Wer linux zu „unkomfortabel“ findet

Daunlohd des tages (ist natürlich schon älter, aber lief mir erst heute übern weg): The Hercules System/370, ESA/390, and z/Architecture Emulator. Da kommt der ganze schmerz der großen eisen nach hause!

Wer sich gar nix drunter vorstellen kann: es gibt auch eine FAQ. Es ist „nur“ ein emulator, ein betrübssystem wird nicht mitgeliefert. Bezugskwellen für betrübssysteme sind in der FAQ angemerkt. Schön portabel ist der emulator auch:

Hercules does not depend on the Pentium architecture. I’ve built and run it successfully on a 500 MHz Alpha 21164, and others have run it on SPARC and S/390 (!) Linux systems. One guy has even run OS/360 under Hercules under Linux/390 under Hercules under Linux/390 under VM/ESA! The prize for the world’s smallest mainframe probably goes to Ivan Warren, who claims to have run VM/370 under Hercules on an iPAQ 5450 handheld PDA

[…]

Even on a Celeron 300 you should see an execution speed of 1 to 2 MIPS, which is enough to run OS/360 (MFT or MVT) or MVS 3.8 with a response time better than that of a 3033 from the 1970’s.

Hercules müsste also auch auf einem „raspberry pi“ laufen — das dürfte der kleinste und klimagasneutralste großrechner-kopfschmerz sein. 😀

(Aber eine emulierte VAX wäre mir lieber… natürlich mit VMS. Mit IBM bin ich halt niemals wirklich warmgeworden. Aber selbst VMS zeigt einem nur, was man von unixoiden betrübssystemen hat.)

12 Antworten zu “Wer linux zu „unkomfortabel“ findet

  1. Ich bin seit einiger Tage auf der Suche nach anständigen RISC-Rechnern, weil ich mal ein bisschen damit spielen wollte. Das scheint nicht so leicht zu sein, seit Acorns uralte ARM-Architekturen SPARC, Alpha und VAX gleichermaßen plattgewalzt haben. ARM ist nicht für richtige Arbeit gedacht.

    Oracle stellt neue Sparc64s her, aber niemand baut einen Laptop damit. Das hat etwas traurig.

    • Wenn’s POWER8 sein soll:
      Talos.
      Ich weiß aber selbst nichts darüber zu berichten.

      Ansonsten der gute alte PPC970MP, 64-Bit-Doppelkern mit so um die 2,5 GHz, ein- oder zweifach verbaut in den alten PowerMac G5. Die sind langsamer als heutige Eisen, aber hauptsächlich wegen der Bandbreitenbeschränkung des DDR2-Hauptspeichers (bis 16 GB) und wegen kleinerer Caches. Also schau Dich auch gleich nach alten Hauptspeicherriegeln um.
      Ich habe seinerzeit zwei solcher Alteisen gekauft, einen mit Wasserkühlung, einen mit Luftkühlung. Der mit Wasserkühlung ist mittlerweile „verstorben“, der luftgekühlte ist schön leise und tut weiterhin seinen Dienst.

        • Hätte ich auch gern. Muss nicht einmal ein Laptop sein, Buchformat mit entsprechenden Anschlüssen (wie zu Sun-Zeiten, nur moderner) ist auch OK. Wenn Du was findest, gib bitte Bescheid.

          • Gefunden hatte ich (selbst nach Herumfragen) nur Tadpole, die hatten so was hergestellt, sind aber längst insolvent. Hmpf.

      • Verstehe ich das richtig, dass dieses Talos-Ding nur ein Mainboard angekündigt hat, aber noch nichts liefert und schon gar keine ganzen Rechner?

        • Sehe ich auch so. Die Idee ist wohl, dass das Ding in Standard-Gehäuse mit Standard-Anschlüssen passt. Und die wollen sich keine Kunden vergraulen, indem sie sich auf ein Format festlegen.
          Wer bereit ist, 3000 Eier dafür hinzulegen, nimmt auch noch 200 für ein schickes Gehäuse in Kauf, und 800 für weiteres Zubehör. Ich kann mich da gerade noch beherrschen. 🙂

          • Für ’ne halbwegs aktuelle desktoptaugliche (= kein ARM-Scheiß) RISC-Maschine würde ich auch ein bisschen drauflegen, so isses ja nicht. Aber …

    • Man könnte ja einmal die Investition und den Platz für ein echtes 19-Zoll-System (im Dachboden, mit Abzug zum nahegelegenen, ansonsten stillgelegten Schornstein) schaffen, dann ginge ein Fujitsu M10. Passiert mir immer wieder, dass interessante Systeme nur in 19-Zoll-Form zu haben sind. Hersteller wie Supermicro bieten von Rack-Designs manchmal Tower-Varianten. Habe da aber bzgl. SPARC64 nichts gefunden.

      • Ich bin am Überlegen, ob ich mir mal ein altes PDP-11-Gehäuse besorge. Da kann man bestimmt super Kräuter drin anbauen und dabei noch gut aussehen.

        Aber ’n Selbstbau-SPARC hätte auch was. Muss ja nicht gleich ein Server sein. Für’n SPARC64 VII+ gibt’s im Ausland ja Schnäppchenpreise. Ich bedaure manchmal, meinen eBay-Account entfernt zu haben.

        • Schnäppchenpreise

          Ich gebe zu, die Neupreise nicht geprüft zu haben, aber für meine bescheidenen Zwecke wären das doch eher Schnappatmungs- als Schnäppchenpreise (hust)…

          Aber in paar Jahren wird’s das billiger geben.

          • Oder teurer, weil Sammlerwert.

            Vor zwanzig Jahren gab es SPARCs noch zu Ramschpreisen. Kann doch nicht so schwer sein, weiche zu finden.

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