Kein mitleid, keine gnade für die besoldeten täter!

Warnung, der folgende link ist nichts für empfindliche mägen:

Mittlerweile bin ich seit über 15 Jahren bei der Polizei […] Ich lade Sie gern ein, wenn Sie noch einen Programmpunkt zwischen teurem Essen und Konzertbesuch frei haben, mal eine Schicht im Streifendienst zu begleiten. Schauen sie sich gern Familien am Rande der Gesellschaft an, die wir in polizeilichen Einsätzen oft erleben […] Die Menschen, die ohne Obdach auf der Straße (er)frieren, oder die, die sich beim Discounter um die Ecke eine Packung Toastbrot und Käse klauen, um den Kindern Brote für die Schule zu machen

Hej, scheißb… sorry… werter herr polizeibeamter!

Sie haben wohl zu viel staatsbürgerkundeunterricht — ach, der hieß hier in der BRD ja „gemeinschaftskunde“ — geglaubt oder zu viele lustige kinderlieder gesungen [hinweis für nichtpolizisten: kotzreizwarnung!] und glauben deshalb, dass sie eine total tolle aufgabe erledigen. Sie hätten es besser wissen können, ja, besser wissen müssen, wenn sie so etwas wie ein gehirn haben (was ich angesichts ihrer spürbar geschulten retorik mal voraussetzen möchte), sie feind, sie!

Es ist schlichterdings unerträglich, wie sie sich mit ihrer pflichterfüllung in die heldenpose werfen und gleichzeitig rumjammern, wie scheiße das alles ist. Mit genau dieser haltung wären sie vermutlich auch in den „tausend jahren“ zwischen 1933 und 1945 etwas geworden — und vom staat für ihren harten, entbehrungsreichen dienst besoldet worden. Es gibt dinge, bei denen man den gehorsam verweigern muss, um nicht schuldig zu werden. Das lernt man vermutlich nicht eindringlich genug in der polizeiausbildung, aber die meisten menschen haben für so etwas einen eingebauten anstand, der meist gar nicht so falsch liegt.

Einfach mal da sein, wenn andere flüchten, in der Situation helfen können. Ich bin nicht zur Polizei gegangen um dafür zu sorgen, dass Menschen in überteuerten Anzügen noch teurer essen und Konzerte besuchen können, um das Ganze noch mit wichtigen politischen Anliegen zu rechtfertigen. Ihr Gelage erinnert mich bereits jetzt an Festlichkeiten in mittelalterlichen Burgen, während der gemeine Pöbel vor der erleuchteten Burg stehen muss

Genau das ist ihre aufgabe, während sie sich in eine obszöne, menschenverachtende, intelligenzverachtende und widerwärtige pose als „freund der bedrückten und geschundenen“ werfen.

„Die obdachlosen“… ach, hören sie mir damit auf, sie mittäter in ihrer mittäteruniform! Es waren ihre verdammten kollegen, die in den letzten anderthalb jahrzehnten zwei meiner freunde mit staatlich gelieferten stiefeln aus der sicheren wärme in den winterlichen kältetod getreten und mit staatlich gelieferten knüppeln vorm verrecken nochmal so richtig nach herzenslust verprügelt haben, und ich habe bei einem ähnlichen anlass nur sehr knapp bis zum nächsten warmen platz überlebt. Da sagt keiner von ihnen: „nein, das können wir nicht machen, das verstieße gegen das grundgesetz für die bummsrepublik deutschland, das menschen ein recht auf körperliche unversehrtheit zuspricht“, da stellen sie sich hin und „schützen“ geld, während sie menschen verachten, sie feind, sie!

Nein, sie feind, sie erledigen keine tolle aufgabe. Sie sind und bleiben ein feind, sie „held“, sie! Das im titel des oben verlinkten blogs proklamierte menschsein will ich ihnen nicht so mit worten absprechen, wie es ihre stinkenden kollegen (im gleichen staatlich gelieferten zwirn wie sie) jeden verdammten tag anderen menschen gegenüber mit taten machen, „schön“ mit hoheitszeichen von bummsländern der bummsrepublik deutschland auf dem ärmel, damit sie auch die persönliche verantwortung für die von ihnen persönlich angerichtete scheiße besser abtun können und sich hinter pflicht und diensterfüllung verschanzen können. Sie haben sich diesen stinkenden rock der schande und menschenfeindschaft selbst angezogen. Niemand hat sie dazu gezwungen. Also hören sie auf zu jammern! Wie man eine kündigung hinbekommt (oder, um die pangsjon zu sichern, aus gesundheitlichen gründen dienstunfähig wird), wissen sie bestimmt selbst. Tun sie das. Dann können wir vielleicht reden.

