-psychiatrie-zu-gemuese-therapiert-werden/

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