Und noch eine datenschleuder

Die elbfilharmonie in hamburg hat ein paar daten veröffentlicht:

Aufgrund einer Schwachstelle konnte im Grunde jedermann auf bereits gekaufte Tickets zugreifen und diese einfach herunterladen. Die Elbphilharmonie prüft derzeit, ob und wie oft das passiert ist

Aber wollen wir mal froh sein, dass die elbfilharmonie inzwischen eröffnet wurde… :mrgreen:

Und angesichts der tatsache, dass jede, jeder und jedes bewohner*in hamburgs da einige hundert øre seiner steuergelder drin versenkt hat, während auch in hamburg die schulen vor sich hin verschimmeln und zeugnis davon ablegen, worauf es der p’litkaste in der BRD wirklich ankommt, ists doch nur gerecht, dass es die eintrittskarten kostenlos gibt. 😈

Und nein, die grob fahrlässige datenschleuderei — völlig offen veröffentlichte eintrittskarten, die ohne besonderes häcking und ohne vertiefte kenntnisse von jedermann und jedefrud durch ändern von URI-paramtern runtergeladen werden können — wird keinerlei konsekwenzen haben. Insbesondere wird es nicht zu einer haftung gegenüber menschen kommen, die eine der von der elbfilharmonie durch programmierpfusch selbst ausgegebenen, doppelten eintrittskarten für viel geld (gern auch mehr als tausend øre, ist ja was fürs volk) irgendwo gekauft haben. Sind ja nicht diese gefährlichen fäjhknjuhs, die man so sehr mit allen mitteln bekämpfen muss, und sei es, dass man scheiß-aufs-grundgeschwätz eine zensur durchsetzt; es ist ja nur die ganz normale scheiß-auf-die-kunden-verantwortungslosigkeit beim betreiben von geschäften im internet. Wer davon betroffen ist, bleibt in der BRD immer auf seinem schaden sitzen. Denn sonst „wird“ die BRD noch zum digitalen entwicklungsland, und das wollen wir doch nicht:mrgreen:

Ach ja, eines noch: programmiert wurde das übrigens von denen hier:

Als inhabergeführte Softwaremanufaktur entwickelt spiritec ein breit gefächertes Angebot an hochwertigen Softwarelösungen und maßgeschneiderten Produkten

Weia, „manufaktur“. Ich will mal hoffen, dass die in wirklichkeit modernere produkzjonsverfahren als spätmittelalterliche handarbeitsteilung haben, so irgendwas mit tastaturen, kompjutern und datenbanken. Hirnlösendes reklamegeschwätz von euren feinden, den reklameheinis! (Immerhin haben sie nicht „manufactur“ geschrieben, um es noch „hipper“ aussehen zu lassen…)

Aber was ich eigentlich sagen will: Die scheinen ja geradezu ein abo auf projekte mit dummer staatskohle abgeschlossen zu haben! Vermutlich haben sie gute freunde in p’litik und verwaltung, denen sie öfter mal ein küsschen geben. Oder auch zwei. :mrgreen:

(Davon, dass diese webhonks auf ihrer tollen unternehmenswebseit keine altmodischen links mehr setzen und dass man deshalb ohne javascript nix mehr wirksam anklicken kann, will ich gar nicht erst anfangen. Die machen bestimmt auch barrjerefrei und sicherheit und blahblahblah… lieber insolvenzverwalter, walte deines amtes!)

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