UEFI-scheißdreck des tages

Mit linux ist es jetzt möglich, manche kompjuter in dekorative funkzjonslose zierkästen zu verwandeln, indem man dateien löscht. Nein, es ist danach (in einigen fällen einer zu hastig entwickelten firmwäjhr) nicht mehr möglich, irgendwas hochzufahren.

# rm -rf /sys/firmware/efi/efivars/

Was heise übrigens gar nicht erwähnt: wenn das bloße löschen der gespeicherten variablen für den UEFI-scheißdreck schon ausreicht, um einen kompjuter zu bricken, dann bedeutet eine leere batterie auf der hauptplatine (die werden ja im laufe der zeit unweigerlich leer), dass der kompjuter ebenfalls zum wertstoffhof gebracht werden darf. Ist ja auch viel besser für das wirtschaftswaxtum, wenn man eigentlich funkzjonierende geräte nach ein paar jahren wegwerfen muss, um neue zu kaufen. Kennt ihr ja alle schon von den wischofonen. Kauf, konsumtrottel, kauf!

Auch gut, wenn auch etwas weniger übel, ist der hier:

# rm -rf /boot/EFI

Tja, root kann eben alles. Deshalb ist er root. Willkommen in der bunten, aber manchmal auch etwas rauen welt unixoider betrübssysteme! Da ist übrigens alles eine datei, und root kann alles mögliche damit machen. Natürlich kann er auch etwas richtig dummes damit machen, und auf nervige sicherheitsabfragen wurde weitgehend verzichtet… 😀

Aber keine angst, der neue kernel bekommt eine kindersicherung, damit root das nicht mehr kann. Wo kommen wir da auch hin, wenn der kompjuter das macht, was jemand mit admin-rechten von ihm fordert? Der zeitgeist fordert bevormundung und technikverhinderung, und zwar besonders gern zum schutz und zur weiteren förderung der dummheit. Früher™, als alles besser™ war, hat sich die dummheit wegen der damit verbundenen nachteile ja wenigstens immer ein kleines bisschen rausgemendelt, so dass ihre folgen nicht so schlimm waren, aber heute, im zeitalter des konsumismus, ist sie eine schützenswerte und fördernswerte eigenschaft geworden, der man mit verständnis statt mit dem verweis auf die kwellen von kenntnis und einsicht begegnet. Wenn man schon so unerfahren ist, dass man die festplatte mit rm -rf / leerräumt (führt durch den rekursiven abstieg und das einlesen der verzeichnisse zu einem langen, intensiven rattern beim entfernen der inode jeder verdammten einzelnen datei), statt viel schneller mit mkfs ein neues dateisystem auf die partizjon draufzuschreiben (dauert deutlich unter einer sekunde), dann braucht man halt auch ein elektronisches kindermädchen direkt im linuxkernel.

Auch weiterhin viel spaß mit der stetigen erhöhung von komplexität in betrübssystemen, die nur in der förderung der doofheit von nutzern begründet ist — bei gleichzeitiger trivialisierung, damit die doofen auch in zukunft stetig mehr werden. Schon bei der trübsten vorstellung, was am ende dieses prozesses rauskommen wird wenn er nur ungebremst weitergeht, bin ich wirklich froh, dass es alternativen zu linux gibt.

Ach ja, und weiterhin viel spaß mit geräten, die vorsätzlich so gebaut werden, dass sie nach einer gewissen, nicht allzulangen zeit zum sondermüll werden! Ist ja nur geld, was ihr dafür zum fenster rauswerft! Habt ihr ja immer genug von! Hej, und doofheit wird jetzt sogar von linux geschützt, wo ist also das problem!

Eine Antwort zu “UEFI-scheißdreck des tages

  1. LOOOOL

    Ich wusste es doch schon immer. Die richtigen™ Linux Nerds, die brauchen halt eine Nanny!11 :mrgreen:

    YMMD!!

    *duck und weg* SCNR 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.