Fratzenbuch des tages

Für ein banales spielchen namens „most used words“ — mal kurz in wolkiger formatierung anzeigen, welche wörter man im fratzenbuch am häufigsten verwendet — kann man doch schon mal ein bisschen privatspfäre und würde opfern. Ist ja nicht so schlimm, was der anbieter dieses nulldienstes da haben will, zusammen mit der kleinen berechtigung, es beliebig weitervermarkten zu können:

  1. Name, profilbild, alter, geschlecht, geburtstag, etc.
  2. Liste der fratzenbuch-„freunde“
  3. Alles, was man jemals gefratzenbucht hat
  4. Sämtliche hochgeladenen fotos und fotos, auf denen man markiert ist
  5. Im fratzenbuch angegebener bildungsweg mit allen besuchten bildungseinrichtungen
  6. Heimatort und gegenwärtiger wohnort
  7. Alles, was man jeweils gedäumchenhocht hat
  8. Informazjonen über das benutzte gerät, einschließlich brauserversjon und sprache

Das ist schon ein ziemliches datennackigmachen vor irgendeinem unbekannten! Und weils nackigmachen so hübsch ist, reißt man mit dem grinsen des Judas Iskariot auf der dummen fresse seinen „freunden“ auch gleich noch die letzten feigenblätter vom leib, damit dieser unbekannte auch ein bisschen mehr datennackigkeit zur verfügung hat. Sagte ich „Judas“? Nein, das triffts nicht, denn Judas war ja nicht so ein opfer der voranschreitenden idiocracy und hat für sein lattenjuppbussi im garten wenigstens noch ein paar münzen aus echtem silber genommen und sich nicht einfach mit einer „wortwolke“ auf dem bildschirm begnügt.

Die meisten menschen sind doch bestimmt viel schlauer und lassen das nicht mit sich machen, oder?

Over the course of just a few days, Most Used Words on Facebook has been shared millions of times, including, like I said, by my friends, and possibly yours

😯

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit dem fratzenbuch: es ist eine gefährliche und schnell psychisch abhängig machende, vernunftzersetzende droge, die hirntragende menschen zu enthirntem klickevieh auf der jagd nach virtueller anerkennung in form blauer däumchenhochpiktogramme macht. Ich würde da ja echtes heroin bevorzugen, weil es sorgsamer mit meiner würde und meinem verstand umgeht… :mrgreen:

Eine Antwort zu “Fratzenbuch des tages

  1. Apropos Münzen.

    „Wir“ leben doch im christlich geprägten Abendland und die „scheiß Ausländer“ (nicht mein O-Ton) müssen auch nicht hier her kommen und alles^^ kaputt machen.

    Sagte sie mir so nebenbei und ich antwortete nur. Lass Dir doch nicht solch einen Müll ins Hirn beizen! Bist Du Chist? Gehst Du in die Kirche? Was bedeutet den Prägen in Verbindung mit Geld und Religion? Vielleicht klingelt es ja bei „aufgeprägt“ – Konditionierung usw. brauchte ich gar nicht weiter zu erwähnen, um zu sehen wie der Rollladen in den Augen runter ging und die Tür zwischen den Ohren auf Durchzug schaltete, nachdem der Schmerz vom wehren gegen neue Neuronenbildung in der Stimme durch erhöten Schalldruck zu vernehmen wahr.

    Ich lerne es nie, ich kann meine Klappe einfach nicht halten :/

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