Yahoo des tages

Immerhin hat Marissa Mayer, obermotz_in von yahoo, wohl alles getan, was feminist_innen mit der forderung geschlechtlicher ungeleichbehandlung zur abschaffung des sexismus immer wieder einfordern. Und yahoo ist inzwischen sowas von im arsch, dass es vermutlich demnächst zum ramschpreis übern tisch gehen wird — trotz solcher yahoo-webseits wie flickr, wo etliche menschen sogar freiwillig geld für die nutzung bezahlen, so dass auch nach dem zusammenbruch des reklamemarktes noch ein geschäftsmodell da ist.

Tja, wo man die frage „XX oder XY im 23. kromosomenpaar“ für wichtiger nimmt als die frage nach fachlichen und intellektuellen fähigkeiten (und gleichzeitig die existenz von biologischen geschlechtern leugnet und bei erster sich bietender gelegenheit mal jemanden wie mich, der an der stelle genau so deutlich widerspricht, wie er einem kreazjonisten widersprechen würde, mit einem vorwurfsvollen schimpfwortschwall von vergewaltiger über nazi über kinderficker bis zum mörder überströmt), da ist die vernunft schon lange vorher kaputtgegangen. Eigentlich ist so ein gehirnchen ja viel zu schade zu wegwerfen…

„Reporter des jahres“ des tages

Was sind das eigentlich für gestalten, die von jornalisten für gute „investigative“ jornalisten gehalten und mit toll klingenden auszeichnungen ausgezeichnet werden? Solche gestalten sind das:

Der Enthüllungsreporter Mazher Mahmood, der sich brüstete, der „König der verdeckten Recherche zu sein“, ist vor Gericht als Betrüger entlarvt worden. Die Jury befand ihn und seinen Fahrer für schuldig, in dem Verfahren gegen die Sängerin Tulisa Contostavlos Beweismaterial gefälscht zu haben […] Mahmood wurde zwei Mal als Reporter des Jahres ausgezeichnet, obwohl sein Vorgehen wie seine Glaubwürdigkeit wiederholt in Frage standen

Auch weiterhin viel spaß mit den auswürfen einer contentindustrie, die vor allem den zweck der reklamevermarktung verpflichtet sind und nicht etwa irgendeiner tätigkeit mit anstand.

Stirb, jornalist, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Jürgen Todenhöfer des tages

Habt ihr ja mitbekommen, dass Jürgen Todenhöfer ein interwjuh in syrien geführt hat, das dann schnell als sehr unglaubwürdig bezeichnet wurde. Das wäre auch sehr schlecht für die laufende kriegsproapaganda der USA und ihren endlosen widerhall in den staats- und wirtschaftsmedien der BRD gewesen, wenn das glaubwürdig gewesen wäre und einen großen pressewiderhall gefunden hätte…

Nun, hier gibt es noch einen standpunkt, der das ganz anders sieht.

Kurz: nachrichten aus kriegsgebieten sind immer mit ganz großer vorsicht zu betrachten. Vor allem, wenn die beteiligten dort eine sprache sprechen, die es sehr schwierig macht, auch nur die einfachste überprüfung vorzunehmen. Egal, wer die kwelle ist. Auch, wenns die tagesschau ist. Niemals psychisch manipulieren lassen. (Und schon gar nicht durch das schreibtischtäterhafte geschreibe von scheißjornalisten!)

Ihr seid gegen TTIP?

Ihr seid gegen TTIP? Wisst ihr, was ihr seid? Angela Merkel, bummskanzlerin der bimbesrepublik täuschland, sagt es euch: ihr seid antiamerikanisch!

Und jetzt, wo euch das klar geworden ist, jubelt endlich über verhandlungen, die man besser vor euch (und sogar vor dem parlament, das am ende darüber abstimmen soll) geheimhält!!1!elf!!!

Übrigens: für ein handelsabkommen braucht man keine wirtschaftlich besetzten geheimgerichte. Dafür bedarf es nur einer gegenseitigen abmachung, worauf es sich bezieht, wann es in kraft tritt und wann oder warum es wieder außer kraft tritt. Nichts daran trägt das erfordernis der geheimhaltung in sich, und alle standpunkte in den verhandlungen werden nachvollziehbar sein. TTIP ist kein handelsabkommen. Auch dann nicht, wenn jeder scheißjornalist im brote von verlagsmilljardären es bei jeder gelegenheit als ein „handelsabkommen“ bezeichnet. Und TTIP tritt niemals außer kraft. Die leute, die gerade TTIP machen, sind staatskriminelle hochverräter. Und frau Angela Merkel steht auf ihrer seite.

Aber hej, das letzte p’litbarometer in der scheiß-tagesschau hat ja gezeigt, dass frau Merkel jetzt endlich wieder beliebter bei den leuten aus der deutschen demoskopischen republik wird… 😦

Börse vor acht

Und jedesmal, wenn ihr damit konfrontiert seid, dass in der staats- und in der wirtschaftsglotze so getan wird, als handele es sich beim casinobetrieb der börsen um etwas ganz ganz wichtiges und sogar um die eigentliche wirtschaft, solltet ihr euch an so etwas erinnern:

Google kauft Twitter nicht, Twitter-Aktie fällt 20 Prozent

Zwei Wochen lang hatten Übernahmephantasien Twitters Aktienskurs getrieben. Doch am Donnerstag rauschte die Aktie ab. Laut einem Bericht will Google nämlich Twitter gar nicht kaufen. Auch sonst lichtet sich das Feld angeblicher Interessenten

Dass das bloße ausstreuen von gerüchten und fantasien hinreichend ist, um den „börsenwert“ eines unternehmens ohne seriöses geschäftsmodell (und ohne andere produkzjonsanlagen als eine datenbank, ein paar sörver und ganz viel heiße luft) kurzfristig um zwanzig prozent höher sein zu lassen, macht dann auch gleich klar, was der zweck dieser wichtigtuerischen sendungen in staats- und wirtschaftsglotze ist. Und dann lacht drüber!