Wissenschaft des tages

Die beobachtete „dunkle energie“, die dazu zu führen scheint, dass sich das universum aus zurzeit unbekannten gründen beschleunigt ausbreitet, könnte ein artefakt der gegenwärtigen hypotesenbildung und beobachtungstechnik sein und folglich gar nicht existieren. Die kosmologie geht davon aus, dass die materje im universum auf hinreichend großem maßstab gleichverteilt ist, in wirklichkeit ist es jedoch (aus gründen, die auch noch nicht bekannt sind, sich aber durch eine fase der kosmischen inflatzjon unmittelbar nach dem urknall zumindest erklären lassen) eine großräumig klumpige anordnung mit riesigen leerräumen. Eine kleine kompjutersimulazjon hat gezeigt, dass es in einem derartigen universum je nach dichte des raumes zu stark unterschiedlichen ausdehnungsgeschwindigkeiten kommt, während der durchschnitt dem teoretisch erwarteten wert entspricht.

Carl Sagan hat ja mal gesagt, dass sich der teppich in jedem astronomischen institut wellen müsste, wegen der vielen ungereimtheiten, die man darunter gekehrt hat… 😀

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9 Antworten zu “Wissenschaft des tages

  1. Die Zweifel sind nicht neu. Ich erinnere mich dunkel an eine Zusammenfassung, wonach jemand ausgerechnet hat, dass inmitten eines der riesigen Leerräume das Universum um einige Milliarden Jahre älter erscheinen müsse. Das scheint in die gleiche Kerbe zu schlagen.

    Verstehen werde ich das aber erst, wenn ich es selber ausrechnen kann.

    • Seit ich das erste mal von der scheinbar beschleunigten ausdehnung des universums gehört habe, bin ich von dem tema fasziniert. Es liegt ja eine alles in allem für unsere maßstäbe ganz brauchbare fysikalische teorie vor, die einem zwar matematisch betrachtet das gruseln lehrt (als ich mal gesehen habe, wie einer unendlich von unendlich abgezogen hat, um dann mit einem endlichen wert weiterzurechnen, habe ich mich ausgeklinkt und leichterer lektüre zugewandt), aber die dabei mit vier kraftwirkungen sehr gut und massenhaft auf viele dezimalstellen verifiziert den beobachtbaren kosmos im messbaren kleinen und im sichtbaren großen beschreibt.

      In dieser beschreibung ist nichts, was den eindruck erweckt, dass platz für eine fünfte kraft wäre. Ihr einziges problem liegt in der sich nur sehr widerspenstig in ein einheitliches modell einzufügenden schwerkraft (da werden wohl bis zum durchbruch noch ein paar nobelpreise fällig), was zu teoriebildungen geführt hat, die ich gern als esoterisch verunglimpfe – definitionsgemäß nicht erfahrbare „strings“ oder „branes“ in dimensjonen, die so gefaltet wurden, dass ebenfalls keine messmöglichkeit für uns gegeben ist, erklären in meinen augen genau so viel wie die annahme eines schöpfergottes, der den kosmos nun einmal so gemacht hat, wie wir ihn wahrnehmen, weil er ihn so gemacht hat. Dieser esoterische karakter der gegenwärtigen fysikalischen teoriebildung kann sich natürlich einmal ändern… zum beispiel, wenn neue beobachtungen eine anpassung des weltbildes erfordern. Vielleicht gelingt dann sogar eine beschreibung der gravitazjon, die über Einsteins recht geometrische (und relativ leicht auffassbare) beschreibung hinausgeht.

      Ich wäre tatsächlich ein bisschen froh, wenn sich die „dunkle energie“ als artefakt eines anderen, mit jetzigen mitteln beschreibbaren effektes herausstellte. Vermutlich werde ich eine endgültige klärung aber nicht mehr erleben — und wenn ich pech habe, erlebe ich die nicht mehr, weil ein zu großer teil der menschheit mit der psyche statt mit dem großhirn denkt und mir deshalb eine atombombe auf den kopf fällt.

      Für das andere große rätsel der kosmologen, die „dunkle materie“, wird sich vermutlich irgendwann einmal eine konfiguration von atomkernbestandteilen finden, die zwar masse hat, aber nicht oder nur sehr wenig auf anderem weg als über die gravitazjon wexelwirkt. Vermutlich ist sogar ein bisschen davon hier auf der erde, man müsste es nur finden… was sehr schwierig werden wird.

