Polizeiliches fahndungsfoto des tages

Einer von den „linken“ bürgerkriegsteilnehmern anlässlich des G20 in hamburg, dessen foto die polizei nebst behauptung, es handele sich um einen tatverdächtigen, zur fahndung öffentlich gemacht hat, weil man sicher bestimmte straftaten zuordnen könne, entpuppt sich als „rechter medienaktivist“ (so nennt man blogger und juhtjuhbber in der ARD, wenn sie jornalistische arbeit machen, aber sie nicht „links“ sind und auch nicht einer zeitung oder einem fernsehsender angehören). Und ja, das ist jornalistische arbeit, wenn einer plünderungen durch einen gewalttätigen mob vor ort dokumentiert, um darüber berichten zu können. In diesem fall sogar eine mit richtig viel mut. Ob sie gut und begrüßenswert ist, ist freilich eine ganz andere frage, die ich dank der darbietung auf der webseit der tagesschau leider nicht beantworten kann. Aber die tagesschau hilft uns ja doch allen ein bisschen beim beantworten dieser frage.

Prägt euch das „schöne“ wort „medienaktivist“ mit irgendeinem nach jeweiliger manipulativer absicht zu wählenden präfix, das die ARD-tagesschau hier gefunden hat, gut ein! Das wird man vermutlich demnächst öfter mal von scheißjornalisten hören und lesen, wenn sie jemanden nicht (wie etwa den KenFM) sprechetechnisch als „verschwörungsteoretiker“ wegtun können, aber dennoch in ein gewisses zwielicht von „häjhtspietsch“ und „fäjhknjuhs“ stellen wollen, um ein vorurteil zu erwecken. Damit auch niemand in der blökenden fernsehgemeinde sein vorurteil korrigieren kann, wird der name dieses… ja, ich weiß, das wort tut jetzt einigen weh… graswurzeljornalisten vom mitbewerb der tagesschau natürlich verschwiegen und sein kanal bleibt unverlinkt, obwohl der sich im fratzenbuch kwasi-öffentlich dazu bekannt hat und mir von daher kein problem damit zu bestehen scheint, wenn sich menschen aus allgemein zugänglichen kwellen (siehe grunzgesetz für die bummsrepublik deutschland, artikel 5) selbst ein bild vom typen und von der sache machen wollen. Soll ich jetzt echt ein paar unappetitlich-bräunliche webseits besuchen, wenn ich dieses grunzrecht wahrnehmen will? Denn nach einer ersten suche mit der suchmaschine meines vertrauens und naheliegenden suchbegriffen habe ich unfassbar viel zeugs gesehen, das ich mir nicht gern auch noch genauer anschauen will, wenn mich in wirklichkeit etwas ganz anderes interessiert.

Am „lustigsten“ finde ich bei diesem pseudojornalismus aber, dass die tagesschau in ihrer überschrift sagt, dass sie nicht so genau sagen möchte, ob es sich jetzt um einen „erfolg“ oder eine „panne“ der polizeiarbeit gehandelt hat. (Aus der sicht der ermittler ist es natürlich ein erfolg, wenn sie einen gesuchten verdächtigen kriegen, selbst, wenn sich der verdacht hinterher in heißluft auflösen sollte. Für solche erfolge machen die eine fahndung.) Diese peinlich-schelmische, die intelligenz von lesern verachtende scheinfrage in der übelschrift, die nichts über den eigentlichen kern der meldung sagt, beantwortet mir mehr fragen, als sie aufwirft. Allerdings „nur“ über die bewertung des vorganges in der tagesschau-redakzjon.

Aber nicht, dass sich jetzt am ende noch herausstellt, dass bei den krawallen keineswegs nur „linke“ zugegen waren! Schwarz bekleidet und mit hasskappe sehen sich ja alle immer ziemlich ähnlich… :mrgreen:

[Dauerhaft archivierte versjon der meldung gegen die von scheißpresseverlegern in den dunkelkammern des reichstages lobbyistisch durchgesetzte „depublizierungspflicht“ für gebührenfinanzierte inhalte des BRD-parteienstaatsfernsehens.]

Eine Antwort zu “Polizeiliches fahndungsfoto des tages

  1. Ich bin so frei und picke mir, aus dem doch recht langen Text etwas heraus.

    […]wenn sie jemanden nicht (wie etwa den KenFM) sprechetechnisch als „verschwörungsteoretiker“ wegtun können[…]

    Ohne Zweifel ist das was da, (nicht nur) im Zuge der Lamettaverleihung mit KenFM abgegangen ist ein starkes Stück und Beispielhaft für die Propaganda und Verunglimpfung „anders Denkender“ – auch bei Telepolis. Aber. KenFM bzw. Ken Jebsen schaltet selbst auf Durchzug, wenn es um etwas geht was er gar nicht hören und verstehen will.
    Lustiger weise zitiert er selbst bzw. FenFM under diesem Video das Zitat, was schon Herr Mausfeld brachte, bei dem Video von den Nachdenkseiten.

    Es ist schwierig, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, wenn sein Gehalt davon abhängt, es nicht zu begreifen – Upton Sinclair

    Ich weiss dass ich da sehr wahrscheinlich alleine auf weiter Flur stehe, aber das ist mir recht schnuppe. KenFM „zwingt“ genau so wie diese Nachdenkseiten die Leute noch ins Panspectron und die Überwachungsgesellschaft (scheiß auf Snowden, Assange etc. wenn es nichts nutzt), mit ihrer Präsenz bei den großen S/M-Klitschen und KenFM wirbt sogar noch damit, jetzt sogar auf den WischiWaschiWanzen abrufbar zu sein – man kann ja gar nichts dagegen machen, ist halt so und die Reichweite und somit das im obigen Zitat genannte Gehalt diktiert schließlich das Handeln.

    Dabei gäbe es durchaus zahlreiche Alternativen, die ich jetzt nicht aufzählen will, aber man könnte, wenn man denn wollte und es würden sich sicherlich auch einige Leute finden, die unentgeltlich und rein aus Tatendrang helfen würden.

    Aber hey, was fasele ich da wieder – ist doch alles alternativlos und man muss ja seinen eigenen Ansprüchen (siehe z.B. Zitat) auch nicht gerecht werden.

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