Habt ihrs auch gehört?

Habt ihrs auch gehört, wie die junge unjon… ähm… die jusos die parole ausgegeben haben, jetzt der SPD beizutreten, ein paar monate lang den mindestbeitrag abzudrücken und dann gegen die große koalizjon zu stimmen? Tolle idee. Nur die SPD findet diese idee nicht so toll:

Der Vorstand reagiert auf die Eintrittskampagne von Parteilinken und Jusos: Nicht jedes Neumitglied der SPD wird über eine neue große Koalition abstimmen dürfen

Also spart euch das geld und esst lieber eine currywurst davon! Ist viel nahrhafter und erspart lächerliche meldungen über den mitglieder- und mitmösenzuwax einer partei, die sich freiwillig ins grab legen will.

Zeit onlein!

Was meinen deine kwalitätsjornalisten eigentlich mit „sicherheitsbehörden“?

Schlagzeile zeit online: 'Stille SMS: Heimliche Handyüberwachung durch Sicherheitsbehörden nimmt zu'.

Meint ihr damit etwa die polizeien und geheimdienste? (Also die leute, die hier terroristische organisazjonen und mörderbanden finanzieren, unterstützen und vor strafverfolgung schützen und rasch akten in den schredder stecken, wenn doch mal einer ermittelt.) Warum schreibt ihr das dann nicht einfach so? Befürchtet ihr etwa, dass dann jedem leser auffallen könnte, wie wenig sich die gegenwärtige BRD vom polizei-, überwachungs- und spitzelstaat DDR unterscheidet? Bringt ihr deshalb dieses künstliche, unübliche, sprachgebrauchsferne und vorsätzlich nichtssagende jornalistenwort, um eure leser ins gehirnchen zu ficken?

Gut, dass es hier keine henker mehr gibt. Ihr menschen-, intelligenz- und leserverachtenden löcher von jornalisten würdet gewiss „lebensbeauftragte“ daraus machen. :mrgreen:

Spezjalexperten des tages

Die leute von „digitalcourage“ haben eine tolle webseit, in der sie auch darauf hinweisen, dass man javascript besser nicht jeder seite gestattet. So weit, so gut und richtig. Leider ist dieser hinweis ohne javascript… ähm… nicht mehr so gut auffindbar, weil die wischofonoptimierte navigazjon der webseit javascript erfordert. Schön dumm…

Scheißjornallje des tages

Wie, du willst unsere zeitung voller lügen, reklame, halbwissen, falschberichterstattung, unkenntnis und propaganda nicht kaufen? Nimm sie doch wenigstens geschenkt, damit wir unseren reklamekunden gegenüber eine höhere leserzahl abrechnen können (wenns auch betrug ist)! Oh, erstaunlich, da hat ja trotzdem keiner lust auf kostenloses zyankali:

Laut dem Leser wird der die Zeitungen nicht los, die Leute wollen sie nicht haben, und wenn die da gehen, lassen sie die Stapel einfach stehen. Motto: Selbstbedienung. Heißt in der Realität, dass die Putzkolonne das wegräumt und entsorgt

Bwahahahahaha! Mein tipp an die leistungsschutzrechtgeschützten drexverleger, die am liebsten das internet erwürgen würden: druckt auf saugfähigerem papier, damit man sich damit wenigstens noch die scheiße vom arsch wischen kann! Dann kann man eure drexzeitungen in der von euch aktiv herbeipropagandierten massenverarmung wenigstens noch zu was gebrauchen.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Meikrosoft des tages

Erstmal ein bisschen C++-kohd… wahrlich nix kompliziertes, einfach nur die formatierte ausgabe einer zahl, bei der die sprach- und landeseinstellungen berücksichtigt werden sollen — es hilft doch sehr, die größenordnung auf dem ersten blick abzuschätzen, wenn man tausenderseparatoren verwendet:

#include <iostream>
#include <locale>

using namespace std;

int main (int argc, char **argv)
{
    locale loc ("");
    cout.imbue (loc);
    cout << 1234567 << endl;
    return 0;
}

Frage: was wird ausgegeben, wenn man das mit meikrosofts „visual studio“ als konsolenanwendung kompiliert und das resultierende binary unter windohs sieben in der CMD.EXE-konsole aufruft?

Mit unbearbeiteten deutschen landeseinstellungen sollte hier 1.234.567 ausgegeben werden (und schweizerdeutsche einstellungen ergäben 1'234'567). Nun, auf einem kompjuter kam 1ÔÇç234ÔÇç567 raus, was natürlich… ähm… ein kleines bisschen unerwartet aussieht und die zahl auch nicht leichter lesbar macht. 😯

Hl. henker! Woran liegt das?

Bei einem blick in die landeseinstellungen in der windohs-systemsteuerung dieses kompjuters habe ich zunächst gedacht, dass dort ein leerzeichen als tausender-separator angegeben wurde. Es war aber kein „normales leerzeichen“ U+0020, sondern ein „ziffernleerzeichen“ U+2007 (also ein &numsp; in HTML oder ein \hphantom{0} in LaTeX). Auch im jahr 2018 kann es einem also immer noch (völlig unerwartete) probleme bereiten, dass diese scheiß-CMD.EXE nicht unicodefähig ist und eine völlig andere zeichenkohdierung als der gesamte rest des systemes verwendet. Das sind diese kleinen momente, in denen ich ganz froh darüber bin, dass ich es nur noch selten mit windohs zu tun habe und deshalb schon ganz vergessen habe, was für heitere altlasten dieses flickwerk mit sich herumträgt…

Dass diese beiden verschiedenen leerzeichen (unicode hat noch einige mehr anzubieten) in so einem einstellungsdialog wegen ihrer leerzeichenhaftigkeit natürlich nicht durch hingucken unterscheidbar sind und dass man sich deswegen etwas länger fragt, woran zum henker es liegt, brauche ich hoffentlich gar nicht erst zu erwähnen. Die moral der heitren kurzgeschicht: für CMD verwende die locales nicht!

Javascript des tages

Was man mit javascript doch alles für tolle sachen bauen kann. Einen radiosender im webbrauser zum beispiel:

Die Software System Bus Radio auf Github belastet den Prozessor so geschickt, dass die Leitungen auf der Hauptplatine elektromagnetische Wellen im Bereich um 1,5 Megahertz abstrahlen. Diese Frequenz liegt Mittelwellenbereich, der hierzulande seit 2015 nicht mehr genutzt wird. Wer ein Radio mit Mittelwellenempfang hat, kann System Bus Radio per JavaScript im Browser ausprobieren: Bei vielen PCs und Notebooks ist dann auf etwa 1560 kHz Mittelwelle (AM) ein Kinderlied zu hören, wenn derEmpfänger [sic!] oder die Antenne dicht neben dem PC platziert wird