„Mit linux wär das nicht passiert“ des tages

Durch ein fatales Zusammenspiel mehrerer Komponenten können Angreifer offenbar leicht Schadcode in Fedora-Linux einschleusen. Das Opfer in spe muss lediglich eine verseuchte Webseite aufrufen, um sich einen Schädling einzufangen

Ist doch toll, dass endlich die bekwemlichkeit von windohs unter linux einkehrt. Tolle webbrauser, die dateien runterladen, ohne dass der benutzer es mitkriegt, damit er auch ja nicht umständlich einen speichern-unter-dialog beklicken muss; tolle indizierungsdienste, die dann irgendwann später die runtergeladenen dateien verarbeiten; tolle dateimanätscher, die vorschaubilder von allen möglichen dateitypen anzeigen und dafür ebenfalls die runtergeladenen dateien verarbeiten. Endlich kommt auch jeder vollhonk mit linux klar. Oder fühlt sich zumindest so, als ob er damit klarkäme, weil er einfach nicht mehr über irgendetwas nachdenken muss. Und auch jedes häckkind kommt ganz wunderbar klar:

Das war viel zu einfach. Es sollte nicht möglich sein, in ein paar Minuten einen ernstzunehmenden Speicherfehler in einer standardmäßigen Linux-Konfiguration zu finden. Auch wenn es mir schwer fällt, das zu sagen, aber das ist nicht die Art von Situation, die man bei einer Standardinstallation von Windows 10 vorfindet. Kann es sein, dass die Sicherheit von Linux auf Desktops verrottet ist?

:mrgreen:

Ja, das kann sein. Die frühere linux-sicherheit bestand immer auch darin, alles so einfach wie möglich zu halten, und das machen die großen linux-distriubtoren heute nicht mehr. Was als sicherheit übrig bleibt, ist die schlichte tatsache, dass linux trotz dieses griffes der großen distributoren nach dem massenmarkt immer noch so wenig verbreitet ist, dass sich aus der sicht der meisten einfachen kriminellen angriffe nicht lohnen. (Das argument gilt aber weder für geheimdienstlich interessante rechner noch für wirtschaftsspionahsche. Es gilt auch nicht)

Na ja, wer krohm als brauser benutzt, hat sowieso verloren. Leider kommt man manchmal nicht drumrum. Die vmware-vsphere-client-kacke lässt sich zum beispiel unter linux nur mit krohm bedienen. Da kommen gefühle wie aus den späten neunziger jahren auf, als es webseits gab, die nur mit einem bestimmten brauser richtig funkzjonierten! „Best viewed with internet exploiter 4.0 and a resolution of 800×600 pixels“. Wie schafft man das eigentlich heute noch, ein webfrontend so total zu verkacken, dass es nur mit einem einzigen kackbrauser läuft?! Das muss doch vorsatz sein. Vorsatz von vollidjoten. Löcher, aus denen gedanken wie „ich habe einen lieblingsbrauser, und ich zwinge dich jetzt, den zu benutzen“ herauskwellen. Ach!

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