Wahnsinn des tages

Nein, eigentlich ist die börse nicht ein wahnsinn des tages, sondern unseres gesamten zeitalters. Mal fällt der kurs eines schwindelzettels¹ ins bodenlose, weil ein unternehmen richtig fett gewinn macht, aber nicht so viel gewinn, wie irgendwelche spezjalexperten erwartet hätten — und ein anderes mal zieht der kurs eines schwindelzettels an, weil ein unternehmen richtig fett verlust macht, aber eben nicht so viel verlust, wie irgendwelche spezjalexperten erwartet haben. Wer noch mehr anzeichen dafür braucht, dass dieser rasende wahn von menschenverachtenden koksnasen — von presseschreibern gern auch „instituzjonelle anleger“ genannt — völlig vom richtigen wirtschaftlichen geschehen emanzipiert ist, wird sie bei aufmerksamen lesen der wirtschaftsmeldungen immer wieder finden, wenn auch nicht immer so obszön offensichtlich wie in diesem fall. Aber aufpassen: damit die menschen schön dulle dumm bleiben, nennt der jornalist, der presseverleger und der fernsehmacher das börsengeschehen „wirtschaft“, damit man es auch verwexele und gleichsetze…

Hinweis für nachdenkliche und intelligente: ich habe hier natürlich einen tageskurs an der börse mit der (ausgesprochen unerfreulichen und keineswegs erfolgreichen) kwartalsentwicklung des geschäftes eines unternehmens in beziehung gesetzt, was ein billiges retorisch-manipulatives mittel ist, um meine darlegung mit scheinbaren fakten aufzuwerten. Dass die börse wahnhaft und vom wirtschaftlichen geschehen weitgehend emanzipiert ist, stimmt natürlich trotzdem… und wer lust darauf hat, kann ja mal bei anderen (und auch bei mir) darauf achten, wie häufig dieser trick des vergleiches zweier verschiedener kategorien im alltag eingesetzt wird, um andere menschen damit zu beeindrucken. Ich sehe das jedenfalls jeden verdammten tag irgendwo… zum beispiel im weiter oben verlinkten artikel bei heise onlein, um mit „fakten“ zu belegen, dass die unerfreuliche entwicklung äppels doch gar nicht so schlimm ist.

¹Schwindelzettel — so nenne ich eine akzje, die zu einem preis verkauft wird, der dazu führt, dass der „börsenwert“ eines unternehmens wesentlich größer als vier oder fünf jahresumsätze ist. (Bei unternehmen mit großen produkzjonsanlagen und absehbar langfristig robustem geschäftsmodell wie BASF und BMW darf man meinethalben gern zehn jahresumsätze als maßstab nehmen, aber auch nicht viel mehr; bei läden, die wie das fratzenbuch vor allem eine datensammlung haben, sollte hingegen eher etwas weniger angesetzt werden.) Und nein, von gewinnen habe ich dabei noch gar nix gesagt. Nach meinem erachten sind sämtliche DAX-„werte“ zurzeit schwindelzettel, sind angebotene gelegenheiten, zu einem völlig überteuerten mondpreis jenseits jeglicher wirklichkeit anteile an einem unternehmen zu erwerben. Wer das macht: nun ja, es sind alles erwaxene menschen, und man darf natürlich auch sein geld wegwerfen oder gar wegwerfen und einen teil davon zusätzlich noch einem fondsverwalter schenken. Denn was von den gegenwärtigen mondpreisen für die schwindelzettel übrig bleibt, wenns mal eine kleine erschütterung des laufenden börsenschwindels gibt, das sollte sich jeder selbst vorstellen können. Hinterher werden euch die jornalisten erzählen, dass irgendwelche entwicklungen „werte vernichtet“ haben — aber diese „werte“ waren die ganzen jahre lang nix als eine kirre fantasie der modernen zocker und alchimisten.

