Keine satire

Wer sein Autoradio leiser drehen will, muss künftig anhalten

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Desktoplinux des tages

Das desktoplinux in seinem lauf hält weder ox noch esel auf:

Linux-Rekord: Zum ersten Mal über 2% im Desktop-Bereich!

Die weltherrschaft ist nur noch eine frage der zeit!

Aber achtung: die zahlen wurden höchst unseriös ermittelt und sind nichts als bullschitt. Dieses „netmarketshare“ bettet zählskripten und zählpixel in andere webseits (meist irgendwelche drexseits mit jornalismushintergrund) ein, und gerade unter den linux-anwendern dürfte ein deutlich größerer anteil der leute skriptblocker im webbrauser benutzen als in der sorglosen, bunten und gern datennackten windohs-parallelwelt.

Datenschleuder des tages

Datenschleuder des tages ist die deutsche post, die rd. 200.000 anschriften ins offene web gestellt hat. Ein „häck“ war nicht erforderlich, um an diese daten zu kommen.

Tatsächlich war wirkliches Expertenwissen nicht nötig. Die Datenbank ließ sich einfach herunterladen. Dafür musste man nur ihren Dateinamen kennen, er lautete „dump.sql“ […] Warum dieser Dateiname verwendet wird, ist leicht zu erklären: In der Dokumentation der weit verbreiteten Datenbanksoftware MySQL wird er in einem Beispiel verwendet. Bei der Post hat jemand genau nach diesem Beispiel eine Kopie der Datenbank angelegt und offenbar versehentlich direkt auf dem Webserver abgelegt

Weia! Wohin man auch schaut, überall nur spezjalexperten! Bei vormaligen staatsklitschen wie der deutschen post reicht die kwalifikazjon „spezjalexperte“ offenbar schon aus, um die websörver nebst zugehörigen produkzjonsdatenbanken zu administrieren… 😦

Und hej, im verlinkten zeit-artikel gibts noch mehr datenschleudern, die genau das gleiche gemacht haben. Onlein-apoteken zum beispiel, die für 600.000 leute veröffentlicht haben, welche medikamente sie bestellt haben.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß beim festen und unerschütterlich gläubigen glauben an den überall völlig folgenlos und unter ausschluss jeglicher haftungspflicht versprochenen datenschutz, gern auch mit allerlei datenschutz-siegeln, die in webseits eingebettet sind. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Security des tages

Nehmt softwäjhr, die sich selbst immer die aktuelle versjon aus dem internetz saugt und immer aktuell ist, haben sie uns gesagt. Das ist sicherer, haben sie uns gesagt.

Durch die Verbreitung Ihres Schädlings über die Auto-Update-Funktion einer weit verbreiteten Steuersoftware trafen die Angreifer viele Unternehmen mitten ins Herz

Gar nicht auszudenken, was passieren könnte, wenn irgendwann mal der sörver mit den feierfox- oder krohm-sicherheitsaktualisierungen von verbrechern gepwnt würde…

Schlagzeile des tages

Vatikan erschüttert:
Polizei stürmt schwule drogenorgie im kardinalsappartment

Tja, papst franze, so ist das eben, wenn man ein zölibat hat, das dazu führt, dass vor allem solche typen röm.-kath. priester werden, die davon ausgehen, dass sie bei einer frau nichts empfinden können. Es müsste mit dem teufel und dem hl. geist gleichzeitig zugehen, wenn man da nicht mindestens dreißig prozent schwuppen in den priesterseminaren einsammelt — nebst vielen leuten mit deutlich weniger erträglichen und völlig zu recht kriminalisierten sexuellen vorlieben. Und dann immer schön von liebe, keuschheit und dem hl. sakrament der ehe faseln… :mrgreen:

Moment, wo was das überhaupt?

Police entered an apartment at the former palace of the Congregation for the Doctrine of the Faith (or Holy Office) last month not far from the Vatican City

Aha, gleich neben der glaubenskongregazjon. Die hatte früher übrigens mal einen anderen offizjellen namen, der dann aber geändert wurde, als er nicht mehr so gut klang. Sie hieß früher „hl. inkwisizjon“.

Jessemariaundjosef, da wäxt zusammen, was zusammen gehört! :mrgreen:

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat sich mal angeschaut, wie die jornalisten der contentindustrie über gesellschaftliche protestbewegungen und demonstrazjonen berichten¹:

Agenda 2010, Pegida, G8-Gipfel in Heiligendamm – die Berichterstattung über diese Demonstrationen – so unterschiedlich sie auch war, eines eint: Sobald Gewalt ins Spiel kommt, rücken die Inhalte der Proteste in den Hintergrund. Dann berichtet niemand mehr über die Motive des Protestes, geschweige denn über die gesellschaftlichen Konflikte dahinter

Jene, die das eigentliche geschäft von scheißpresse und scheißglotze kennen, wissen natürlich, dass nichts die aufmerksamkeit so vieler menschen so gut fesseln kann wie eine prächtige gewalttätige eskalazjon (am besten mit ein paar toten) — und das ist der vermarktung von reklameplätzen nun einmal sehr zuträglich.

