Übrigens, heise

Inhaltsverzeichnis -- 1. 10.000 Dollar für 'termination': Wikileaks setzt Kopfgeld auf Journalisten aus -- 2. Journalist mit Vorgeschichte -- Auf einer Seite lesen

Ich weiß nicht, ob das bei euch in der reklamevermarktungsredakzjon in den lichtlosen kellern der karl-wiechert-allee schon jeder mitgekriegt hat, aber eine webseit ist keine zeitschrift. Da gibt es keine papierseiten, auf denen man nur eine begrenzte textmenge unterbringen kann. Da muss man nicht umblättern. Da ist es nicht nötig, eine geschlossene informazjonseinheit wie einen artikel auf mehrere seiten zu setzen und ein navigazjonselement für den zugriff auf die einzelnen seiten zu kohden. Das kann man einfach auf einen rutsch in einem HTTP-rekwest ausliefern. Diese webbrauser haben nämlich seit dem seligen mosaic aus den frühen neunziger jahren einen so genannten rollbalken (neudeutsch: „scrollbar“), der es ermöglicht, beliebig lange texte so in einem fenster darzustellen, dass ein menschlicher leser damit gut, intuitiv und bekwem klarkommen kann. Da braucht ihr nicht so eine sinnlose blätterfunkzjon künstlich dranzuflanschen, die den zugang zum text nicht vereinfacht, sondern erschwert. Das wirkt übrigens auch sehr doof und leserverachtend.

Ach, ihr werdet für eure von jedem leser völlig unerwünschte scheißreklame nach „page impressions“ abgerechnet, und deshalb habt ihr diese scheiße verbaut? Na, dann ist ja alles gut. Dann verachtet weiter eure leser. Was kann dabei schon schiefgehen, wenn man die leser verachtet… :mrgreen:

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