„Smartdingens“ des tages

Neun sicherheitslöcher, von denen vier nach wie vor ungeflickt sind, wurden in osrams smarten leuchtmitteln gefunden. Sie gewähren angreifern möglicherweise zugriff auf ein heimisches oder ein unternehmensnetzwerk

[Der link geht auf einen englischsprachigen artikel — ich habe nur meine zitätchen schnell ins deutsche getragen]

Immer schön überall die smartdinger verbauen, alles muss ans heilige internetz! Die werber haben es euch gesagt. Was kann da schon passieren… :mrgreen:

Und wenns dann doch irgendwann mal so richtig schief geht, wenn zum beispiel ein paar größere wasserwerke über die beleuchtung gecräckt wurden, dann präsentiert die „leibstandarte Ursula von der Leyen“ ihre tastaturen und zieht in den cyber-cyber-cyberkrieg.

Leute, lasst die smartdinger liegen! Alle! Auch die autos! Keiner dieser läden, die euch smartdinger andrehen wollen, hat auch nur die geringste erfahrung in kompjutersicherheit…

Einige der programmierfehler sind ziemlich amatörhaft […]

…und passieren kann verdammt viel¹. Vor allem, wenn stümper proggen. Nicht einmal guhgell — ein laden mit deutlich mehr erfahrung in solchen dingen als… sagen wir mal… Mercedes Benz oder VW — hat es geschafft, sein händibetrübssystem so zu proggen, dass es sicherheitstechnisch einigermaßen robust ist und dass wesentliche fehlerbehebungen auch beim nutzer ankommen. Dann kriegt osram das erst recht nicht hin.

Also leute: lasst die smartdinger liegen! Alle! Auch die autos!

¹Ach, du hast blindgläubiges vertrauen und machst deine fernkontoführung (von werbern, also professjonellen lügnern, in ihrer verlogenen werbung als „onlein-bänking“ bezeichnet) mit einem wischofon? Gut, da bist du hier falsch. Geh zum reklamefritzen und lies da weiter. Der erzählt dir schönere sachen, die dich nicht so beunruhigen. Gehirn gibts leider nicht bei guhgell pläjh. Und wenn dir meine schreibe zu „pubertär“ vorkommt, ich verlinke übrigens kwellen. Brauchst du nur zu klicken und zu lesen. Ist internetz. Ist ganz einfach. Aber das mit dem gehirnchen muss natürlich stimmen.

S/M des tages #twitter #sucks

Wisst ihr, warum die leute nicht auf twitter abfahren? Die erklärung ist verblüffend einfach:

Dorsey hat wiederholt eingeräumt, dass Twitter vielen Internetnutzern zu kompliziert sei

Für nutzer von S/M-seits ist also ein texteingabefeld, in das man einen kürzsttext eingibt und absendet, zu kompliziert. Und die auswahl von leuten, die man dann in einer zeitleiste angezeigt bekommt, überfordert auch die geistigen fähigkeit des zwitscherchen-interessierten. Weia! Die idiocracy in ihrem lauf hält weder ox noch esel auf!

Hej, ihr macher von twitter: macht twitter einfach wieder so, wie es mal war! Mit einer webseit, die nicht auf einem minderaktuellen rechner den brauser zum kriechen bringt; mit einer klaren kronologischen zeitleiste statt mit einer am fratzenbuch orientierten algoritmischen sortierung; mit einer offenen API… und… wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr die früher vorhandenen RSS-fiehds auch wieder reinnehmen, denn es gibt keinen grund, das nicht zu tun. Dazu weg den ganzen kranken rotz mit eurem eigenen bildhosting, mit vorschau im fiepser, neuerdings sogar mit einem pläjher für animierte GIF-bilder. Die listen, die ihr vor ein paar jahren als totgeborenes kuckucksei ins zwitscherchen reingelegt habt, die niemals von jemanden ernsthaft benutzt wurden und die du heute eher ein bisschen vor den nutzern versteckt, scheint auch keiner wirklich zu brauchen. Sie können also weg. Stattdessen wieder die verständlichste und einfachste GUI: ein einfaches feld „was machst du gerade“, absenden-klickeknopf, mehr hat das zwitscherchen damals nicht gebraucht, um ein überraschender erfolg zu werden. Und wen das zu kompliziert war, dem kann man nicht helfen…

