Die kommende drogenp’litik

Nicht, dass die p’litik demnächst als ergänzung zu den jetzt schon legalen rauschmitteln (nikotin, alkohol, von ärzten zur „kundenbindung“ vorsätzlich missbräuchlich verschriebene medikamente mit hohem körperlichen und psychischen abhängigkeitspotenzjal) das harmlose cannabis legalsieren und das vor allem für jugendliche so suchtgefährliche internetz kriminalisieren wird… :mrgreen:

6 Antworten zu “Die kommende drogenp’litik

  1. Hä? Nikotin ist ein Rauschmittel?

    Schön wärs ja (wenn man die ersten Male Rauchen ausklammert. Aber auch das ist wenn überhaupt nur ein sehr schwacher Rausch), dann bräuchte auch niemand Cannabis. 😀

    Und morgen, da werden dann „die Bretter, die die Welt bedeuten“ zum gefährlichen Suchtmittel erklärt, gerade so wie das Internet. Halt ne….. Diese Bretter sind ja nicht für die breite Masse und von daher schon nicht so gefährlich wie das Internet 😀

    Und immer schön klatschen, denn das ist, nicht das Brot des BühnenKünstlers, das ist seine Droge.

    Und nun rauche ich erst mal eine. Diese kleine Dosis Glückshormone gönne ich mir. 😀

  2. Achso. Cannabis ist auch nicht harmlos oder gar ungefährlich. Das behaupten nur Menschen, die entweder noch nie selbst schlechte Erfahrungen damit gemacht haben, oder solche, die diese schlechten Wirkungen einfach unter den Teppich kehren wollen. Solche heben dann gerne und oft nur die schlechten Wirkungen der legalen Drogen hervor.

      • Nur mal so nebenbei.
        Ich habe auch schon genügend kiffende Arschlöcher, Egomanen und Choleriker kennen gelernt, bei denen diese schlechten Eigenschaften noch verstärkt wurden.

        Im übrigen ist „psychotisch“ ein Begriff der der Psychiatrie um nicht existente so genannte Krankheiten zu beschreiben und hat überhaupt keinen Wert außerhalb dieser Psychiatrie. D.H. nicht, dass es nicht solche psychischen Leidenszustände gäbe, die u.A. auch von Cannabis ausgelöst werden können.
        Und das heißt auch nicht, dass ich deshalb für das Verbot von Cannabis wäre. Im Vergleich zu Alkohol ist Cannabis noch recht harmlos.

    • Oh, ich habe da ja noch einen im blaharchiv, den leider die wayback-maschine nicht archivert hat. Das ist eine gute gelegenheit für ein längeres selbstzitat:

      Und wieder sind Menschen im Internet auf der Suche nach Hilfe in allen Lebenslagen und lassen ihre Suchbegriffe in der Logdatei zurück. Zum Beispiel dieser hier: »wie verkraftet man einen entzug vom kiffen« – das ist eigentlich ganz einfach. Da sich dein Gehirn an die Dauerbebröselung gewöhnt hat, geht es dir erstmal ein paar Tage (so für zwei Wochen lang) etwas seltsam und du fühlst dich gleichermaßen schlaff wie getrieben, während dir dein Leben recht öde erscheint. Das geht aber vorbei. In dieser Zeit musst du zusätzlich noch verkraften, dass sich ein gewisser Teil deines Freundeskreises über die Kifferei definiert hat und das alle diese Leute kaum verstehen können, dass du wieder einen klaren Verstand haben willst. Die werden dir ständig erzählen, wie harmlos das Kiffen doch ist und dass es gar nicht abhängig macht und dass man ja jederzeit damit aufhören kann, aber das mit dem Aufhören werden die dir nicht vormachen. Wenn die merken, dass du es ernst meinst, werden sie eher ein bisschen Abstand nehmen, um untereinander weiterkiffen zu können. Aber wenn man so belabert wird, kommt man schon einmal auf die Idee, einfach mal wieder so einen völlig harmlosen Zug an der lustigen Zigarette zu nehmen, und bei dem einen Zug bleibt es nicht. Du wirst dich übrigens wundern, wie bereitwillig man dir das Zeug anbietet, damit du wieder »dabei« bist. Der Vorsatz, für längere Zeit auf der wirklich scharfen Droge eines klaren Verstandes zu verweilen, löst sich in aromatischem Rauch auf und landet in der Rumpelkiste verworfener Vorsätze, verschoben auf einen immerfernen Tag. Außer natürlich, du erträgst auch das und hast zur wieder empfundenen Ödnis deines eigenen Daseins auch noch reduzierte Sozialkontakte. Am besten, du bist in den ersten Tagen viel mit jemandem zusammen, der nicht kifft und ganz viel Zeit übrig hat. Wenn die erste Woche vorbei ist, fängt das Gehirn langsam wieder an zu arbeiten, und dann nimmst du langsam wieder wahr, warum du es mit so viel Kiffe am Arbeiten hindern wolltest. Was du da erlebst, ist die objektive Ödnis deines Daseins, vor der du nicht mehr fliehen solltest. Vielmehr ist es an der Zeit, diese Ödnis endlich zu ändern. Aber mach bloß nicht alles auf einmal, denn sonst ist das Scheitern vorprogrammiert. Nimm dir in der ersten Woche ein Blatt einfaches Papier und schreib da drauf, was dir auffällt und was du für Gedanken dazu hast, einfach nur, um die Beobachtungen festzuhalten. Beim Schreiben fällt dir vielleicht auf, dass deine Handschrift lesbarer geworden ist, aber du wirst auch merken, dass du zielgerichtete (und nicht in dunstige Ideen fliehende) geistige Tätigkeit nicht mehr gewohnt bist und deshalb sehr anstrengend findest. Du wirst dich aber daran gewöhnen, und zwar viel schneller, als du es in diesem Moment glaubst. Im Laufe deiner Beobachtungen wirst du feststellen, dass es Dinge gibt, die du einfach hinnehmen musst, dass es andere Dinge gibt, die du vollständig selbst in der Hand hast und dass es dazwischen eine Reihe komplexerer Dinge gibt, die aus einer komplexen Wechselwirkung zwischen dir und deinem sozialen Umfeld entstehen. Diese Kategorisierung zeigt dir auf, in welchem Maß du die Umstände deines Lebens selbst in der Hand hast, und sie gibt dir einen Anlass zu zielstrebigen und selbstbestimmten Handeln, das natürlich auch immer wieder einmal vom Scheitern und Misserfolg begleitet wird. Deine kiffenden Freunde werden dir in ihrem schwachsinnigen Gelaber immer kindischer und dümmer vorkommen, wenn du mal wieder mit ihnen zu tun hast; sie bleiben in Umständen, die sie nüchtern gar nicht ertragen können und beamen sich deshalb den ganzen lieben Tag lang weg, um aus dieser Flucht heraus immer wieder in sich zuspitzenden Problemen zu landen. Sie werden dich auch immer weniger mögen, weil du das alles siehst und manchmal der Versuchung nicht widerstehen kannst, es auch auszusprechen. Aber das ist deren Problem, nicht deines. Denn du hast genug eigene Schwierigkeiten vor dir, ein ganzes Leben wartet darauf, endlich gelebt zu werden. Und wenn dir das alles zu anstrengend ist, denn kiff doch einfach weiter!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.