Wischofon des tages

Stellt euch mal vor, ihr habt ein wischofon, bekommt eine neue versjon des betrübssystemes und auf einmal ist die wischofon-äpp, mit der ihr telefoniert, durch eine obskure äpp von einem dritthersteller ersetzt worden, der auf eure privatsfäre scheißt:

Ich habe mich gestern darüber gefreut, dass wileyfox eine aktualisierung auf eine neue versjon von ändräut zur verfügung stellt, und ich habe nicht lange gezögert, diese aktualisierung zu installieren. Sorgen, dass die hardwäjhr nicht für das neue system geeignet ist, erwiesen sich als unbegründet, und alles schien gut zu funkzjonieren. Aber als mir auffiel, dass der ‚dialer‘ sich nun selbst als ‚truecaller‘ bezeichnete — etwas, von dem ich noch nie gehört hatte, tatsächlich wusste ich noch nicht einmal, dass der ‚dialer‘ eine äpp ist — kam ein schlimmer verdacht in mir auf: ist ein teil der kernfunkzjonen meines telefones jetzt über die äpp eines drittherstellers realisiert? In der tat. Respektiert diese meine privatsfäre? Nein. Kann ich sie wieder deinstallieren? Nein. Wurde ich jemals gefragt, ob ich mit ihren nutzungsbedingungen einverstanden bin? Natürlich nicht.

Die schnelle übeltragung ins deutsche ist von mir — und nur für den fall, dass die nutte justizja mal wieder die vorteile der reichen und besitzenden zu geldtendem recht macht: hier ist eine dauerhafte archivversjon.

Ich habe allerdings keine lust, das ganze schnippsel aus den nutzungs- und nutzerentrechtungsbedingungen flugs ins deutsche zu übertragen, das anschließend im verlinkten text gegeben wurde. Es kommt einer einwilligung in eine vollständige überwachung und intransparenten handel mit den so gewonnenen überwachungsdaten gleich. Nein, es wird wirklich keine überwachungsmöglichkeit ausgelassen. Da „freut“ man sich doch über sein neues betrübssystem! 😦

Seht ihr, leute, deshalb kauft man so eine gängelungs-, entrechtungs- und überwachungsscheiße wie die wischofone nicht. Wesentlich für einen kompjuter ist es, dass man das recht hat, darauf die softwäjhr laufen zu lassen, die man selbst (aus welchem grund auch immer) für richtig und angemessen hält. Wer sich zum digitalen gutsherren machen will und einem dieses recht nicht gewähren will, dessen geräte gehören nicht unter verlust der gewährleistung „gerootet“, der gehört an den insolvenzverwalter (meiner immer unfriedlicher werdenden meinung nach sogar an den lynchmob) übergeben. Punkt. Mit arschlöchern gibt es keinen frieden. Und das liegt an den arschlöchern.

Auch weiterhin viel spaß auf dem weg in die idiocracy und in den totalitäten totalüberwachungsstaat — eine „geile“ kombinazjon, ihr im kopfe hohlraumversiegelten, die ihr für ein bisschen wischiwischi auf dem wischofon sofort eine herrschaft von arschlöchern über euer leben zulasst!

Heck, switching operating systems on mobiles should be as easy as on PCs

Das ist der einzig akzeptable zustand!

Das leistungsschutzrecht für presseverleger

Als im Sommer 2013 das Leistungsschutzrecht in Kraft trat, erhofften sich die teilnehmenden Verlage endlich ein Stück von den riesigen Umsätzen, die Google online mit Werbung verdient

Übrigens: guhgell njuhs ist schon immer völlig werbefrei gewesen.

Aber diese propaganda von irgendeinem dachschadenverband von BRD-scheißpresseverlegern brauche ich wohl nicht mehr richtigzustellen. Die haben ihr unrechtsgesetz, die haben nichts als kosten von ihrem unrechtsgesetz…

Denn eine Ausschüttung der Mittel aus dem Topf wird es auch in diesem Jahr nicht geben. Schuld daran sind die zahlreichen Klagen rund um das Leistungsschutzrecht, für dessen Finanzierung die Verlage bisher noch eigenes Geld zuschießen müssen. Die Verwertungsgesellschaft beziffert die Höhe dieser „Kostenbeteiligungen“ in ihrem aktuellen Papier auf 1,86 Millionen Euro

…und die wollen ihr unrechtsgesetz auf jeden fall behalten, obwohl es ihnen zurzeit noch nix einbringt, denn irgendwann bringt es vielleicht einmal etwas ein. Zum beispiel, wenn sie damit anfangen, private webseit-betreiber in der BRD abzuzocken, damit sie wenigstens etwas davon haben. Auf gerichtliche klärungen (erstinstanzlich in der hamburger dunkelkammer oder beim kölner klüngelhaus), was „kleinste textbestandteile“ sind, dürfen wir dann alle ganz gespannt sein. Dieses aus gutem grund nicht in der BRD betriebene blog dürfte dann zum beispiel in der BRD klar illegal sein, da es für seine vielen zitate aus scheißpressewebseits einer von scheißpresseverlegern (gegen ein paartausend øre pro zitat) erteilten lizenz bedarf.

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß dabei, zuzuschauen, wie scheißpresseverleger, scheißjornalisten und scheißp’litiker das internetz erwürgen! Vergesst nicht zu wählen und eure scheißzeitungen zu kaufen!

Szenen aus der nicht rassistischen BRD…

Beim „queerzinefest“ sitzt jemand am Eingang und kontrolliert Frisuren und Hautfarbe der Gäste

Tja, wenn man versucht, immer das gegenteil des faschisten zu sein, wird man eben nicht zu einem antifaschisten, sondern zu einem spiegelbild des faschisten. (Siehe auch hier…)