Und hej, zwitscherchen! Als ich euch in den letzten tagen immer wieder mal genutzt habe, um ein paar wirklich aktuelle nachrichten zu schlimmen tagesgeschehen zu lesen, da habe ich eure mobilversjon¹ genutzt. Auf einem desktoprechner, der mit 4 GB RAM ausgestattet ist. Warum? Weil mir eure mobilversjon nicht meinen feierfox bis zur beinahe-unbenutzbarkeit ausgebremst hat. Ihr könnt euch gern mal die frage stellen, ob das die richtige darreichungsform für kommunikazjonsakte von überwiegend zweifelhaftem intellektuellen nährwert ist. Da bringt es dann auch nix, dass dafür „diskussjonsverläufe“ in stummeltextlänge in einer maximal undurchschaubaren ansicht präsentiert werden. :mrgreen:

Ihr könntet ja mal damit anfangen, die täggs von der nachricht zu trennen und als eine dezenter dargestellte metainformazjon statt als einen fettgesetzten, farbigen link anzuzeigen, es hülfe viel beim überfliegen und schnellen auffassen der eigentlichen texte. Ach, geht nicht, weil geht nicht. Na, dann gehts halt nicht. #dummes #twitter

Aber vermutlich wirst du eher über ein einfaches, auch für frisch amputierte halbaffen benutzbares verfahren zum bekwemen einfügen von emojis nachdenken, zwitscherchen, als dass du dich auf das besönnest, was man einst an dir interessant fand. Stirb einfach!

¹Wer aufmerksam ist, stellt fest, dass ich von heise onlein auch immer die mobilversjon verlinke. Das hat einen anderen grund. Heise onlein hat vor einiger zeit damit begonnen, in der desktop-versjon seiner webseit mit einem banner die leser zum abschalten von elementarer sicherheitssoftwäjhr aufzufordern (so genannte „adblocker“, einziger zuverlässiger schutz vor schadsoftwäjhr-verbreitung durch „malvertising„). Ich möchte keinen meiner leser der gefahr aussetzen, solchen gefährlichen desinformazjonskampanjen angesehener fachzeitschriften auf dem leim zu gehen, und deshalb suche ich nach alternativen wegen zu den inhalten. Dem heise-verlach wünsche ich von ganzem herzen viel erfolg auf der suche nach einem seriösen geschäftsmodell, das solche leserverachtungen unnötig macht. Keiner tipp von mir: schleichwerbeartikel sind es nicht.

Programmierung aus der hölle für die hölle

Well those are subversions link to all the functions that make up the class! […] Whenever something makes a function call on a Customer object, JDSL uses the list of function revisions to check out all the actual functions until it finds a match! Understand?

[…] thanks to the complexity of JDSL it took days to do coding work that should only take minutes

[…] „You can’t use comments in JDSL!“ Tom shouted. „THAT’S WHAT BROKE IT!!“

Weia!

Aus aktuellem anlass verlinkt

Morde von München:
Was treibt Amokläufer an?

Für alle, die keine lust haben, das ganz zu lesen, hier nur ein satz:

Es gibt […] keine empirischen Belege dafür, dass psychische Erkrankungen eine oder gar die wesentliche Ursache für Amoktaten sind

Ihr braucht also keine angst zu haben, wenn einer depressjonen (übrigens eine deutsche volxkrankheit) hat. Auch wenn euch der onkel jornalist etwas anders ins gehirn stanzen will.

Adblocker des tages

Zwei drittel der nutzer von adblockern haben nach einer studie von reklameheinis immer noch nicht kapiert, dass es sich bei adblockern um die einzig wirksame vorbeugung gegen schadsoftwäjhr handelt, die über werbenetzwerke ausgeliefert wird. Die glauben immer noch, es ging nur um ein schöneres web ohne die asozjalen belästigungen durch scheißwerber. Vermutlich müssen diese ganzen menschen sich erstmal einen erpressungstrojaner einfangen, nachdem ihr kompjuter über ein unaufdringliches (aber mit verseuchtem javascript jede sicherheitslücke abklapperndes) werbedingens gepwnt wurde.

