Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat zum erstauen aller mit taschenrechnern ausgestatteten fünfjährigen rausgekriegt, dass nach fünfzehn jahren p’litisch erzwungener billiglöhne, die durch staatlich subwenzjonierte zwangsarbeitsstrichs unter dem „hartz fear“-banner ergänzt wurden, die altersarmut langsam ein kleines problemchen in der BRD wird.

Noch eine datenschleuder des tages

Die cyscon GmbH gibt eine äpp für wischofone raus, mit der man sich besser bei der körperlichen ertüchtigung träcken kann — aber von datenschutz versteht man dort mal wieder nix, so dass 600.000 datensätze von nutzern frei im internet zur verfügung standen. Frei? Ja, frei:

Möglich war dieser Datenabgriff durch eine nicht abgesicherte Datenbank

Warum sollte man so eine datenbank auch irgendwie absichern? Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit den datenschutzversprechen irgendwelcher klitschen und ganz viel Orwellness bei der nutzung eurer wischofone! Immer schön datennackt machen!

Fratzenbuch des tages

Was passiert eigentlich, wenn man in einer dieser vielen vom NSA-fratzenbuch aufgekauften webseits nicht nur eine schwere sicherheitslücke, sondern ein komplett vergeigtes sicherheitskonzept findet und seinen fund nicht kriminell ausbeutet oder an den meistbietenden mafiosi oder unrechtsstaat verkauft, sondern darauf hinarbeitet, dass die gefährliche lücke so schnell wie möglich geschlossen wird? Das hier:

Anfang Dezember trat dann der Sicherheitschef von Facebook Alex Stamos mit Weinbergs Arbeitgeber Synack in Kontakt, erläuterte der Sicherheitsforscher. Stamos soll Weinbergs Chef ausgehorcht und gebeten haben, dass Weinberg alles was mit dem Fall zu tun hat löscht und nichts davon veröffentlicht. Stamos soll dabei auch erwähnt haben, dass er die Rechtsabteilung von Facebook nur ungern einschalten würde

So ein grenzmafiöser, erpresserischer scheißladen ist das! Die frage, wie häufig ihr von schweren problemen nix hört, weil leute sich von derartigen auftritten einschüchtern lassen, könnt ihr euch mit etwas hirnbenutzung beantworten. Die müsst ihr schön weiter mit eurem permanenten datenstriptease groß machen, diese arschlöcher! Damit die welt ein noch beschissener ort wird, als sie es eh schon ist. Aber hej, ihr bleibt trotzdem alle beim fratzenbuch, bei instagram, bei whatsapp, ihr enthirnten! Weils euch (noch) scheißegal ist, was das für konsekwenzen hat. Es ist wahrlich kein zeichen besonderer intelligenz, wenn man nur von der tapete bis zur wand denken kann. Wenn ich ein sicherheitsforscher wäre und keine lust hätte, meinen arbeitsplatz zu verlieren, würde ich unter diesen vom fratzenbuch vorsätzlich geschaffenen umständen meine funde doch lieber an verbrecher verkaufen. Die freuen sich nämlich, zahlen gut und diskret und halten ansonsten das maul…

Der beste tag, sein fratzenbuchkonto zu löschen, ist heute!

Bullschitt des tages

Wie gut, dass sie dieses händi nicht vor dreißig jahren ausgegraben haben, denn dann hätten sie es ja gar nicht richtig deuten können…

(Weia, was für eine bescheidene fälschung. Vor achthundert jahren hat also noch jemand die assyrische keilschrift benutzt?! Man muss schon ein bisschen dumm sein — oder zu viele Dänikens geraucht haben — um darauf reinzufallen. Mal schauen, auf wie vielen deutschen esoseiten dieser müll wieder rauskommt.)

Datenschleuder des tages

Die datenschleuder des tages ist „sanrio“, der hersteller von „hello kitty“, der 3,3 milljonen kundendaten, darunter viele weit in die privatsfäre hineinragende daten von kindern, „veröffentlicht“ hat.

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den datenschutz, der euch von irgendwelchen klitschen zugesagt wird. Wie die wirklichkeit aussieht, könnt ihr in dieser beständig waxenden liste nachlesen.