Das ist das ende von windohs!

ReactOS 0.4.0 Released

Das ist ein guter grund, es sich mal wieder anzuschauen – die letzte beta, die ich mir vor rd. fünf jahren angesehen habe, war — abgesehen vom einblick in ein irres und vielleicht überambizjoniertes projekt — zu fast gar nix zu gebrauchen und konnte als NT-nachbau nicht einmal NTFS-dateisysteme lesen. Jetzt kann man wenigstens…

A much requested feature for ReactOS was support for 16bit DOS applications. On Windows this support is provided by the NT Virtual DOS Machine (NTVDM) and the ReactOS implementation of it was first formally released in version 0.3.17. Needless to say since then the ReactOS NTVDM has seen considerable improvement to the point where many of the testers are sharing examples of old DOS games resurrected. And one of the biggest advantages to the way in which NTVDM is implemented in ReactOS is that support for it will continue on non IA-32 platforms, including AMD64 and even ARM

…mal wieder das olle duke nukem 3D damit zocken. 😀

(Ja, ich kenne dosbox. Und wie!)

Ich habe eben nur in der virtualbox einen allerersten blick drauf geworfen. Die installazjon erinnert eher an windohs 2000 als an ein modernes windohs…

Screenshot der Installation

…und ist auch noch nicht ganz fertig:

Bildschirmfoto der installazjon

Ein von der heutigen trivialisierung des kompjuters und allgemeinen verdummung befallener nutzer wird sicherlich keine freude mit dem steinzeitlichen partizjonierungsprogramm haben:

Bildschirmfoto der installazjon

Wenn das projekt mal weiter ist, gibt es sicherlich auch eine bessere partizjonierung. Im moment schlagen sich die entwickler mit ganz anderen problemen herum.

Wer schon einmal windohs NT 4.0, 2000 oder 2003 aufgesetzt hat, fühlt sich natürlich sofort zuhause — und genau das wird absicht sein. Wer einmal sehen will, wie eine scheißinstallazjon aussieht, kann sich mit OS/2 warp 4 rumschlagen. 😉

Ach ja, man kann sich natürlich auch noch…

Bildschirmfoto der installazjon

…eine diskette zum hochfahren machen lassen. Ja, richtig: eine diskette. Das waren diese langsamen, kleinen dinger, deren abbild heute immer noch oft als piktogramm für das speichern verwendet wird und die niemand, der bei troste ist, ernsthaft vermisst.

Danach geht es klickfähig weiter:

Bildschirmfoto der grafischen installazjon

Die installazjon ist schnell abgeschlossen, die automatische erkennung der hardwäjhr führt aber zu einigen fehlern. Danach hat man ein kleines betrübssystem, das sehr schnell hochfährt, sich flott anfühlt und so kompatibel zu windohs ist, dass es viele windohs-anwendungen ausführen kann. Die bedienung in der grafischen shell entspricht dem, was jeder windohs-anwender gewohnt ist:

Bildschirmfoto der grafischen oberfläche

„Wichtige“ windohs-programme wie „wordpad“, „notepad“ (örks!), „paint“, „solitär“ und ein taschenrechner gehören dazu und funkzjonieren auch:

Bildschirmfoto der grafischen oberfläche mit vielen mitgelieferten programmen

Für windohs-anwender eher ungewohnt dürfte die mögliche installazjon von softwäjhr über einen paketmänätscher sein, der es auch vereinfacht, das gesamte system und alle programme aktuell zu halten:

Bildschirmfoto des paketmänätschers

Natürlich kann man auch wie gewohnt daunlohden und setup.exe aufrufen. Dann muss man sich allerdings selbst darum kümmern, anwendungen aktuell zu halten.

Generell hakelt das system noch an der einen oder anderen stelle. Gelegentlich kommt es zu problemen mit dem neuzeichnen der grafischen elemente nach dem vergrößern oder verkleinern eines fensters.

ACPI funkzjoniert zurzeit gar nicht. Macht aber nichts, denn das hoch- und runterfahren dauert nur wenige sekunden und ist tatsächlich schneller als das dabei sehr flotte windohs zehn. Das gute alte alt+F4 ist also eine gangbare alternative:

Bildschirmfoto des abmelde-dialoges

Größere anwendungen habe ich noch nicht ausprobiert, aber ich erwarte dabei immer noch eine menge probleme.

Scheißpresse des tages

Thomas Fischer, bundesrichter, zeigt mal kurz auf, wie der tägliche hirnfick in der scheißpresse durchgeführt wird. Die „retorischen“ techniken der scheißjornalist_innen werden dabei angemessen dekonstruiert.

Das Beispiel wirkt auf den ersten Blick so, als betreffe es einen besonders eklatanten Fall. Doch das täuscht. Das Zusammenspiel von fehlender Sachkenntnis und strammer Meinung wird hier zwar, infolge der Ambition zur großen Form, besonders deutlich. Die Ingredienzien unterscheiden sich freilich kaum vom üblichen, durch zahllose Presseorgane strömenden Mainstream

Auch weiterhin viel spaß mit der „p’litischen bildung“ durch kwalitätsjornalisten!