Hej, aber der kommende hirnfick für die dummen wird schon hübsch mit tollen „garantien“ vorbereitet:

Zusätzlich sollten die Anbieter ihren Nutzern garantieren, dass die Werbung die Auslieferung von Webseiten nicht verlangsamt und keine Schadprogramme enthält

Das werden wir alle demnächst noch häufiger so lesen.

Hier gibt es zwei punkte, zu denen ich gern ein paar wörter schreiben möchte

  1. […] dass die Werbung die Auslieferung von Webseiten nicht verlangsamt […]
    Nun, es sind zusätzliche daten, die über eine leitung mit begrenzter kapizität übertragen werden und vom webbrauser verarbeitet und dargestellt werden müssen. Es handelt sich also immer um eine verlangsamung. Wenn die daten aus diversen dritt- und viertkwellen zusammengeholt werden, kann dafür nicht HTTP-1.1-keep-alive verwendet werden, so dass es jedesmal zu einem neuen (und relativ zeitaufwändigen) verbindungsaufbau mit dem zugehörigen protokollkram kommt, was eine zusätzliche verlangsamung ist. Und wenn man dann auch noch einen volumentarif für sein internetz hat (für leser, die nicht in der BRD leben: das ist in der BRD völlig normal bei mobilzugängen, und jornalisten sprechen hier von „datenverbrauch“ und merken selbst nicht, wie dadaistisch dieses wort ist), dann wird das begrenzte datenvolumen von den zusammen mit erwünschten daten ausgelieferten lug- und mülldaten der reklameheinis weggeknabbert. Oder anders gesagt: die scheißreklame macht bei nutzern mit volumentarif das internetz insgesamt teurer oder nach einer drosselung nach volumenerschöpfung insgesamt viel viel langsamer. Wenn denn auch noch ein großteil des reklamekohds aus träckendem javascript besteht, das empfindlich in die privatsfäre eindringt, ist die nutzung eines adblockers eine vernünftige entscheidung und die verweigerung dieser nutzung eine dumme entscheidung.
  2. […] und keine Schadprogramme enthält […]
    Diese „garantie“ ist nur von wert, wenn sie mit ener zugesagten und im zweifelsfall einklagbaren, praktisch nicht begrenzten haftung für alle von schadsoftwäjhr in der werbung verursachten schäden einhergeht (das risiko kann ja von den werbetreibenden versichert werden) und wenn der nutzer auch nur den schimmer einer möglichkeit hat, rauszukriegen, welches scheißreklamenetzwerk für die übernahme eines kompjuters durch kriminelle (mit anschließendem manipulierten onlein-bänking, identitätsmissbrauch, erpressungstrojaner oder noch schlimmeren folgen wie dem herunterfahren eines kraftwerkes durch ausgelesene fernwartungs-zugangsdaten) verantwortlich war. Es gibt zurzeit für einen gewöhnlichen nutzer keine möglichkeiten, so etwas festzustellen. Ihm wird nicht einmal transparent, welche scheißreklamenetzwerke sich gerade auf der seite rumtummeln, die ihm im webbrauser irreführend so angezeigt wird, als handele es sich um eine seite aus einem guss von einer kwelle. Um die wirklichkeit dahinter zu sehen, kann er entweder strg+U drücken und ein bisschen HTML- und javascript-kwältext lesen und verstehen (der natürlich kwältext aus anderen kwellen nachlädt, die dann ebenfalls gelesen und verstanden werden müssen), oder aber einen werbeblocker benutzen, der eine übersicht der geblockten werbungen anzeigt. Klar, man kann sich auf ein versprechen verlassen. Von werbern. Also von professjonellen lügnern. Aber das wäre wirklich sehr sehr dumm. Oder räumen die scheißwerber damit etwa ein, dass sie bislang absichtlich schadsoftwäjhr ausgeliefert hätten? Natürlich nicht. Haben sie ja auch nicht. Und auch in zukunft werden sie es nicht mit absicht tun. Sie werden einfach nur der organisierten kriminalität die infrastruktur ihrer werbenetzwerke zur verfügung stellen.

Lasst euch niemals sand in die augen streuen. Schon gar nicht von werbern. Wenn man sich im web bewegt, ist zurzeit der werbeblocker ein wichtigeres und ungleich wirksameres sicherheitsprogramm als das antivirus-schlangenöl.

