Übrigens, liebe heise-jornalisten…

Übrigens, liebe heise-jornalisten, ihr habt doch hoffentlich verständnis dafür, dass ich es mir das nicht antue, wenn ihr mir statt eines artikels ein video andrehen wollt, in dem ich ein paar minuten lang einen sprechenden kopf sehen kann, der mir — begleitet von wenig aussagekräftigen und weitgehend erwartungsgemäßen bildern — den artikel vom teleprompter vorliest. Beim lesen kann ich nämlich das unwichtige und nicht-interessierende einfach überfliegen. Ich nehme an, ihr, liebe heise-jornalisten aus der karl-wiechert-allee, ihr bevorzugt auch festplatten oder SSDs vor magnetbandspeichern. Warum bevorzugt ihr die? Klar, weil ein wahlfreier zugriff erhebliche vorteile gegenüber einen sekwenzjellen zugriff hat. Und genau darin besteht für einen alfabetisierten menschlichen leser auch der unterschied zwischen einem text und einem videofilmchen…

Ach, die bedürfnisse eurer leser interessieren euch gar nicht? Ihr macht das nur, um ihnen die reklame unterzujubeln, die viele im text nicht mehr sehen? Und um sie zu gängeln, dass sie sicherheitseinstellungen ihres webbrausers lockern und javascript für euch aktivieren müssen? Na, dann geht mal gepflegt verrecken, wenn euch eure leser nicht interessieren! Idjoten! Hirnstummel! Jornalisten!!1!

„First world problem solution“ des tages

Berliner Wissenschaftlerin Nicola Swietkowiak will, dass Meeressäuger in Gefangenschaft mit den Artgenossen in Freiheit kommunizieren – via Internet

Nun, man könnte die tümmler auch einfach mal freilassen, wenn man sich nicht mehr mitanschauen kann, wie sie unter ihrer gefangenschaft leiden…

S/M des tages

Die Türkei ermittelt gegen rund 10.000 Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter wegen des Verdachts der Unterstützung des Terrorismus. Mehr als 1600 Personen seien in den vergangenen sechs Monaten festgenommen worden, teilte das Innenministerium am Samstag mit

Unterstützung des „terrorismus“ wirds im zweifelsfall auch sein, die gegenwärtige regierung oder gar den werten präsidenten der türkei zu kritisieren.