Datenschleuder des tages

Erstmal zur aufheiterung ein paar weise worte eines weisen p’litikers:

Der bisher gültige Grundsatz, dass Datensparsamkeit das Übermaß der Dinge ist, der hat sich überholt, der muss weg. Datenreichtum muss der Maßstab sein, nach dem wir unsere Politik ausrichten

Alexander Doofrindt, bummsdatenautobahnminister

So, jetzt zum richtigen kram:

Tja, wenn so eine niederträchtige, menschenfeindliche, unterdrückerfreundliche kräcking- und überwachungsklitsche wie „cellebrite“ auf einmal selbst zu den gekräckten und überwachten zählt, denen jemand sportliche neunhundert gigabyte daten abgezogen hat, dann kann mich diese meldung nicht traurig stimmen. 😀

Das ist von der datenmenge her nicht wirklich kleinkram, da dauert die bloße datenübertragung beim abziehen schon ihre zeit. (Deutlich länger als das herunterladen eines HD-filmes.) Offenbar gab es kein monitoring, in dem das aufgefallen ist. Und das bei einer klitsche, die schadsoftwäjhr an staaten verkauft. Na ja, staatliches geld wird ja auch eher selten intelligent ausgegeben.

Übrigens: 900 gigabyte… was zum henker! Selbst eine recht aufgeplusterte datenbank für ein paar milljonen kunden mit jeweils sehr vielen geschäftsvorfällen kommt höchstens auf ein paar hundert megabyte. Und diese klitsche hat ganz sicher keine paar milljonen kunden. Gar nicht auszudenken, wenn die die ganzen von den händis abgezogenen daten da irgendwo auf einen übers internetz zugänglichen rechner gelagert hätten! Schade, dass das Zeug bei der scheißpresse liegt und nicht irgendwo zum freien daunlohd, so dass davon auszugehen ist, dass keine wirklich interessanten einzelheiten bekannt werden.

Hej, ihr ganzen überwachten, habt ihr euch eigentlich schon einmal gefragt, was mit euren ganzen überwachungsdaten passiert? Ach, ihr vertraut? Und denken ist so anstrengend? Na, dann ist ja alles gut! Ihr seid großartige idjoten! Und glaubt schön weiter an den datenschutz, der euch überall versprochen wird! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Und hej, heise, deine autoren werden auch immer ungenießbarer: erstens hat „cellebrite“ keinen „datenverlust“, die daten sind noch da und wurden „nur“ von jemanden kopiert, und zweitens handelt es sich nicht um häcker, sondern um kräcker. Weia! Werd doch zur kompjuterbild mit schlips, heise onlein!

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