„Geschäftsmodelle“, die voraussetzen, dass menschen sicherheitssoftwäjhr abschalten, müssen verschwinden! Am besten schnell! Und sie werden auch verschwinden, aber leider nicht schnell genug…

Stirb, scheißwerber, stirb! Und grüß Judas Iskariot von mir.

Keine satire

Ein neues wahrzeichen für hannover

[Triggerwarnung: PR! Kalt und gemein. Kann bei allergiker*innen akuten brechreiz auslösen.]

An den dort benannten bücherschrank bin ich gerade eben vorbeigefahren. Er lag auf meinem weg, als ich richtung blumenauer straße wollte. Er hat mich mindestens so stark beeindruckt wie die karakteristische duftnote von urin, die sich in der passahsche zur blumenauer straße mit der lauen sommerluft durchmischte, und doch nicht mit ihr eins werden wollte. Die bausubstanz, an der ich vorbeifuhr, sah teilweise so aus. Die menschen, die auf diesen moloch zugehen und „zuhause“ denken, sind bei entsprechender bewusstwerdung ein gutes hilfsmittel zur pflege der melancholischen grundeinstellung. Das ist das neue wahrzeichen für hannover, in der tat, denn es ist ein zeichen und es ist leider, leider wahr.

Und weia, ja, das gilt auch für solche scheiß-PR.

Via @benediktg@gnusocial.de.

Anonymität und pseudonymität machen alles besser

Habt ihr auch gehört, was die entrechtungsminister immer wieder in die kameras rülpsen: wenn man einen klarnamenszwang fürs internetz einführt, wird der umgangston besser. Klingt toll. Stimmt aber nicht, stattdessen ist nach einer aktuellen studie das gegenteil davon wahr.

Tja, herr Niggemeier…

genau diese formen der leserverachtung sind (neben dem sicherheitsproblem) der grund dafür, dass man nach möglichkeit keiner webseit die ausführung von javascript gestattet, damit einem die vergewohltätigungen irgendwelcher hirnverkokster entscheidungsträger der contentindustrie erspart bleben — und zwar immer nach dem motto: wenn mir die scheißseite ohne javascript nichts sagen will, dann wird sie mir mit javascript auch nix zu sagen haben. Javascript ist niemals erforderlich, um informazjonen im brauser darzustellen.

Und ja, betreiber von verlagswebseits, die im jahr 2016 ihr glück darin versuchen, ihre leser mit javascript-missbräuchlichen nervpopups zu nerven, haben in den letzten zwanzig jahren eine menge verpasst. Ich finde es jedenfalls gleichermaßen passend wie lustig, dass die verpackung des „kwalitätsjornalismus“ im web immer mehr an die machenschaften halbseidener bis offen krimineller warez- und pr0n-schleudern erinnert. Der wichtigste unterschied zu diesen: bei den warez- und pr0n-schleudern bekommt man etwas lebenspraktisch nützliches, ganz im gegensatz zu den produkten des kwalitätsjornalismus… :mrgreen:

Security des tages

Große Teile der Mobilfunkinfrastruktur sind laut Sicherheitsforschern über eine Lücke in einer Software-Bibliothek gefährdet. Ein Fix steht zwar bereit, doch Updates wird es für die meisten Geräte wohl nicht geben

Natürlich wirds keine aktuelle softwäjhr für eure wischofone geben. Ihr sollt euch ja jedes jahr ein neues „smartphone“ zulegen. Mindestens. Den giftigen müllberg, den ihr zurücklasst, nennt man „wirtschaftswaxtum“ und will immer mehr davon.

Experte des tages

Wo kommen eigentlich immer diese ganzen „experten“ in der glotze her, die durch die sondersendungen plaudern, ohne allzuviel zu sagen?