      Vielleicht wird jenen, die freude am verstehen haben, sogar die klumpige struktur des universums irgendwann einmal eine hilfe — denn wenn es eine fase der überlichtschnellen ausbreitung gab, dann könnte es sich um einen stark vergrößerten nachhall von strukturen handeln, die im heutigen universum wegen der lästigen unschärferelazjon nicht mehr messbar sind. Aber diese idee ist zugegebenermaßen eine spinnerei von mir, die ich gar nicht richtig durchdenken will… 😉

  2. […]Carl Sagan hat ja mal gesagt, dass sich der teppich in jedem astronomischen institut wellen müsste, wegen der vielen ungereimtheiten, die man darunter gekehrt hat[…]

    Dass Hubble selbst größter Kritiker seiner eigenen These des so genannten Doppler-Effekts wurde, das will heute keiner mehr hören.
    Für mich pers. hat sich die Urknalltheorie nur deshalb durchgesetzt, weil sie mit dem Hirngespinst der römischen Kirche konform ging und den Schöpfungsmythos nicht ausschloss, sondern gerade noch unterstrich und stützte. Wenn es einen Urknall gegeben hat, dann muss da auch etwas oder jemand gewesen sein, der diesen knall initiierte bzw. entzündete.

    Aber hey. Ich bin kein Mathegenie – deshalb kann ich da auch nicht tagelang Formeln umstellen und allerlei hypothetisches dran basteln, damit es irgend wann aufgeht, dann aber immer noch nichts über die wirklichen Existenz außerhalb der mathematischen Virtualität aussagt.

    Selbst der Lesch gab hin und wieder (z.B. bei Alpha Centauri) zu, dass er im Grunde nichts weiß z.B. über sein theoretisches Fachgebiet, die schwarzen Löcher – niemand weiß das. Und erzähl mir nichts von beobachteten schwarzen Löchern.

    • Eins noch. Einstein war ja selbst auch in dieser Richtung religiös – „Gott würfelt nicht!“

    • Apropos schwarze Löcher.

      Supercomputer in Deutschland und USA sollen Schwarzes Loch abbilden

      […]Anstatt zu versuchen, das Phänomen selbst zu fotografieren, was (zumindest derzeit) einfach physikalisch unmöglich ist, soll probiert werden, das Licht einzufangen, das am Horizont eines Schwarzen Loches von der Schwerkraft verzerrt und gebogen wird. Beteiligt ist unter anderem auch das Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Konkret im Visier der Forscher steht Sagittarius A* als supermassereiches Schwarzes Loch. Aufgrund von Beobachtungen der umliegenden Sterne und deren Umlaufbahnen geht die Wissenschaft derzeit davon aus, dass Sagittarius A* so viel Masse aufweist wie 4,3 Millionen Sonnen. Darüber hinaus sollen aber noch fünf weitere Schwarze Löcher abgebildet werden.[…]

      HaHa!
      Also auf jedem Bild von einer Galaxie das ich gesehen habe (und keine Simulationen bzw. CGI waren), auch Bilder vom Hubble-Teleskop, und auch das Zentrum der Galaxie zeigte, war da nie irgend ein schwarzer Fleck zu sehen, sondern es ist immer ultra-hell im Zentrum. Wenn da wirklich solch ein schwarzes Loch wäre, was alles verschluckt, sogar das Licht nicht mehr raus kommt, dann müsste man doch zumindest einen schwarzen Fleck im Zentrum sehen!? Nichts, nada!

      Ich bin ja mal gespannt, was sie nun wieder präsentieren werden 😀

      • Achso. Supercomputer sollen es jetzt richten. Klar glaube ich das dann auch auf Anhieb, wenn Computer im spiel sind LOL

        Irgend wann ist es so weit (wenn das nicht schon geschieht) und es ist wie im Film „The Running Man“ mit der „traveling mat“ und die Medien machen ihre Bilder einfach selbst, mit Supercomputer^^. Dann kann auch niemand mehr entlarven, wenn z.B. die ÖRR-Nachrichten alte Aufnahmen als neue „verkaufen“ – die werden dann einfach, speziell für jeden Hirnfick neu erstellt.

        Schöne neue Welt – Computer sind das schlimmste Übel aller Zeiten.

      • Schau mal hier: http://hubblesite.org/image/2629/news/54-galactic-center-survey

        Angeblich eins der „most detailed views ever of our galaxy’s mysterious core.“

        Selbst mit verschiedenen Wellenlängen angefertigt, kann ich da kein einziges Anzeichen von einem schwarzen Loch sehen.
        „Note that the center of the galaxy is located within the bright white region to the right of and just below the middle of the image.“

        „bright white region“ – ultra-hell – nix Loch – selbst mit maximaler Vergrößerung.

  3. […]In 1925, the astronomer Edward Hubble fundamentally changed our understanding of the cosmos when he proved that the universe is expanding. […]

    Blah… Blah….. Der arme Hubble rotiert bestimmt im Grab.

    Das ist typisch, diese verkürzte Darstellung und kommt quasi einer Lüge gleich. TzTz – Denen soll man irgend etwas glauben?

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