Zeitumstellungsjornalismus des tages

Hervorhebung von mir:

Zu jeder Zeitumstellung zeigen Umfragen, dass eine Mehrheit in Deutschland eigentlich dagegen ist – und diese Ablehnung in der Bevölkerung wächst. Das untermauert eine neue repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit mit 1001 Befragten

So so, eine „neue“ befragung zu dem zwei mal pro jahr wiederkehrenden standardtema eines kwantitätsjornalismus, der einfach nur content erzeugen muss, weil die leute noch nicht so verblödet sind, dass sie freiwillig nur die reklame lesen.

Und ein klick auf den link zu dieser „neuen“ umfrage führt dann zur webseit der DAK mit einem artikel…

Zuletzt aktualisiert: 27.03.2015

…vom 27. märz des letzten jahres. Ich stelle bei dieser zeitumstellung ja nur die stunde um, aber die kwantitätsjornalisten aus der karl-wiechert-allee scheinen inzwischen sogar das jahr zu verstellen. :mrgreen:

Was jetzt wieder kommen wird…

Was jetzt wieder kommen wird? Vier wochen spämms mit trojaner-anhang in jeder nur denkbaren darreichungsform. Und natürlich jornalistische produkte, die menschen mit adblocker aussperren und ads von irgendwelchen reklameklitschen in ihrer nach verrotteter scheiße stinkenden, jornalistischen drexseit haben, mit denen schadsoftwäjhr ausgeliefert wird.

Und das antivirus-zeugs wird wieder in ganz vielen fällen nutzlos sein. So wie immer.

Also leute: macht keine unverabredeten mäjhlanhänge auf, lasst euch auch nicht von spämmern (nicht nur per mäjhl, sondern auch auf S/M-seits und an vergleichbaren stellen) nicht zu dummen klicks überreden und benutzt einen wirksamen adblocker und noscript im webbrauser!

Ach ja, über eine strategie zur datensicherung könntet ihr sowieso mal nachdenken… 😉

Kurz verlinkt

Auch, wenn einige allergiker_innen davon ausschlag bekommen, ich muss mal kurz ein linkchen zu Hadmut Danisch legen:

Ich hatte doch gerade im Blog-Artikel zum Staatsbetrug Feminismus eine Bundesratsdrucksache erwähnt, die es anscheinend nur noch an einer Stelle im Internet Online gab, und die zeigt, dass Frauenquote Verfassungsbetrug ist. Nun ist die Drucksache da nicht mehr online. So’n Zufall aber auch. Deshalb hab ich hier ne lokale Kopie abgelegt

Nur für den in einem „rechtsstaat“ wie der BRD ausgesprochen unwahrscheinlichen fall, dass dieser lokalen kopie bei Hadmut Danisch etwas zustoßen sollte, gibt es hier noch eine weitere lokale kopie und die aufforderung von mir, noch viel mehr lokale kopien davon anzulegen. Und sollte das blog von herrn Danisch in unserem schönen land, in dem eine zensur ja lt. grundgesetz nicht stattfindet, verschwinden: hier ist ein dauerhaftes archiv des weiter oben verlinkten blogartikels.

In der BRD…

In der BRD, in der es sonst ja immer für alles am gelde fehlt, werden die menschen, die überhaupt keine zukunft mehr vor sich sehen, schon mal mit etwas geld von der guten A. Nahles drauf eingestimmt, bei der bummstagswahl im näxsten jahr wieder CDUSPDCSUFDPGRÜNETC zu wählen, damit sich in der BRD auch wirklich niemals etwas ändert.

Auch weiterhin viel spaß mit dem „generazjonenvertrag“, den ihr nicht zu unterschreiben brauchtet, aber dafür auch nicht kündigen könnt.

Die offenbarung des zwitscherchens

Oha, das zwitscherchen, diese börsennotierte unternehmung ohne seriöses geschäftsmodell, nennt mal ein paar zahlen über die zwitscherchen-nutzung in der BRD:

Rund zwölf Millionen Menschen kommen in Deutschland monatlich mit der Twitter-Plattform in Berührung

Rd. fünfzehn prozent der menschen in der BRD geraten mindestens einmal im monat — sei es wegen eines irgendwo gesetzten links, sei es wegen eines über die twitter-API in eine jornalistische drexseit javascript-dynanisch eingebetteten fiepser, sei es wegen eines über die twitter-API javascript-dynamisch eingebetteten fiepser auf beliebigen anderen seiten (wie zum beispiel dem fratzenbuch) — in irgendeinen kontakt mit dem zwitscherchen.

