Meikrosoft windohs des tages

Was hat uns in diesem tollen windohs zehn denn noch so richtig dolle gefehlt? Ja, richtig! Von meikrosoft eingeblendete reklame auf dem monitor, aber nicht so klitzekleine banner, sondern richtig schön den kompletten monitor ausfüllend auf dem sperrbildschirm, damit mans bei jeder anmeldung an „seinen“ kompjuter wegmachen muss.

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit den beglückungsideen von meikrosoft! Wenn etwas wie spämm aussieht, wie spämm riecht und sich wie spämm anfühlt, muss man nicht auch noch schmecken, obs nach scheiße schmeckt.

Wischofon des tages

Ich finde es ja irgendwie faszinierend, dass es inzwischen schon eine meldung wert ist, wenn man auf einem kompjuter diejenige softwäjhr installieren kann, die man darauf laufen lassen will. Aber seit sich die leute alle diese enteignungs- und entrechtungs-wischofone haben andrehen lassen und es ganz toll fanden, dass das fratzenbuch jetzt in der hosentasche vibriert, ists vorbei mit diesen alten selbstverständlichkeiten.

Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Security des tages

Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie neulich die webseit von linux mint gekräckt wurde und wie dort ein linux mit vorinstallierter schadsoftwäjhr zum daunlohd hingelegt wurde?

Nun, inzwischen ist etwas klarer, wie es dazu kommen konnte: mit wordpress natürlich, dem lieblings-CMS der kräcker und kriminellen.

Und nicht nur das:

Zwar haben die Betreiber der Webseite wohl die neueste WordPress-Version ohne verwundbare Plug-ins im Einsatz gehabt, aber ein selbst angepasstes Theme und eine „laxe Rechtevergabe“ hätten wohl zu der Lücke geführt

Die betreiber der webseit einer großen linuxdistribuzjon — da müsst ihr jetzt alle andächtig murmeln: „linux ist sicherer als windohs“ — haben sich als richtige spezjalexperten erwiesen. Mit der „laxen rechtevergabe“ sind nämlich vermutlich die rechte im dateisystem des webservers gemeint. Leute, die es auf ihrem serverrechner nicht hinbekommen, so viel wie möglich für den webserver nur lesbar zu machen und dafür zu sorgen, dass der webserver in schreibbaren verzeichnissen keine möglicherweise irgendwie hochgeladenen CGI- oder PHP-skriptchen ausführen kann, kennen sich bestimmt so richtig pralle toll mit security aus!

Klar ist wordpress ein biest, das keineswegs einfach so zu installieren ist, dass angreifer vor ihrem erfolg entmutigt werden. Aber die webseit eines linux-distributors ist ja auch kein blog eines gartenzwergzuchtvereines aus hinterndorf im dunkeln.

Da wünsche ich auch allen gläubigen und blinden weiterhin viel spaß dabei, linux mint zu benutzen und sich „sicher“ zu fühlen, weil linux nun einmal „sicher“ ist, denn sonst würde das ja nicht jeder sagen, dass linux „sicher“ ist… und ansonsten ist es bekwem und hübsch und mausklick und dabei noch „sicher“, weil jeder sagt, dass es „sicher“ ist… :mrgreen:

Kein betrübssystem — auch ein einigermaßen gutes nicht — ist ein ersatz für ein funkzjonierendes, aktiv und lernbereit benutztes gehirn!

„Mit linux wär das nicht passiert“ des tages

Erstmals hat es ein Erpressungs-Trojaner im großen Stil auf Webserver abgesehen: Die Ransomware CTB-Locker befällt Websites und verschlüsselt alle Dateien, die sie finden kann. Anschließend erscheint beim Aufruf der Site nur noch der Erpresserbrief, welcher den Admin zur Überweisung von Bitcoins auffordert. Hunderte Web-Präsenzen sind dem Krypto-Trojaner bereits zum Opfer gefallen

Wenn ich heise glauben darf, erwischt es diesmal häufig „wordpress“. Tja, liebe webseitbetreiber, das ist eigentlich eine gute gelegenheit, mal ganz schnell eine aktuelle versjon aufzuspielen und sich ernsthafte gedanken über eine angemessene datensicherungsstrategie zu machen.

Unbestätigten gerüchten aus völlig uninformierten kreisen zufolge soll noch heute nachmittag der heise-onlein-kommentar linux-webserver sind ein sicherheitsalbtraum vom spezjalexperten „fab“ veröffentlicht werden. 😀

„Smartwatch“ des tages

Na, endlich habe ich mal ein foto von einer „smartwatch“ gesehen, auf der man auch ordentlich informazjonen darstellen könnte! Am besten, gleich zwei davon tragen! Die abgeschlossen sind! Und mit einer kurzen kette verbunden! 😀

Aber wenn man da ein apfellogo draufstempelt, dann würden leute auch damit rumrennen — und es sogar gut finden, dass das dingens klobig und unübersehbar ist.

Eine aufforderung, die jornalisten ignorieren werden…

[…] wenn ein Einziger mit einem Handy und einem Laptop eine bessere Geschichte schreibt als eine ganze Online-Redaktion mit 30 Mitarbeitern – dann nagelt sie Euch gefälligst an die Pinnwand und nehmt das als Ansporn

Solange das reklame-geschäft des jornalismus, also sein eigentliches geschäft, mit clickbait-überschriften über agenturtexte, aktualitätsheischenden tickern und spämmartiger S/M-verwendung¹ läuft, solange besteht für die scheißpresse doch gar kein grund zu richtiger aktivität.

¹S/M = „social media“. Aus gründen.