Intellektueller offenbarungseid des tages

Kennt ihr diese idjoten, die lächelnd und mit stolz von sich geben, dass sie in matematik schon immer schlecht waren? Und die aus ihrer eigenen unlust, talentlosigkeit und bildungsvermeidung schließen, dass diese für alle anderen menschen auch gelte?

Satya Nadella, der gegenwärtige obermotz von meikrosoft, so: ich kann mir eine welt ohne „excel“ nicht mehr vorstellen. Das ist das beste produkt, das wir jemals gemacht haben. Vor excel sind zahlen für menschen bedeutungslos¹ gewesen, aber jetzt kann jeder geübte heißluftspender schöne diagramme aus den zahlen machen, die genau so aussehen wie das, was er den leuten unter missbrauch der zahlen vorlügen will. Oder so einen ähnlichen bullschitt

Erspare ich mir mal den eigentlich überfälligen spott und bin froh darüber, dass wenigstens die buchstaben für den meikrosoft-obermotz noch nicht bedeutungslos geworden sind.

Aber eines noch: nachdem mittlerweile zwei ganze generazjonen zu glauben scheinen, dass meikrosoft die grafischen benutzeroberflächen erfunden hat — wer es noch nicht weiß: nein, das stimmt nicht — will meikrosoft jetzt scheinbar die menschen glauben machen, dass meikrosoft die tabellenkalkulazjon erfunden habe — wer es noch nicht weiß: nein, das stimmt nicht. Aber hej, was kümmert sich der obermotz einer asozialen, illegal vorgehenden, die organisierte kriminalität offensiv fördernden spämmklitsche wie meikrosoft schon um tatsachen, wenn er seine reklamesprüche in von werbehirnfickern vorbereiteten reden runterkwasselt, während er die intelligenz der zielgruppe für solche lügen verachtet!

¹Hej, heise! Deine englischexperten waren auch mal besser. Ein „does not make sense of numbers“ mit „sinnlose zahlen“ zu übelsetzen, ist really, really bad. Deine recht flotte korrektur zu „ergibt keinen sinn“ ist zwar ein kleines fünkchen besser, aber im kontext ausgesprochen fragwürdig. Ihr da hinten in der karl-wiechert-allee solltet so etwas besser nicht von einem praktikanten machen lassen, dem entweder in der englischen oder in der deutschen sprache das sprachgefühl viel zu hastig verabreicht wurde…

2 Antworten zu “Intellektueller offenbarungseid des tages

  1. […]nachdem mittlerweile zwei ganze generazjonen zu glauben scheinen, dass meikrosoft die grafischen benutzeroberflächen erfunden hat — wer es noch nicht weiß: nein, das stimmt nicht[…]

    Ich musste mir so um 1985 schon von Mac-Fanboys (damals Grafiker, Werbefritzen usw.) anhören, dass Apple den Desktop erfunden hatte, weil, ja weil ich ja nur GEOS auf dem c64 hatte und das etwas später kam. m(

    Es war zwar nicht recht nützlich damals, so absolut rudimentär war es im Grunde nicht zu gebrauchen. Aber man konnte schon mit der Maus zeichnen und Fenster auf und zu machen q:D

    Richtig gut fand ich dann etwas später das GUI der AMiGA™🙂

  2. Achso, noch was.

    Cchlecht in Mathe zu sein, ist nun wirklich nichts mit dem man prahlen sollte. Mathe kann man gut gebrauchen und ist ein nützliches Werkzeug, in vielerlei Bereichen des Lebens und sei es nur, um beim Wechselgeld nicht immer „die Arschkarte zu ziehen“.
    Aber um auch mal eine Lanze für die Leute zu brechen, die in Mathe nicht hochbegabt sind. Soooooo wichtig ist Mathe auch nicht und nicht mehr, dafür gibt es mittlerweile Rechenknechte wie Taschenrechner, oder schlicht auch integrierte Schaltungen, Computer genannt.
    Auch zum Programmieren muss man kein Mathe-Ass mehr sein, zahlreiche Hochsprachen erleichtern das, wenn man ein gutes logisches Verständnis hat, welches ja nicht auf Mathe beschränkt ist. Dass man dann vielleicht nicht zu solchen Genies eines Schlages von John Carmack gehört, das sollte einem aber schon bewusst sein, denn gerade in der Spiele-Engine Programmierung ist das doch enorm wichtig. Aber selbst da gibt es mittlerweile zahlreiche und frei nutzbare Engines, z.B. Unreal, Cry-Engine oder Unity (zahlreiche OSS-Projekte kommen noch dazu, auch für ältere Semester wie Quake etc.) mit denen man auch als mittelmäßig begabter Mathematiker einiges zaubern kann.
    Nicht zuletzt muss man auch nicht jeden Code immer wieder selbst neu schreiben – zahlreiche Libraries erleichtern auch das und schlussendlich sind diese Rechenknechte auch dazu da das Leben zu erleichtern – auch bei der Programmierung – das Rad muss man nicht immer neu erfinden und gerade mit fremden Code kann man sehr gut lernen.

    tl;dr
    Ich glaube in der Programmierung habe ich bisher eher häufiger andere logische Strukturen und Bedingungen, z.B. Wenn/Dann-Bedingungen benutzt als reine Mathematik-Anweisungen, die selbst oft schon in Funktionen wie z.B. Circle, Square usw. (vor)gekapselt sind.

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