Ich finde ja, dass das angesichts der massiven zwitscherchen-schleichwerberei über alle möglichen kanäle (einschließlich glotze und presse, die ihren zulesern und zuschauern immer wieder ins gehirnchen stanzen, dass das zwitscherchen ein indikator dafür sei, wie das internetz über irgendwas denke) ein ziemlich desillusjonierender wert ist. 😀

Und von daher kann ichs auch verstehen…

Während der Kurznachrichtendienst erstmals überhaupt irgendeine Zahl für Deutschland veröffentlichte, hält er die Daten zu aktiven Nutzern weiter geheim

…dass die eigentlich interessante zahl gar nicht erst genannt wird, weil sie so gar nicht nach großen profit-erwartungen aussieht. :mrgreen:

Hej, ihr leute mit den zwitscherchen-akzjen: das knisternde geräusch in eurem ohr ist das geräusch eures verbrennenden geldes. Ist halt eine scheißidee, so ein börsennotiertes unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell. Habe ich ja immer gesagt. Aber ich bin ja nur ein spinner, und leute, die geld in den ofen schmeißen, weil ein paar tolle wörter gesprochen wurden, sind intelligent.

„Internetz der dinge“ des tages

Vermutlich muss es erst locky-artige erpressungstrojaner für „vernetzte herzschrittmacher“ geben, bis die hersteller dieser dinger einsehen, dass ein paar sicherheitsgedanken ganz angemessen wären. Und wozu zum hl. henker braucht ein implantat WLAN?

Übrigens wird mir von so etwas schlecht:

Sicherheitsforscherin Marie Moe will, dass sich die Hacker-Community mehr um die Sicherheit der Geräte kümmert

  1. Vom begriff „community“, neudenglisch für: „gemeinschaft“, wird mir sowieso übel.
  2. Häcker häcken. Über kurz oder lang wird sich jemand darum kümmern. Und dann wird das geschrei ganz groß, wenn sich jemand darum „kümmert“ und ein angriff auch gelingt. Ich weiß, dass morgen die sonne aufgeht, weil ich es wieder und wieder erlebt habe.
  3. Um die sicherheit derartiger geräte haben sich die hersteller zu kümmern. Die können gern leute dafür bezahlen. Leute, die etwas davon verstehen. (Die meisten dieser leute, die wirklich etwas davon verstehen, werden häcker sein.) Und zwar sehr angemessen bezahlen. Das abschieben dieser verantwortung auf kostenlos tätige „hacker“ in irgendeiner „community“ ist eine frechheit und im herrischen gehabe einer derartigen forderung unerträglich. Die übernahme einer solchen als „guter tat“ aufgeschwatzen verantwortung ist abzulehnen. Mit empörung. Und der angemessenen verachtung für jene, die so reden und so denken.
  4. Egal, wie es läuft: wenn am ende medizingeräte ohne besonderen technischen grund mit einer aufhäckbaren schnittstelle von einem kriminellen aufgehäckt werden — und dass das versucht wird und dabei auch mal gelingen kann, ist sicher — dann werden die hersteller dieser scheißdinger die schuld allen „häckern“ geben, weil die nun einmal häcken. Und mitmensch scheißjornalist wird diese PResseerklärung von arschlöchern eifrig abschreiben, damit sie in den hirnbeizenden produkten von mitmensch scheißpresseverleger abgedruckt werden und die meinung der weniger informierten menschen zustanzen. Hinterher wird von den gleichen verantwortungslosen arschlöchern, die eine addiermaschine dort haben, wo bei richtigen menschen ein herz sitzt und die von der kostenlosen analytischen tätigkeit der häcker bei der entwicklung ihrer produkte profitiert haben, eifrig daran gearbeitet, häcking pauschal zu kriminalisieren. Weil das bekwemer ist als die eigene verantwortung. Das sollte niemand mit sich machen lassen, der auch nur das geringste gefühl für seine eigene würde hat.
  5. Solche geräte dürfen keine drahtlose, häckbare schnittstelle haben. Punkt. Und WLAN ist eine so unfassbar dumme und gefährliche idee, dass ich mich eben dabei ertappt habe, aufs datum zu gucken. Ich dachte, heute wäre der 1. april.

Ich hoffe auf den verstand aller häcker — und auf die fähigkeit, solchen ideen klar entgegenzutreten. Auf den verstand derer, die einen markt sehen, braucht niemand mehr zu hoffen.