Nutzt hier noch jemand den feierfox?

Der feierfox ist so etwas wie die SPD unter den webbrausern — erinnerungen an eine beachtliche vergangenheit werden getrübt von einer widerlichen gegenwart.

Und, habt ihr euch schon mal gefragt, warum dieses pocket-dingens fest in den webbrauser verbaut wurde, statt es als addon für jene zu machen, die es wirklich haben wollen? Die antwort ist ganz einfach: um euch reklame in euren brauser zu machen, die ihr nicht so einfach wegblocken könnt. Nachdem der feierfox von der mozilla foundation schon zu einer distribuzjonsplattform für mit addon-spämm verteilte schadsoftwäjhr umgewidmet wurde und auch weiterhin als solche genutzt wird, sind weitere verschlimmerungen nur folgerichtig. Nein, das wird nicht besser mit dem feierfox. Seid froh, dass ihr alternativen habt und nutzt die auch!

Finden könnt ihr die alternativen übrigens mit einer einfachen websuche… noch. Denn im moment fände ich es nicht einmal mehr überraschend, wenn zukünftige feierfox-versjonen euch die suchergebnisse ein bisschen „aufbereiten“, so dass ihr nur noch findet, was die mozilla foundation euch finden lassen will. Die verachten euch und treten als eure feinde auf.

Während die anderen webbrauser dazu übergehen, werbeblocker direkt in die webbrauser zu verbauen, macht es der feierfox genau umgekehrt und verbaut neue, für werbeblocker in der „neuen API“ nicht mehr behandelbare reklamekanäle direkt in den webbrauser. Müsst ihr verstehen, woran mangelt es denn im web? Klar, an reklame mangelt es da natürlich! Da wird auch gleich ein bisschen klarer, warum die alte API für addons aufgegeben wurde: weil sie direkt die datenströme filtern konnte und nicht nur die darstellung. Das mit dieser entscheidung einhergehende urteil über die nutzer sollte für jeden menschen genug grund sein, niemals mehr einen webbrauser der mozilla foundation zu nutzen. Es ist nicht gut, softwäjhr von feinden zu nutzen, die einen nur verachten, für dumm verkaufen und ausnutzen wollen.

Übrigens: auch weiterhin ist es nicht nötig, reklame für adblocker zu machen, damit sich immer mehr menschen einen installieren. So ist das eben mit softwäjhr, deren sinn und nutzen jeder sofort einsieht.

Stirb, feierfox, stirb! Verrecke, mozilla foundation, verrecke! Und ihr da beim burda-verlach, fahret mit eurem leistungsschutzrecht und eurem von der mozilla foundation verbauten mausbewegungsträcker im webbrauser lebendig in die hölle!

6 Antworten zu “Nutzt hier noch jemand den feierfox?

  1. Die meisten Alternativen basieren allerdings auf Chromium/Blink, ein maßgeblich vom weltgrößten Reklamevermarkter vorangetriebenes Projekt. Ob man damit unbedingt gewinnt?

  2. Die Lesevorschläge, die in neuen Tabs angezeigt werden, finde ich ja sogar recht praktisch. Aber wenn da jetzt noch Werbung untergemischt werden soll, dann wäre das echt scheiße…

  3. »Denn im moment fände ich es nicht einmal mehr überraschend, wenn zukünftige feierfox-versjonen euch die suchergebnisse ein bisschen „aufbereiten“, so dass ihr nur noch findet, was die mozilla foundation euch finden lassen will.«
    Das wäre doch im Ergebnis vortrefflich. Google würden die Anzeigen abgeschnitten und gerade die thörichte Masse ist von den Werbemaßnahmen betroffen. Ausgeliefert ward das Burda-Addon nur an Windows-Nutzer, ja? Bitte mehr Verachtung denn! Alles unter der Voraussetzung natürlich, daß die Werbelieferung nicht von Google übernommen wird, welcher Fall allerdings die Ersetzung von Werbung in Googles Suchmaschine ausschließt. Für mich sieht es so aus, als hätte sich Mozilla mit einem kleinem Ärgernis, dem Verlagshaus von Pappenstielzeitschriften und Lobbyisten von Selbsttötungsgesetzen, zusammengetan, um ein großes Übel zu bezwingen. Ihr selbst befürwortet es doch, sich ein wenig zu befleißen, um eigene Einstellungen vorzunehmen, und ich muß kein Elitenversteher sein, damit mir derlei Kinkerlitzen eher ein Lächeln über den Schöpfungssinn der Mozilla-Entwickler im Gesicht bewirken als Errötung über ungehörige Umtriebe, und ich neige nicht zur Übertreibung: Erfolgreiche Software muß Mut zum Verriß haben, und Mozilla hat in den letzten Monaten Marktfähigkeit bewiesen – das Unternehmen kann leider kein Tempel von Stallmans Idealen sein.

  4. Was erzählst Du für einen Quatsch? Das Pocket Ding auf den neuen Tabs kann man einfach deaktivieren. Das hab ich so und das ist auch gut so.

  5. Internet stinkt doch eh immer mehr.

    Wenn ich dereinst den gesamten Fun am Netz verlöre, wär für das Gesindel auch nix gewonnen.
    Nur noch kurz eingeloggt wenn was wichtiges bestellt wird – der Bedarf entsteht aber nicht durch DrecksReklame, sondern weil etwas im Alltag nötig wird. Reklame hat einen geringen Einfluss auf Menschen mit halbwegs Verstand UND begrenztem Einkommen.

    Insofern sind die Schäden an Leib und Leben geringfügig.

    Problem sind mehr Datenkraken mit der dreisten Hochnäsigkeit das ihre mistigen kleinen Kalkulatoren aus unverifizierten Datenfitzeln eine Aussage über wirkliche Menschen bzw. die Wirklichkeit allgemein machen können wollen und bereits vornehmen.

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