¹Dauerhaft archivierte versjon gegen die von scheißpresseverlegern aus der BRD durchgesetzte pflicht zur „depublizierung“ von inhalten des BRD-staatsfunks.

„Paid content“ des tages

Als geschlossenes und Smartphone-optimiertes Newsangebot soll Spiegel Daily eine Lücke schließen und das ideale Nachrichtenmedium u.a. für Pendler sein, denen die Zeit fehlt, die Fülle der auf Portalen angebotenen Themen während des Tages zu konsumieren […] So sind die bisherigen Abo-Zahlen nach MEEDIA-Informationen sehr verhalten. Hausintern kursiert eine Zahl von weniger als 3.000 neu abgeschlossenen Voll-Abos

Bwahahahaha, diese dummheit!

Und immer wieder versucht das jornalljegeschmeiß, den leuten für die scheißpropaganda, leserverachtung, schleichwerbung, offene scheißreklame und die ganzen lügen auch noch geld abzunehmen, aber keiner will mehr zahlen… tja, es ist halt nicht jeder so gnadenlos dumm wie ein scheißjornalist, der versucht, vom onlein-jornalismus zu leben.

Wer unter den lesern jornalist ist und gerade — angesichts meines spöttischen und die verachtung des jornalisten für seine leser voll zurückgebenden tones — den in seiner scheißjornalistischen parallelgesellschaft aufkondizjonierten pawlowschen reflex erleidet, möge bitte zur abwexlung mal darüber nachdenken, was für einen sinn das wort „abo“ im kontext des internetzes haben soll! Bei einer scheißzeitung ist das ja noch klar. Da zahlt man jeden monat geld dafür, dass jemand, der in hannover von scheiß-madsack noch nicht einmal den gesetzlichen mindestlohn für diese tätigkeit bezahlt kriegt, in aller herrgottsfrühe die schweren und dicken zeitungen durch die nacht vor die tür trägt. Diese zeitungen sind ein mischmasch aus erwünschten inhalten und unerwünschten inhalten, vergällt mit einer riesenporzjon (rd. sechzig fucking prozent) intelligenz- und leserverachtender scheißreklame.

Kaum jemand im internetzzeitalter, der nicht gerade bis an die grenze des grabes rückständig oder an die grenze der geschäftsunfähigkeit blöd ist, wird nach diesem produkt „zeitungsabo“ große sehnsucht entwickeln. Tatsächlich sehe ich in den gegenwärtigen print-auflagezahlen von tageszeitungen in der BRD — es handelt sich dabei übrigens um teure einwegprodukte, die aus der rotazjonsmaschine ziemlich unmittelbar und zudem zu rd. achtzig prozent ungelesen in die altpapiertonne kommen — einen indikator für die dummheit, technikangst und dumpfige rückständigkeit der menschen in der BRD und freue mich darüber, dass diese zahl ständig sinkt.

Und die reakzjon der scheißpresseverleger? „Verkaufen wir den leuten doch zeitungsabos im internetz, damit sie sieben øre im monat latzen, um unser produkt zusätzlich zu ein paar milljonen kostenlosen produkten lesen zu können. Machen wir da ein paket draus, ähnlich wie das frühere bestempelte papier„. Tolle idee! So einfallsreich und innovativ! Man könnte denken, dass die leute, die solche ideen entwickeln oder die bei solchen ideen mitmachen, nicht zu den hellsten leuchten im lampenladen gehören. Dieser eindruck ist zwar nicht gerade eine empfehlung, diesen leuten auch noch geld für ihre dummheiten zu geben, aber das hält die spiegel-verleger nicht davon ab, noch einen in ihrer totalen denkverweigerung draufzusetzen: „Machen wir das doch in einer äpp für diese tollen wischofone (da hab ich jetzt auch eins von, und kann ich sogar drauf wischen), das ist modern und super und viel viel besserer als dieser webbrauser, der seinen nutzern zugriff auf milljonen von anderen angeboten bietet„.

Bei manchen leuten kann die frage, ob sie vielleicht doch irgendwo einen rest von gehirn haben, nur in der metzgerei beantwortet werden…

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Neonazi des tages

Wegen eines kritischen „Zeit“-Artikels über die Genderforschung wurde ich von der den Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung als NPD-nah eingestuft. Und diese Grünen hatte ich, verdammt noch mal, davor rund zehn Mal gewählt

Tja, ist schon scheiße, wenn man dann auf einmal feststellen muss, was für ein schwarzbraunes geschmeiß man da die ganze zeit gewählt hat. Menschen mit intelligenz — also solche, die keine jornalisten sind — haben das schon an den scheißgrünen in der Schröder-regierung gemerkt, die krieg, hartz-IV, ein-euro-dschobbs und eine bestandgarantie für kernkraftwerke gebracht haben. [Dauerhaft archivierte versjon des interwjuhs]