Zitat des tages

Ich nenne die von hirnfickenden werbesprachblendern als „native ads“ benamsten leserverachtungen auch weiterhin eine „schleichwerbung“, aber ansonsten:

Was Native Ads dem Leser im Subtext vermitteln: „Hey, unser Journalismus ist käuflich! Wir probieren es gar nicht mehr. Wir haben aufgegeben“

Übrigens: der springer verlag hat das auch schon ganz offen eingeräumt.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, jornalist, verrecke!

Wördpress des tages

„Hej“, haben sich die wördpress-entwickler vor nicht so langer zeit gesagt, „bringen wir wördpress doch mal den oembed-standard bei, damit artikel-vorschauen von wördpress-blogeinträgen automatisch in S/M-seits eingebettet werden können“. Und so wurde oembed bestandteil der aktuellen wördpress-versjon 4.4.

Aber es handelt sich um wördpress, und das bedeutet, dass ein hässlicher und ärgerlicher fehler gleich mitgekohdet wurde.

Immerhin wird der fehler mit der wördpress-versjon 4.5 behoben sein. Das ist gut.

Was ist denn mit golem los?

Was ist denn mit golem los? Gar keine technikbegeisterung mehr, weil jetzt das tolle „internetz der dinge“ kommt? Stattdessen ein artikel mit der schönen überschrift „Internet of Bockmist„? Mit tollen beispielen kommender allgegenwärtiger smartheit:

[…] wie sicher ist wohl ein batteriebetriebener Safe mit WLAN und Bluetooth, der sich per iPhone-App und Touch ID öffnen lässt?

Ach, wer fragt nach sinn und sicherheit? Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Warum man keine mäjhlanhänge öffnet?

Warum man keine mäjhlanhänge öffnet? Weil dann sogar das licht ausgehen kann:

Die slovakische Sicherheitsfirma Eset berichtet, dass Mitarbeiter ukrainischer Energielieferanten ihre Rechner zunächst über eine Phishing-Attacke mit Black Energy infiziert haben sollen. Sie hätten Microsoft-Office-Dateien geöffnet, die Makros mit Schadroutinen enthielten und ausführten. Makro-Malware dieser Art ist momentan wieder stark im Kommen

Das antivirus-schlangenöl hat natürlich versagt, denn es versagt regelmäßig bei aktueller schadsoftwäjhr. Und das gehirn der mitarbeiter hat vermutlich in den letzten zehn jahren keine softwäjhraktualisierung mehr bekommen. Einmal ganz davon abgesehen, dass kompjuter, mit denen kritische infrastruktur gesteuert wird, nicht einmal indirekt am internetz hängen sollten. Nirgends. Aber für mitmensch jornalist wird daraus bestimmt wieder eine ci-za-cyberattacke statt einer logischen konsekwenz lebenspraktischer dummheit auf allen ebenen. Das war ja auch ein…

Sollte sich eine Beziehung zwischen beiden Modulen als tragfähig erweisen, heißt es bei den Sans-Experten, würde dies die These untermauern, dass der oder die Energieversorger und deren Industrieanlagen gezielt angegriffen worden seien

…richtig… ein gezielter angriff!!!!ölf!1! Habt angst, leute! Angst vor gezielten angriffen! Nicht vor der dummheit.

Denn es war ja auf gar keinen fall ein skriptkiddie, dass sich einen standardtrojaner aus dem baukasten genommen hat, ihn rumgespämmt hat und einfach den gepwnten rechner bei einem ukrainischen energieversorger irgendwo im darknet meistbietend verhökert hat, als es merkte, was es da „hübsches“ hatte. Das weiß man schon, bevor der vorgang auch nur halbwegs vollständig analysiert ist. So ein „fernwartungszugang“ auf ein kraftwerk bringt bestimmt einen richtig guten preis, wenn man ihn auf den richtigen marktplatz verscherbelt — und mir fällt da auch gerade mindestens ein staat ein, dessen horch- und morddienst diesen preis gern zahlen wird, weil es trotzdem noch die billigste form der sabotahsche ist.

Wenn ich nur daran denke, wie viele dieser „gezielten angriffe“ mit mäjhlanhängen ich schon in meinem pesteingang hatte! Ach!

Wie man sich vor der übernahme des kompjuters durch mäjhlanhänge schützen kann, habe ich übrigens hier beschrieben. Antivirus-schlangenöle kommen in dieser beschreibung nicht vor, weil sie nichts nützen.