Spracheingabe des tages

Ach, lest es mal bei Fefe weiter! Aber keine getränke im mund! 😀

Ich wünsche euch bürgern der idiocracy auch weiterhin viel spaß beim bekwemen einkaufen!

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Eine Antwort zu “Spracheingabe des tages

  1. Zu befürchten ist, dass der Gesetzgeber mittelfristig die leichtfertigen Bestellungen solcher Automaten zu rechtsverbindlichen Willenserklärungen der Besitzer hochstilisiert, in dem Glauben, damit „Wirtschaft“ zu fördern. (Genau genommen, wird die Wirtschaft der betroffenen Haushalte damit geschädigt, aber das Bruttoinlandsprodukt wird durch solche Auftragssimulationen erhöht.)
    In der Gesetzesbegründung würde dann sicherlich argumentiert werden, dass es in der Sorgfaltspflicht der Besitzer solcher Bestellautomaten läge, Missverständnisse auszuschließen, und dass bereits die Anschaffung solcher Dinger die grundsätzliche Absicht kundtue, sie für Bestellungen zu nutzen. Oder die Politik überlässt die Prüfung, ob eine willentliche Nutzung bei den Zwangsbeglückungen, die mit Smartphones regelmäßig daherkommen, noch realistisch angenommen werden kann, den Gerichten.
    Das Gegenteil bietet aber auch keinen Schutz: Das Schreckgespenst der Händler sind Leute, die einfach sagen „Ich war’s nicht“ und damit durchkommen. Wenn der Auftragnehmer die Beweislast hinsichtlich der Auftragserteilung zu tragen hat und „das Gerät hat’s so gehört“ kein hinreichendes Argument ist, dann wird das Gerät schon aus Nachweisgründen so entworfen werden, dass es nicht nur das dekodierte Kommando außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten des Besitzers speichern, sondern auch weiteren Kontext, in der Hoffung, dass dies im Streitfall die Identifikation des Kommandogebers erleichtert. Also ausgiebige Bespitzelung des Kunden mit unausweichlichem Missbrauch der Daten.
    „Geschäfte per Sprachsteuerung“ bringen in jedem Fall Ärger und Rechtsunsicherheit. Ich kann nur hoffen, dass sich solche Funktionen auf dem Markt nicht durchsetzen werden und genügend negative Presse kriegen, dass die Regulierungsbehörden einschreiten und verbieten, dass solche Funktionen überhaupt dauerhaft oder unkontrolliert aktiv sein dürfen.
    Das Vernünftigste ist natürlich, die Smartheit für sich selbst zu behalten.

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