Für alle, die glauben, die USA machten keine wirtschaftsspionahsche

Oh, der zensor pinkelt gerade:

Viele Menschen glauben, dass Staaten ihre Operationen auf Zero-Days aufbauen, aber so etwas ist nicht sehr verbreitet. In große Unternehmensnetzwerke gelangt man mit Beharrlichkeit und Konzentration, ohne Zero Day. Es gibt so viele Angriffsvektoren, die einfacher, risikoärmer und produktiver sind

Rob Joyce, obermotz der staatskriminellen NSA-cräckergruppe¹ — hervorhebung von mir. Nur, falls sich tatsächlich noch jemand der illusjon hingibt, diesen leuten ginge es um das ausspähen von staaten und terroristen.

¹Nein, das sind keine häcker.

Propaganda und kwantitätsjornalismus des tages

Kennt ihr den schon? Der russe soll den bummstach gehäckt haben. Moment, gibts auch halbwegs belastbare belege dafür? Oh, leider nicht. Hat sich da irgendwas aktuell getan? Oh, leider auch nicht. Aber egal, hauptsache mal melden, auch ohne substanz, schließlich kann man den fraß aus dem sommer noch einmal im januar aufwärmen. Das macht die gewünschte propaganda und bringt klicks. So sind alle zufrieden. (Bis auf leser, deren gehirne beleidigt werden.)

Willkommen im kwantitätsjornalismus. Heise mag sich da auch nicht zurückhalten… 😦

BRD-staatssexismus des tages

Was passiert eigentlich, wenn sich ein erwaxenes, männliches opfer häuslicher gewalt an die „intervenzjonsstelle gegen häusliche gewalt südpfalz“ wendet? Nun, ein mann, der diese selbstüberwindung wagt, bekommt dafür einen ziemlich sexistisch-menschenverachtenden brief:

Unserer Opferberatungsstelle ist es leider nicht möglich, männliche Opfer zu beraten, da diese vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen gefördert wird und die Vorgabe lautet, mit Frauen zu arbeiten

*schwallkotz!*

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat zum baffen erstaunen der restwelt rausgekriegt, dass ein verschlüsselungsprogramm wie PGP kein anonymisierungsprogramm ist. Den assistenten, der ihm während seiner forschen forschungen gesagt hat, dass man das doch allein schon daran bemerken könnte, dass absender und empfänger weiterhin für das gesamte internetz lesbar in den kopfdaten der mäjhl stehen, hat er leider zum haschischnachschubkaufen nach draußen geschickt, als er seine erkenntnisse in angemessener sprache formuliert hat:

Die Geheimdienste lieben PGP. Es ist geschwätzig, es gibt dir jede Menge Metadaten an die Hand, deine gesamten Kommunikationsaufzeichnungen. PGP ist ein Freund der NSA

Die welt wird nach diesen enthüllungen nicht mehr die gleiche sein!

Wer anonyme kommunikazjon haben will oder gar aus irgendeinem grund haben muss, hat deutlich mehr aufwand als jemand, der „nur“ die inhalte der kommunikazjon für dritte unlesbar machen will, da auch noch der kommunikazjonskanal verschleiert werden muss. Das problem ist aber nicht unlösbar. PGP hat „nur“ niemals versucht, dieses problem zu lösen, sondern ganz im gegenteil sogar von anfang danach gestrebt, die identität des absenders über eine verteilte vertrauenskette sicherzustellen, was für einige anwendungen recht wichtig sein kann. Das kann man übrigens der PGP-spezifikazjon entnehmen, wenn man nicht gerade so ein vollid… ähm… „sicherheitsforscher“ wie Nicolas Weaver ist oder ein angebliche „technologie-webseit“ wie zdnet ist, die sich nach eigenem motto genau da hinstellt, „wo technologie geschäft bedeutet“.