Mit linux wär das nicht passiert…

…denn linux ist sicher und nicht anfällig. Außer, es gibt mal wieder ein „kleines problemchen“ wie das heutige:

Forscher der Universität California Riverside (UCR) haben ein Problem im Transmission Control Protocol (TCP) entdeckt, die alle Linuxe mit Kernel 3.6 und jünger und auch Android-Systeme betreffen soll.

Die Lücke ermögliche Angreifern den remote Zugriff auf die Internet-Kommunikation der Nutzer

Heilige scheiße! Natürlich ist auch TOR davon betroffen.

Schneller nachtrag: weil hier gerade jemand „wer hat denn noch so einen ollen 3.6er-kernel, das problem betrifft nur eine minderheit“ raunte. Die hervorhebung hier ist von mir:

[…] alle Linuxe mit Kernel 3.6 und jünger […]

Und „jünger“ ist das antonym zu „älter“.

Manchmal scheint die begeisterung für linux echt ein bisschen auf die allgemeine lesefähigkeit zu gehen… :mrgreen:

Security des tages

Na, hat hier jemand ein auto mit funkschloss, dass jeder aufmachen kann? Durchatmen! Das ist alles nicht so schlimm, sagt VW:

Man kenne das Problem, teilt Volkswagen auf Anfrage mit: Die „wissenschaftliche Arbeit“ von Kasper und Kollegen zeige, so der Wolfsburger Konzern, „dass die Sicherheitssysteme der bis zu 15 Jahren alten Fahrzeuge nicht das gleiche Sicherheitsniveau aufweisen wie beispielsweise unsere aktuellen Fahrzeuge“ wie der „aktuelle Golf, Tiguan, Touran, Passat etc.“. Die „aktuellen Fahrzeuggenerationen“ seien von dem geschilderten Problem „nicht betroffen!“.

Angesichts der tatsache, dass die tankwartfreundlichen rostbleche immer „smarter“ werden, finde ich diese ansage besonders hübsch. Autohersteller wie VW wollen offenbar mit sicherheitsproblemen in ihrem gehäcksel genau so umgehen wie es die wischofon-hersteller schon seit langem erfolgreich vormachen: mit einem verzicht auf jegliche sicherheitsaktualisierung und der aufforderung, sich einfach jedes jahr ein neues wischofon zuzulegen. Ach nee… jedes jahr ein neues auto zulegen. 😦

Hach, was freue ich mich schon auf die zeit, wenn die dinger auch noch „von alleine“ fahren. Das werden häcks! 👿

Ergänzende lektüre für jene, die ein haustürschloss haben, das man mit dem wischofon aufmachen kann, damit man auch ja nicht mehr in seine bude kommt, wenn die ganzen gesammelten taubsis den akku leergenuckelt haben:

Smart Home:
Bluetooth-Schlösser senden Passwort im Klartext

Auch weiterhin viel spaß mit den ganzen smartdingern von irgendwelchen unternehmen, die überhaupt keine erfahrung in kompjutersicherheit haben und nicht dazu bereit sind, kwalifizierte leute angemessen dafür zu bezahlen, dass das zeugs halbwegs sicher ist! (Selbst leute mit erfahrung können übrigens richtig gut verkacken.) Stellt euch das zeugs schön weiter mitten in euer leben! Könnt ja morgen die partei wählen, deren innenministerkandidat die implantazjon von überwachungstschipps fordert, damit ihr keine angst mehr haben müsst, ihr enthirnten vollhonks!