Ich lade Sie gern ein, wenn Sie noch einen Programmpunkt zwischen teurem Essen und Konzertbesuch frei haben, mal eine Schicht im Streifendienst zu begleiten. Schauen sie sich gern Familien am Rande der Gesellschaft an, die wir in polizeilichen Einsätzen oft erleben

Ich lade sie gern ein — wenn sie noch ein bisschen lebenszeit zwischen veramte schwarzfahrer und lebensmitteldiebe der strafverfolgung zuführen und großverbrecher aus p’litik und organisierter wirtschaftskriminalität in beschützender geste mit samthandschuhen anfassen frei haben — mich mal eine woche in meinem scheißleben zu begleiten. Hören sie sich mal die menschen an, die ihnen gegenüber — so lange sie mit uniform, dienstwaffe, sold und knüppel für vieles stehen, was überwunden werden muss — niemals offen reden werden, weil sie nicht doof sind und deshalb unmittelbar einsehen, dass sie bei anwesenheit eines stärkeren feindes nicht offen reden können. Danach verstehen sie, wo der ganze hass herkommt. (Und nein, der hass ist nicht gut und nicht gerecht, denn er führt zu nichts als hass. Aber er ist eine natürliche und nachvollziehbare reakzjon des ohnmächtigen gegenüber dem mächtigen gewalttäter, dessen rolle sie gern und freiwillig einnehmen.)

Aber sold kriegen sie dafür nicht. Sold kriegen sie für das unrecht, das sie jeden verdammten tag ihres verdammten polizistenlebens weiter auszubreiten mithelfen und damit weiter ausbreiten. Und dass sie diesen sold annehmen und tun, was die herrschenden und besitzenden von ihnen erwarten, das ist ihre eigene wahl, sie feind. Sie müssen das nicht tun. Sie können ja einfach hartz IV nehmen und dann mal am eigenen leib erleben, wie es ist, opfer staatlicher willkür und gewalt zu sein, weil man — verdammte scheiße nochmal! — einfach nur leben will. Ach, sie stehen lieber auf der anderen seite? Genau das habe ich mir gedacht. Sie sind eben ein feind. Und. Sonst. Nichts.

Mit schwallartig erbrochenem
Ein leser ihres offenen briefes

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¿Klimaneutral? — mein G20-kommentar

Neben der ganzen p’litischen heißluft: Wie viel kohlendioxid wird eigentlich für so einen wie einen stinkefinger für die beherrschte verfügungsmasse inszenierten G20-gipfel freigesetzt?

Dieses herrschende drexpack, das sich bei solchen anlässen inszeniert, dass es einem freund der französischen revoluzjon nur so in der köpfmaschine juckt, fordert verantwortung, „klimaschutz“ und geld nur von anderen, niemals von sich selbst — und verhält sich deshalb so, als gäbe es im 21. jahrhundert keine telefone und kein internetz, als müsse man in großen, obszönen inszenierungen zusammenkommen und ganze großstädte in ausnahmezustände und grundrechtsfreie zonen verwandeln. Hinterher wird dann in hasserregend schlecht gespielter harmlosigkeit gefragt, wo eigentlich der ganze hass herkommt…

Die erde ist der topf, und wir, nicht das „ihr“ meinende p’litik-wir, sondern alle-menschen-wir, werden darin gekocht, um diesen aufgeblähten und unersättlichen p’litpsychischen apparat als speise zu mästen. Die rülpser der fressenden sind die nachrichten, die uns das jornalistenpack erzählt. Die kalkulierbar aufkommenden hassbekundungen der menschen sind der vorwand, die herdplatte für die menschheit noch ein bisschen heißer zu drehen. Auch weiterhin einen gesegneten appetit!

„Paid content“ des tages

Wer bei BILD bezahlt, erhält dafür keine Werbe- oder Trackingfreie App

Ich finde es immer wieder geil, was für eine tolle kultur mit den wischofonen eingerissen ist: die leute bezahlen geld für das privileg, sich irgendwelche trojaner und reklameanzeigeflächen installieren zu dürfen. So müsst ihr weitermachen mit eurem „paid content“, werte presseverleger, damit ihr bald nur noch leute mit der intelligenz eines bundes suppengrün (und vergleichbarer kaufkraft) habt. Dann funkzjonierts auch mit der reklamevermarktung. Ganz bestimmt. Müsst ihr nur ganz fest dran glauben! :mrgreen: