Datenschleuder des tages

Datenschleuder des tages ist die deutsche post, die rd. 200.000 anschriften ins offene web gestellt hat. Ein „häck“ war nicht erforderlich, um an diese daten zu kommen.

Tatsächlich war wirkliches Expertenwissen nicht nötig. Die Datenbank ließ sich einfach herunterladen. Dafür musste man nur ihren Dateinamen kennen, er lautete „dump.sql“ […] Warum dieser Dateiname verwendet wird, ist leicht zu erklären: In der Dokumentation der weit verbreiteten Datenbanksoftware MySQL wird er in einem Beispiel verwendet. Bei der Post hat jemand genau nach diesem Beispiel eine Kopie der Datenbank angelegt und offenbar versehentlich direkt auf dem Webserver abgelegt

Weia! Wohin man auch schaut, überall nur spezjalexperten! Bei vormaligen staatsklitschen wie der deutschen post reicht die kwalifikazjon „spezjalexperte“ offenbar schon aus, um die websörver nebst zugehörigen produkzjonsdatenbanken zu administrieren… 😦

Und hej, im verlinkten zeit-artikel gibts noch mehr datenschleudern, die genau das gleiche gemacht haben. Onlein-apoteken zum beispiel, die für 600.000 leute veröffentlicht haben, welche medikamente sie bestellt haben.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß beim festen und unerschütterlich gläubigen glauben an den überall völlig folgenlos und unter ausschluss jeglicher haftungspflicht versprochenen datenschutz, gern auch mit allerlei datenschutz-siegeln, die in webseits eingebettet sind. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

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