Das Erste präsentierte zur gleichen Stunde den früheren Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo als „ARD-Terrorexperten“. Dieser Titel war mir neu […] Mascolo tauchte in anderen Sendungen auch schon als „Finanzexperte“ (Panama Papers), „DDR-Experte“ (Jahrestag des Mauerfalls) oder „Geheimdienstexperte“ (BND-Skandal) auf. Sein Vorteil: Mascolo plaudert relativ intelligent über jedes Thema – auch wenn er nicht wirklich etwas über das Thema weiß

Auch weiterhin viel spaß bei infotäjnment und terrortäjnment im kwalitätsfernsehen mit auftrag, dass ihr mit eurer rundfunkkopfsteuer finanzieren müsst!

Erinnert ihr euch noch?

Erinnert ihr euch noch an den selbstmordanschlag eines vermutlich psychisch kranken piloten von „germanwings“, der letztes jahr im frühling 149 menschen in den tod gerissen hat? Nein? Oder war es ein amoklauf? Hmm… ihr erinnert euch nicht mehr daran? Das liegt vermutlich daran, dass der pilot ein hellhäutiger mensch war und keinen arabisch klingenden namen hatte: schon ist es nicht mehr terror oder amok, sondern ein… nein, das wort hat sich kein satiriker ausgedacht… erweiterter selbstmord.

Immer schön ins gehirnchen ficken lassen, immer schön die gefühle von jornalisten und anderen volxverhexern hochkochen lassen, immer schön diese lähmende und verdummende scheißangst machen lassen! So weitermachen! Ihr schafft das noch mit dem faschismus… 😦

Wie, rafft ihr es immer noch nicht. Gut, dann ganz kurz…

Selbstmord heißt: ich töte mich selbst. Dafür gibts eine menge möglichkeiten. Ich kann mich wie Enke vor den zug werfen, wenn ich unbedingt andere in mein persönliches zeugs reinreißen will, ich kann mich von einer brücke oder vom ihmezentrum stürzen, ich kann mich aufhängen, ich kann mir eine ordentliche menge billiges heroin in die vene pumpen, ich kann eine packung altmodischer barbiturate fressen und mit zwei flaschen wodka runterspülen. Die möglichkeiten, meinem scheißleben ein ende zu setzen, liegen überall herum. Wer ein auto hat, fährt einfach mit 180 in einen freundlich am straßenrand stehenden baum und ist tot, bevor das signal schmerz auch nur das gehirn erreichen kann. Und wer beim sterben eher ein bisschen erlebnisorientiert ist, frisst nur ein bisschen von dem überall am wasser waxenden gefleckten schierling (sieht sehr ähnlich aus wie schafgarbe, riecht aber irgendwie nach mäusepisse und hat einen kantigen stängel) und schaut danach seinem körper bei vollem bewusstsein beim herunterfahren zu und kann sich die etwas längere zeit des verreckens mit der interessanten frage beschäftigen, ob der tod wohl durch herzstillstand oder atemlähmung eintreten wird.

Ja, ich weiß, ich werde ein bisschen zynisch. Aber allen diesen selbstmordverfahren — und es gibt noch eine ganze menge mehr — ist eines gemeinsam: sie treffen den selbst, der sie anwendet. Deshalb heißt es ja auch „selbstmord“. Wenn man hingegen jemanden anders vorsätzlich und geplant umbringt, gibt es dafür auch ein schönes, klares und unmissverständliches wort, das den sachverhalt zutreffend beschreibt: „mord“.

Ein so genannter „selbstmordattentäter“, eine unterkategorie des „terroristen“, ist ein idjot, der so heiß auf möglichst viel mord ist, dass es ihm scheißegal ist, dass er selbst dabei draufgeht. Zu schade, in einer kriegführenden armee hätte er ein großer held mit posthum verliehenem orden und allen ehrungen werden können… :mrgreen:

Ein von jornalisten, p’litikern und anderen menschenverachtenden arschlöchern so genannter „erweiterter selbstmord“ ist von der tat eines so genannten „selbstmordattentäters“ in keinem einzigen punkt zu unterscheiden. So ein wort wird nur benutzt, um einen klaren massenmord nicht als klaren massenmord zu bezeichnen — zum beispiel, weil der mörder keinen arabischen namen hat und der massenmord deshalb propagandistisch nicht ausgebeutet werden kann.

