Welttag gegen internetzzensur

Heute ist also nicht der tag des butterbrotes, sondern der welttag gegen internetzzensur.

Wer aus irgendeinem grund möchte, dass dieser tag mehr praktische bedeutung bekommt als der tag des butterbrotes, fühle sich von mir und hoffentlich von sich selbst dazu aufgefordert, am heutigen tag nicht nur irgendwelche jornalisten sich selbst feiern zu lassen, sondern aktiv zu werden: einfach eine beliebige webseit, auf die ihr nur ungern verzichten möchtet, wenn sie einmal weg sein sollte, mithilfe eines programmes lokal spiegeln und archivieren. So ein archiv kann dann über diverse andere kanäle (torrent, one-click-hoster, TOR hidden service oder dergleichen) weitergegeben und somit erhalten werden, wenn die webseit demnächst wegen irgendwelcher zensurmaßnahmen, jurafuchteleien der herrschenden und besitzenden, polizeiwillkürakzjonen oder aus anderen gründen weg sein sollte.

Ich gehe mal davon aus, dass nahezu niemand so ein verkacktes jornalistisches produkt unter die unverzichtbaren, archivierungswürdigen dinge verorten wird… :mrgreen:

Mit was für programmen man einen kompletten spiegel einer webseit anlegen kann, verrate ich hier nicht. Bemüht einfach die web-suchmaschine eures vertrauens und lernt selbst, ein kleines bisschen kompetenz in der nutzung des internetzes und des kompjuters zu erwerben! Das kostet in diesem fall weniger als fünf minuten eurer lebenszeit. Aber jemanden, der gelernt hat, selbst kompetenz in der nutzung des internetzes und des kompjuters zu erwerben, kann man auch nicht mehr so einfach seine lieblingslektüre wegzensieren oder auf andere weise gängeln und verdummen. Das ist also ebenfalls eine maßnahme gegen die internetzzensur.

Wer sich davon bereits überfordert fühlt, kann ja irgendwelche jornalisten beklatschen, die sich anlässlich dieses tages ins mediale rampenlicht stellen (natürlich ohne ihren zuhörern und zulesern zu sagen, wie sie jenseits vom geldspenden für irgendwelche vereine von jornalisten selbst aktiv werden könnten) — und weiterhin gleichermaßen dumm wie zensierbar leben und schließlich dumm verrecken. Gibt ja so tolles fernsehen, oh gucke mal, wie geil ist das denn, diese idjoten im dschungelkämp…

Es gibt eben leider zu viele menschen, an denen die geburt verschwendet war, die niemals Freiheit wollten, sondern sich mit bananen begnügten. Jedem das seine! 😦

Ach ja: scheißjornalisten sprechen im zusammenhang mit internetzzensur natürlich auch nicht von der jedem BRD-bewohner wohlbekannten tafel „dieses video ist in deinem land nicht verfügbar“. Denn die analsadistischen arschlöcher aus der contentindustrie, die für diese megascheiße verantwortlich sind, bezahlen doch die werbeplätze in den jornalistischen produkten und damit auch den jornalismus.

Der jornalismus¹ muss überwunden werden!

¹Oder genauer gesagt: das, was sich in contentindustriellen medien so nennt, um sich in szene zu setzen…

Eine Antwort zu “Welttag gegen internetzzensur

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