Da ist geld, ab in die flammen damit…

60 Millionen Euro gab die Bundesagentur für Arbeit für eine Software aus, die 14 verschiedene Anwendungen bündeln sollte. Nun stellt die Behörde fest: Das System funktioniert nicht

Woran scheitert es? Vermutlich scheitert es daran, dass die programmierer bei der bundesagentur für arbeit in ihrem mutmaßlich von der bundesagentur für arbeit erteilten SQL-kurs noch kein UPDATE hatten und deshalb keine möglichkeit gesehen haben, dem anwender eine datenbearbeitung zu ermöglichen:

Es habe sich gezeigt, das nachträgliche Änderungen, etwa die Korrektur einer Kontonummer, in dem System nicht möglich seien. Um eine solche Angabe dennoch korrigieren zu können, habe man sämtlich Leistungs- und Vermittlungsdaten in das System neu eingeben müssen

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Welcher zertifizierte spezjalexperte (name, vorname, geburtsdatum) hat da das projektmänätschment gemacht?

Waren ja auch nur sechzig milljönchen, die für so einen erbärmlichen schrott verbrannt wurden. Haftet ja auch niemand für. Das geld holt man einfach wieder rein, indem man es einspart. Zum beispiel, indem man hartz-IV-empfänger mit willkürlichen schikanen in den freitod treibt. Wo ist also das problem? :mrgreen:

Was der jornalist verschweigt, ist, um was für ein „großprojekt“ es sich dabei gehandelt hat. Hier mal eine kleine präsentation für jornalisten und die interessierte öffentlichkeit, und zur absicherung gegen durch löschung verursachte datenarmut hier noch eine lokale sicherheitskopie davon.

Achtung, vor dem weiterlesen getränke aus dem mund entfernen!

Immer daran denken: Heute benötigt der mitarbeiter viele IT verfahren [sic! Deppen leer zeichen!], mit medienbrüchen und oberflächengestaltungen. (Seite 4 der BA-internen präsentazjon.) Bwahahahaha! Die staatlich entlohnten hartz-IV-kwäler bei der BA sind damit überfordert, wenn sie mehr als eine anwendung benutzen müssen, und deshalb sollte eine eierlegende wollmilchsau geproggt werden (anstatt etwa einer vernünftigen schnittstelle zwischen den bestehenden fachanwendungen, die die arbeit mit diesem gewaxenen kaos erleichtert, fehlerkwellen reduziert und die man schön nach und nach implementieren und schrittweise ausrollen kann, um früh schwächen zu entdecken)! Nachdem ich das gesehen habe, braucht mir niemand mehr das pflichtenheft zuzustecken. Dieser fisch stinkt von dem kopfe her, der solche tollen ideen ausbrütet und solche entscheidungen trifft.

(Wenn doch jemand ein mutmaßlich dickes, aufgeblähtes und für programmierer letztlich unbrauchbares pflichtenheft rumliegen hat, bevorzugt als PDF: ich freue mich drüber. Wenn da irgendwo ein paar kwelltexte auf einem CVS-sörver lumlungern, die auf einen checkout warten, freue ich mich darüber genau so. Es gibt ja eine menge sharehoster. Aber kümmer dich bitte selbst darum, dass man dich nicht identifizieren kann, denn ich werde das hier genau so bringen. Und wenn du mehr aufmerksamkeit brauchst, steck es Fefe, der freut sich auch. Ich bin mir sehr sicher, dass im pflichtenheft nicht drinsteht, dass man daten auch mal bearbeiten können muss, denn dieses kleine funkzjonsmerkmal ist doch — trotz der fachlichen anforderungen an dokumentazjonspflicht und völliger nachvollziehbarkeit des gesamten verwaltungsvorganges mit allen altdaten — ziemlich trivial…)

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Eine Antwort zu “Da ist geld, ab in die flammen damit…

  1. Pingback: Froschs Blog: » Im Netz aufgefischt #304

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