Wort des tages

Unverständnis über die große politische und mediale Aufmerksamkeit für Social Bots äußerte Linus Neumann vom Chaos Computer Club. Angesichts der dünnen Faktenlage hält Neumann die Rufe nach einer Kennzeichnungspflicht für „massiv überzogen“. Nicht Bots seien das Problem, sondern der Vertrauensverlust der Bürger in Politik und Medien. Zwar könnten Bots fremdenfeindliche Tendenzen verstärken, dies sei aber aufgrund der geringen Nutzerzahlen von Twitter in Deutschland zu vernachlässigen. Wahlmanipulation befürchtet er nicht. Privatfernsehen, Bild-Zeitung und lügende Innenminister würden die Menschen viel eher politisch beeinflussen, so Neumann im Ausschuss

Bwahahahaha!

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5 Antworten zu “Wort des tages

  1. Soso. Die Experten. Experten für was? Zwitter? LOOOOOL!!!11
    Etwa solche Experten:

    […]„Dumm wählt gut.“ oder wählt garnicht, was ja auch gut für die „immer weiter so Fraktion“ ist.[…]

    Und wenn die Leute dann, aufgrund solcher Anfeindungen die AfD wählen, dann fühlt man sich auch noch bestätigt – nur Dumme wählen schließlich AfD – inneres Immunisieren ein voller Erfolg.
    Dabei sind es doch gerade diese Leute, die das „immer weiter so“ mit ihrem Wahlschauspiel zementieren. Und. Dieser Kommentar könnte auch von einem Bot sein – abgedroschene Phrasen kann mittlerweile jede Maschine.

    Das überhaupt jemand Microblogging mit Experten in Verbindung bringt – demnächst werden auch Diplomarbeiten in 140 Zeichen erlaubt *rofl*
    Arme Welt, wenn man jetzt schon Experten für solch einen Scheiß braucht – das Microblogging passt aber bestens zur Politik und den tollen Slogans zur Wahl. Mehr Zeichen haben die auch nur selten.

    Netzpolitik LOL Die springen ja auch auf alles an, was irgendwie mit Internet und ihrem Spielzeug zu tun hat.

    • LOL
      Noch ein toller Kommentar vom Spezialexperten:

      Das Fazit sagt doch nur aus, dass es keine stichhaltigen Belege für die Beeinflussung durch Bots gibt und daher eine vorschnelle Regulierung purer Aktionismus wäre. Die Aufgabe, Belege für die Beeinflussung durch Bots zu finden, könnte selbstverständlich gut durch Linguisten und (Sozial-)Psychologen übernommen werden.

      Das Fazit sagt doch nur aus, dass es keine stichhaltigen Belege für die Beeinflussung durch Texte, Bilder und Videos – kurzum durch Sprache gibt. Deshalb ist es auch völlig unsinnig Roboter auch als solche kennzeichnen zu müssen. Sollen doch erst mal die Psychologen und Linguisten Belegen, dass Sprache manipuliert und das auch automatisiert geschehen kann. Die ganzen automatisierten Radio- und TV-Sender machen so etwas doch auch nicht!1!1!1!1!

      *rofl*

  2. Achso. Meine Meinung. Eine Kennzeichnungspflicht ist nicht „massiv überzogen“, sondern das wäre für mich überhaupt noch annehmbar in sozialen Netzwerken solche Programme überhaupt zuzulassen. Aber hey – sozial ist es ja bei Nerd-Experten, wenn dich ein Programm anlabert und zutextet, das du gar nicht als solches erkennen kannst. m(

  3. […]Nicht Bots seien das Problem, sondern der Vertrauensverlust der Bürger in Politik und Medien. Zwar könnten Bots fremdenfeindliche Tendenzen verstärken, dies sei aber aufgrund der geringen Nutzerzahlen von Twitter in Deutschland zu vernachlässigen. Wahlmanipulation befürchtet er nicht. Privatfernsehen, Bild-Zeitung und lügende Innenminister würden die Menschen viel eher politisch beeinflussen, so Neumann im Ausschuss.[…]

    1. Dieser Vertrauensverlust ist ziemlich das einzig gute was das Internet in Bezug zu diesen Medien und der Politik gebracht hat. Das soll wohl suggerieren, das es ausreicht dieses Vertrauen wieder herzustellen. (*)
    2. Die geringen Nutzerzahlen sind irrelevant, wenn „Bots fremdenfeindliche Tendenzen verstärken [können]“, denn jede einzelne Person die dadurch leidet und / oder zu schaden kommt ist relevant – oder sind das dann bedauernswerte Kollateralschäden?
    3. Das es in der BRDDR schon echte Wahlmanipulationen gab, das hat er wohl nur nicht mitbekommen. Mal davon abgesehen, dass das Wort Wahlmanipulation im Zusammenhang mit Bots selbst schon eine Manipulation ist, denn diese Bots manipulieren nicht die Wahl, also die Anzahl der zur Verfügung stehenden Parteien und grenzen die Wahl auch nicht auf ein paar davon ein, oder fälscht die abgegebenen Stimmen. Sie manipulieren aber Meinungen und Gedanken, was zu einem veränderten Wahlergebnis führen kann, und da gebe ich ihm sogar recht, diese Manipulation gibt es schon seit es Wahlen gibt, nur nicht auf so hohem technischen Niveau.
    4. Den ÖRR hat er nur gaaanz zufällig gar nicht erwähnt(?), sondern nur die Privaten (Bild gehört zu den Privaten), sowie lügende Innenminister und nicht etwa Politiker im Allgemeinen. Ob Maulhure oder nicht, bewusst oder unterbewusst, ein Etatist wie er im Buche steht. Aber was will man schon von jemandem erwarten, der in Ausschüsse geht – vielleicht ein großes Ego und eine wie auch immer empfundene Nützlichkeit.

    (*)

    Was das Geschreibsel von mir nun bringt und warum ich das überhaupt mache, darauf habe ich selbst im Moment auch keine zufriedenstellende Antwort, aber vielleicht ist es ja die Hoffnung, die sich gerade mal wieder blicken lässt….

    In diesem Sinne – gute Nacht.

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