Neues vom ihmezentrum…

Der Umbau wird so nachhaltig wie möglich gestaltet. Eines der ausführenden Unternehmen ist Umbau Hannover – der Ökobaumarkt aus Linden

Bwahahahaha!

Wer nicht aus hannover kommt und diesen von gnadenloser tristess erfüllten, betongewordenen schrotthaufen zwischen ihme und blumenauer straße nicht kennt: es handelt sich um diese licht- und lebensverachtende monstrosität aus den siebziger jahren, und an der 2014 fotografierten stelle sieht es jetzt — wenn man einmal vom inzwischen dort hingestellten bücherschrank absieht — genau so übel aus wie vor drei jahren. Nur der zerfall der bausubstanz ist während der jahre noch ein bisschen weiter fortgeschritten. (Immerhin wurde der weg parallel zur ihme inzwischen neu gemacht, falls dort mal jemand neben dem wuchtigen beton lustwandeln mag oder seine suizidabsichten pflegen möchte.)

Übrigens: das kotzende einhorn stellt gerade heute, passend zu dieser PR-scheiße, eine tematisch gut passende sammlung trüber fotos für freunde des rohen betons vor. Antidepressiv wirkende medikamente bitte vor dem klick einnehmen!

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Eine Antwort zu “Neues vom ihmezentrum…

  1. Vielleicht hilft es, das Ganze fiktiv in einen größeren Kontext zu setzen. Etwa in Form einer Kurzgeschichte. Hier der Entwurf eines Anfangs:

    In einer völlig anderen Zeit, genau genommen in einem anderen Universum, lebte ein einsamer Lästerer, der im Allgemeinen Sinnvolles von sich gab. Der Kürze halber wurde er von seinen Zeitgenossen Elias genannt.

    Er lebte in einer alt gewordenen Galaxis namens Ihme. Deren Zentrum war vom Zahn und Ungeist der Zeit gezeichnet: Marodierende Kollapsare in trostlosem Vakuum bestimmten das Bild.

    Beinahe so alt wie die Galaxis war ihre Entwicklungsbehörde. Raumstückspreise waren zu wichtig, als dass man das Entstehen und Vergehen der Sterne einem unregulierten Universum überlassen konnte. Und so begab es sich, dass die Entwicklungsbehörde Pläne aus der Privatwirtschaft aufgriff, deren Gegenstand war, das Ihmezentrum wieder zu einem aktiven Kern der Galaxis zu machen.

    Die Präsentation war verheißungsvoll. Die Galaxis würde wieder strahlen, heller als viele andere. Sterne und Welten würden rund um das Zentrum entstehen. In den nachfolgenden Äonen würden Leben und Wohlstand einkehren. Und die Entwicklungsbehörde könnte sich das als eigenen Verdienst zuschreiben.

    Elias lebte in der Nähe des Zentrums. Für ihn war Entwicklung weniger mit Wohlstand als mit Elend assoziiert, und mehr Elend wollte er eigentlich nicht erleben. Er stellte die naheliegende Frage, was denn mit den gegenwärtigen Welten nahe beim Zentrum geschehen würde. Er stellte sie einer Mitarbeiterin der Entwicklungsbehörde, als diese ihn wegen unortsgemäßer Lästerei aus der Umgebung des Behördensitzes entfernen lassen wollte.

    „Glücklicherweise größtenteils irrelevant“ war die Antwort. Die Welten waren überwiegend tot. Die Bevölkerung des belebten Restes konnte man in zwei Klassen einteilen: Diejenigen, die es sich leisten konnten, umzusiedeln, und die anderen, deren Existenz für das Image der Entwicklungsbehörde ohnehin nicht förderlich war. Raumstückseignern würde man Ersatz anbieten.

    Wenn also die Jets des geplanten Zentrums die Welten ganzer Raumwinkel in Plasma verwandeln würden, sei das ein Vorsorgeproblem, das man der Eigeninitiative der Betroffenen überlassen sollte. Schließlich wäre es generell keine gute Idee, Bedürftigen zu helfen. Am Ende hätte man damit eine Bevölkerungsgruppe undankbarer, unselbständiger, unnützer Kreaturen herangezüchtet, die ständig Forderungen stellten, aber für größere Dinge weder Sympathie noch Unterstützung aufbrächten.

    „Sie meinen Staatsbedienstete?“ fragte Elias.
    „Wir wissen, wovon wir reden. Und nun verschwinden Sie bitte.“ war die Antwort.

    Wie es weiter geht und ob es ein Happy End gibt oder mit dem Urknall des hiesigen Universums endet, ist der Phantasie derjenigen überlassen, die das weiterspinnen.

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