Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat in einer umfangreichen untersuchung rausgekriegt, dass fette, langsame webseits leserfeindlich sind, und zwar vor allem für leser, die ein wischofon-spielzeug fürs web benutzen. Niemand hätte das jemals erahnen können!

Mobile Seiten sind laut dem HTTP Archive im Median 1,5 MB groß. 25% der untersuchten Seiten sind größer als 2,9 MB, 10% sogar größer als 5,5 MB. Laut Google-Untersuchungen dauert es durchschnittlich 22 Sekunden, bis eine mobile Seite vollständig geladen ist. Bei 70% der untersuchten Seiten dauerte es 7 Sekunden, bis die ersten Inhalte zu sehen waren

Übrigens sind aufgeblähte blähseits, die erstmal zwei bis drei javascript-fräjhmwörks mit jeweils mehreren hundert kilobyte aus mehreren kwellen nachladen, parsen und ausführen müssen, damit man fünf bis zehn kilobyte inhalt sehen kann, auch auf dem desktop-brauser eine kwal. Und dann werden noch eigene fonts nachgeladen, weil ja jedes krepel seine eigene „ausgefeilte“ typografie für seine 08/15-webseit mit informazjonen zur aufzucht japanischer prachtsackratten benötigt. (Als besonderer bonus wird so ein zeug dann über guhgell eingebettet, damit man auch gleich noch seine leser dem träcking aussetzt.) Ich bin froh, dass es noscript gibt! Es macht (ähnlich wie der adblocker) das web nicht nur viel sicherer, sondern auch angenehmer und schneller. Und das ist einfach eine gefällige kombinazjon. Nur einigen halbseidenen cyberhütchenspielern mit jornalismushintergrund gefällt es nicht. Habt ihr so etwas etwa nicht für eure wischofon-brauser? Dann sind eure wischofon-brauser vollkommen unbrauchbar.

Aber dass man wischofon-nutzern mit ihrer abzockerisch teuren internetzverbindung anderthalb sinnlos-pferdefickende megabyte reinschiebt, um eine schlichte webseit fürs wischofon dazustellen… weia, was für ahnungslose nichtskönner von der schwafelwütigen enthirnungsfront haben die webseits gebaut! Und hej, die kritiker…

Die übertragene Datenmenge beim load-Ereignis beträgt maximal 1,2 MB

…halten es tatsächlich für erforderlich, dass 1,2 sinnlos-pferdefickende scheiß megabyte übertragen werden, um eine im diesein runtergebrochene seite für ein wischofon mit einer für den leser und besucher relevanten informatzjonsmenge von höchstens 10 kilobyte und vielleicht noch einem foto darzustellen. Weia, wer hat denen ins gehirnchen gemacht?! 100 kilobyte sind anzustreben, nebst verzicht auf alles überflüssige. (Zum glück habe ich das lange nicht mehr gemacht, aber wenn ich webseits für desktop-brauser gestalte, strebe ich dort ebenfalls eine startseite mit maximal 100 kilobyte datenübertragung an. Ja, für den desktop. Denn auch auf dem desktop sind sinnlos aufgeblähte webseits eine kwal. Und ich denke dabei an das deutschland von datenautobahnminister Alexander Doofrindt, wo ein sehr erheblicher anteil der bevölkerung nicht über ISDN-datenraten hinauskommt. Das wird auch noch lange so bleiben in der BRD, denn die korrupte p’litische klasse hier ist zusammen mit ihren jornalistischen speichelleckern der meinung, dass das auto mit verbrennungsmotor und die fortsetzung der kohleverstromung die zukunft sind. Ach!)

Advertisements

3 Antworten zu “Prof. dr. Offensichtlich

  1. sach mir mal einer ein Land, das flächenmäßig deutschlandmäßig dezentralisierte gewachsene Orte mit hardcorefastanbindung hätte? Also keine Startupstaaten, die seit 10 jahren Telefon mit knackiger Technik verbauen sondern altbestand aus 100 jahren fernmeldezeiten haben …

    Das ist nirgends so meine Behauptung. Lebst halt inner stinkenden stadt, nix mit haus im Grünen. Dann kriegste via Kabel 400 mbit oder von rosa Klitschenverkäufer irgendwas mit speed für zuviel Kleingeld.

    Und drecksfirmen im Grünen können ihre kapitalistische Produktiv-Infrastruktur zur Abwechslung mal selbst ausbauen. Schmarotzende Saubande!
    Nix is mit Firma im billigen Grünen, nix mit Standortvorteil im Informationszeitalter JWD…

    • sach mir mal einer ein Land, das flächenmäßig deutschlandmäßig dezentralisierte gewachsene Orte mit hardcorefastanbindung hätte

      Schweden. Dort gelten 50 Mbit/s als schmalband und sind selbst in der abgeschiedensten butnik irgendwie verfügbar (wo die menschen dann drüber klagen, dass sie nicht die 500 Mbit/s wie in den städten haben). Der dazu betriebene aufwand muss monströs sein, denn landschaft und entfernungen sind ganz andere als hier.

