Krokodilskullertränchen des tages

Hier flennt anlässlich eines treffens professjoneller lügner (schönsprecherisch als „werber“ bezeichnet) ein vertreter der contentindustrie über die kontrollverluste (speitüte bereithalten!):

So enthielten 30 Prozent der Werbemittel mehr als fünf Traffic-Pixel, mit denen Werbetreibende und Technikdienstleister Ausspielung und viele weitere Daten zu erfassen versuchen. Spitzenreiter beim Hamburger Verlag war ein Werbebanner, der zusammen mit 86 Tracking-Pixeln ausgeliefert wurde.

Diese Praxis schlage nicht nur auf das Datenvolumen der Endnutzer, sie sorgten auch dafür, dass Verlage kaum noch Kontrolle über die eigenen Daten hätten: „Wir kennen ein Viertel der Firmen nicht, die dort drin sind“. Diese Auswüchse seien auch das Ergebnis langer Vertriebsketten. So starteten Werbemittel oft richtliniengemäß, bekämen bei jedem Bearbeitungsschritt jedoch durch einen anderen Dienstleister weitere Daten und Skripte hinzugefügt

Hej, du mutmaßlich nicht so hirnbegabter vermarktungssportler, du sprichst also als vertreter eines berufsstandes, der seine eigenen webseits freiwillig mit solchen überreich dargebotenen leservertreibungsmetoden unbenutzbar macht und hast dabei allen ernstes die stirn, darüber zu klagen, dass dir die übersicht verloren gegangen ist?! Komm, geh gepflegt wirtschaftlich verrecken, du speerspitze der unaufhaltsamen idiocracy! Den ast, auf dem du sitzt, sägst du schon seit anderthalb jahrzehnten selbst an. Wer von seinen lesern lebt, sollte sie besser nicht verachten…

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