JuhTjuhbb des tages

Eine Suche nach der Phrase „How to have“ auf YouTube bringt Phrasen mit pädophilem Inhalt als Vorschläge für die Suche hervor

Wenn sich das bei den guhgell-seiten nicht geändert hat, dann liefert das vervollständigen ja „nur“, was häufig von anderen menschen gesucht wird — und offenbar sucht ein erheblicher anteil der juhtjuhbb-nutzer regelmäßig nach erregendem materjal von kindern. Kurz gesagt: es ist nichts anderes als eine art statistik, die aufzeigt, dass suchen nach sexuell erregenden kinderdarstellungen häufig genug sind, um davon ausgehen zu können, dass sie eine sinnvolle ergänzung wären. Ab welchem schwellwert guhgell von einer sinnvollen ergäzung eines suchbegriffes ausgeht und nach welchen kriterjen sortiert wird, könnte ein seriöser jornalist ja mal guhgell fragen, aber ich wage zu behaupten, dass dieser schwellwert eher über einem prozent der suchen liegen wird und dass so sortiert wird, dass die häufigsten ergänzungen möglichst weit oben stehen. Was in dieser von guhgell gelieferten statistik sichtbar wird, ist die häufigkeit pädofiler neigungen in der gesellschaft.

Ein dank für die häufigkeit derartiger suchen geht natürlich auch an die vielen eltern, die ohne rücksichtnahme auf die privat- und intimsfäre der ihnen hilf- und rechtlos ausgelieferten kinder¹ alles mögliche „gucke mal wie niedlich und gib mir däumchenhoch“ zu fratzenbuch, instagram und juhtjuhbb hochladen, so dass pädofile menschen dort auch immer wieder „schöne“ wixvorlagen finden. Die automatische ergänzung der suchbegriffe — für guhgell eigentlich nur ein in javascript gekohdetes vehikel, um nutzereingaben schon vor dem absenden träcken zu können und daraus daten über tipptempo, ablenkende gedanken und rechtschreibschwächen gewinnen zu können — macht das problem hier „nur“ sichtbar. Und damit diese sichtbarkeit in zukunft nicht mehr so schröcklich verstört und, was aus guhgell-sicht noch viel schlimmer ist, werbekunden abspringen lässt…

Nach Angaben eines Pressesprechers von YouTube wurde das Team darüber informiert und löschte die Autovervollständigungsvorschläge

…wird sie einfach wieder unsichtbar gemacht. Was man nicht mehr sieht, ist ja nicht mehr da, glaubt der idjot. Das funkzjoniert so „gut“ wie das von-der-leyenhafte stoppschild, es macht einfach aspekte der wirklichkeit mit einem technischen zensurbalken unsichtbar, ohne dass sich sonst etwas an der wirklichkeit ändert (und ohne die altmodische rechtsstaatliche idee der rechtsdurchsetzung und strafverfolgung, aber dafür mit intransparenter, technokratischer gedankenpolizei). Und kaum ist das problem unsichtbar geworden, können von eltern, die ihre kinder so richtig hassen (im regelfall sind das mütter), wieder jede menge wixvorlagen für pädofile menschen hochgeladen werden, ohne dass sich jemand etwas dabei denkt. 😦

Immer schön auf allen seiten von der tapete bis zur wand denken! Mit hirnchen wär das nicht passiert…

¹Die kindheit ist ein nahezu völlig menschenrechtsfreier raum.

Händi des tages

Studie „Tod durch Pokémon Go“:
Handyspiel könnte für mehr Verkehrsunfälle verantwortlich sein

Ich warte auf die ergänzende studie: tod durch smartphonebenutzung. Wenn ich auf dem fahrrad sitze und durch die dummheit ergärende stadt rolle, kommen mir jeden tag drei bis fünf hilfshenker entgegen, die am steuer mit ihren scheißwischofonen rummachen, die augen fest auf das kleine display gerichtet, ab und an mal kurz das köpfchen gehoben, ob sich etwas auf der straße tut, ansonsten blind durch die stadt fahrend.

Wenn jemand mit 30 stundenkilometern fährt, und für eine sekunde nicht auf die straße schaut, dann fährt er rd. achteinhalb meter blind. Diese hirnlosen händihenker fahren aber erstens deutlich schneller als „nur“ dreißig stundenkilometer, und sie schauen zweitens deutlich länger als „nur“ eine sekunde lang auf ihren wischaktiven technikfetisch mit internetz, fratzenbuch und wattsäpp. Wischofon-zombies mit motor und tonnenschweren metallmaschinen, die blind durch die stadt rasen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig bei alledem noch passiert. Aber an dem, was passiert, sind beinahe immer¹ rücksichtslose, viel zu schnell fahrende oder händiblind fahrende autofahrer schuld — also asozjale gestalten, denen die folgen ihres tuns völlig egal sind.

Pokémon go war aus der sicht eines radfahrers im vergleich zum alltäglichen wahnsinn harmlos, wenn man mal von den (eher etwas lästigen, aber in keiner weise gefährlichen) horden verpeilter fußgänger um die pokéstopps absah…

¹Manchmal allerdings auch einer meiner werten mitradfahrer. Ich habe in letzter zeit oft drüber nachgedacht, eine kamera zu tragen, weil mir sonst wohl niemand die geschichten glauben würde, die ich jeden tag erlebe…