      Ich vermute, in norwegen siehts ähnlich gut aus, kann das aber nicht sicher sagen, weil ichs nicht weiß.

      Und ja, ich sehe es ja ein, die skandinavischen staaten mit ihrem staatsverständnis sind eine besonderheit. Deshalb kann ich auch gern die schweiz als beispiel anführen, wo ja überall diese lästigen alpen rumstehen, in denen zwar oft malerische ortschaften herumliegen, die aber auch alles zu bauende schwierig und teuer machen und wo es zuvor auch dezentralisiert gewaxene orte mit telefonkabeln gab. Zitat wikipedia:

      Um die flächendeckende Versorgung mit Breitband-Internetzugängen sicherzustellen, gilt in der Schweiz ab 2008 ein Breitbandzugang mit 600 kBit/s in Empfangs- und 100 kBit/s in Senderichtung als Bestandteil des Grundversorgungskataloges

      Die geringen transferraten in diesem zitat sind sicherlich auch der tatsache geschuldet, dass es ein zehn jahre altes verständnis von dem ist, was eine grundversorgung sein sollte. Zu der zeit war in der BRD das geräusch des analogen modems bei der einwahl für einen erklecklichen anteil der bevölkerung (etwas mehr als ein viertel) ein aus dem alltagserleben vertrautes geräusch.

      • cool danke für die antwort.

        Das mit Schweden liest sich – ich weiß es auch nicht aber schau halt wie ich im Netz in Schwedenaffinen Blogs nach – wie ich das vermute. Nämlich das die wenigen größeren Städte was haben, die Fläche desto weiter von Stätten weg, eher nix haben und der tatsächliche flächige neuere Ausbau denn Mobil ist.

        Schweden selbst mag auch einen anderen Wesenszug haben, wie ich das schon lange als eine Ursache vermute, da solche Länder stärker auf Gastfreundschaft zum Überleben angewiesen waren und seit jeher mehr sozial in die Pflicht nehmen. Ähnlich wenn auch anders scheint mir das bei Ethnien rund um karge Regionen der Welt zu laufen. Ausserdem gibts in skandinavischen Ländern weniger Menschen, jeder einzelne wird dann wertvoller.
        Die Ausbauten sind warscheinlich auch mehr im Süden, wo eh die meisten der amüsanten knapp 10 Mio Menschen lebt. Soviel Fläche ist also gar nicht involviert, im Gegensatz zu DE.

        Ähnlich gilt das für Schweiz. Auch wenn das da teils sehr unwegsam ist, sind das noch weniger Menschen auf noch weniger Verkehrswegen – auch Telefonnetzwegen. Gerade Schweiz ist auch kaum ein Vergleich, weil es mickeriges Ländchen ist. Das kann man vielleicht mit einem Bundesland wie Bayern oder BAWÜ vergleichen, damit ist DE aber nicht annähernd vergleichbar.

        Der Flächenausbau im Flächenland DE ist meines erachtens sehr viel teurer und schwieriger als oft von klagender Seite angenommen. Meiner Meinung nach werden immer wieder gerne die massive Kleinstädterei bzw. gar „Dorfisierung“ in der Gesamtfläche von DE vergessen, der ja üblicherweise das eigentliche Problem darstellt – nicht die Städte.

        Ähnlich sieht der Vergleich mit Bus und Bahn Infrastruktur aus. Da wird gerne auf Nachbarn wie die kleine Schweiz gezeigt, wos super funktioniere. Sogar Japan als Beispiel mit seinem Schnellzug. Das der sauteuer ist und nur eine Schmalspurversion eines verflochtenen Netzes wie in D und wenige Züge braucht, während in D ein vielfaches nötig ist, wird oft übersehen.

        Ich glaube das das alles weniger ein Problem des politischen Willens als der Gesamtumstände ist, die ja auch beinhalten, das Kunden in Kleinkleckersdorf dieselben Preise erwarten wie diejenigen, die in Städten leben. Könnte man die Kosten an den Haushalt bringen und sagen wir das 4-8 fache für schnellen Netzzugang erwarten (und die leute es überhaupt zahlen) wäre das möglich. Aber wenn 30-80 Euro alles ist, was abgerechnet werden kann und auch nur vielleicht und nur bei einem Bruchteil der Bewohner …

        Ich verstehe das das in D jedenfalls alles nicht so einfach ist und das Firmen Geld verdienen müssen mit ihrer Leistung auch.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s