(Ja, ich habe gelesen, dass ein mörderischer vollidjot mit einer selbstgebauten bombe eine veranstaltung in ansbach besuchen wollte und im eingangsbereich explodiert ist. Der war halt kein hellhäutiger pilot, sondern geduldeter syrer mit einer menge auf dem kerbholz. Ich weiß, wie das genannt werden wird, um möglichst viel gefügig machende scheißangst in die menschen zu streuen. Propaganda funkzjoniert, und zwar meist bei denen am besten, die davon überzeugt sind, dass sie die propaganda durchschauen, so dass sie niemals drauf reinfallen können. Hört auf, mit der psyche zu denken! Fangt an, das gehirnchen zu nutzen! Klarheit stellt sich schnell wieder ein. Wollt ihr nicht? Gut, dann viel spaß im faschismus! Baut euch schöne angstkammern und sperrt euch selbst in eurer „freiheit“ ein, ihr hirnstummel!)

ENDLICH! ENDLICH!!1! ENDLICH!!!elf!

Achtung, dieser text enthält aussagen über die zukunft. Überprüft es! Schaut nach, wie es sich in den nächsten tagen entwickelt! Ich halte es für so absehbar, dass ich es als gewissheit behandle und riskiere gern die mögliche lächerlichkeit, unrecht gehabt zu haben.

Endlich gibt es am jüngsten mordanschlag von münchen etwas, was anlass dazu werden könnte, extreme internetzzensur für jeden menschen sowie totale überwachung, von der BRD ausgegebene internetzausweise und dergleichen zu fordern. Das muss man ja immer einfordern, und wenn man das nicht macht, wisst schon, das ist ja alternativlos und schützt ein supergrundrecht, dann werdet ihr alle erschossen. Gerade BRD-kwalitätspolitiker mit innenministerjumshintergrund können sich so eine gelegenheit gar nicht entgehen lassen, und schon heute abend wird das losgehen.

Da jetzt schon in meinen ohren klingt, was ich die näxsten zweiundsiebzig stunden von diversen entrechtungsexperten, dachschadenverbänden und hilfshitlern aus den diversen BRD-kwalitätsdemokratievereinen (so genannte „parteien“) hören und lesen kann, klinke ich mich mal kurz aus und wünsche euch allen einen richtig schönen sonntag. Genießt den sommer, so lange es ihn noch gibt, und nehmt nicht eure überwachungswanzen mit in den hellen, warmen tag hinein!

Ach, ihr müsst pokémons fangen… nun gut, geht einfach verrecken und lasst euch mit euren wischofonen begraben, damit ihr nicht ganz so allein mit dem schmatzen der würmer seid! Die menschenrechte sind an euch eh verschwendet. Und das gehirnchen vermutlich auch. Wozu auch ein gehirnchen, wenn man so eine schöne psyche hat? Mich hätte gestern fast ein vollidjot totgefahren, der in seinem scheißauto mit dem händi rumgemacht hat und für mich sehr danach aussah, als finge er gerade ein pokémon ein. Das — und die gesamte damit verbundene knüppelgleiche dummheit — empfinde zumindest ich sehr viel bedrohlicher als jede möglichkeit, auch durch terror, amok oder ganz herkömmlichen mord sterben zu können. Dass ich mir nicht so leicht wie ihr die jeweils p’litisch gewünschte angst einjagen lasse, liegt vermutlich daran, dass ich seit zwei jahrzehnten überhaupt nicht mehr fernsehe. Ich empfehle das zur nachahmung.

Bitter!

Ist denn heises telepolis der letzte contentindustriell-jornalistische ort geworden, an dem noch jemand das recht verteidigt, seine meinung frei äußern zu können? [Sehr langer text…]

Unterdessen ist es zurzeit beim deutschsprachigen lösch- und fratzenbuch unter den sprachreinheitsfantasien unseres werten herrn bummsjustizministers Heiko Maas eine schnell gelöschte form der „hassrede“, wenn man in einem pohsting oder kommentar von einigermaßen sichtbarkeit reinschreibt, dass man ebendiesen herrn Maas für inkompetent hält. Willkommen in der DDR 2.0, und bedankt euch bei euren scheißjornalisten, die das überwiegend total toll finden!