S/M des tages

Sagt die eine schmeißfliege zur anderen: guck mal, der frische dampfende haufen scheiße dort ist bestimmt besser als der, an dem wir gerade nuckeln, lass uns mal rüberfliegen.

Es gibt keine Algorithmen und kein Datensammelei. Niemals […] Wir kuratieren nicht, wir manipulieren nicht, wir fügen keine Werbung ein

Und, wie will sich das dingens finanzieren?

Jeder Eintrag sei „eine eigene Welt“, in der die Nutzer „Zeug kaufen“, Musik hören oder Filmtrailer angucken können. Also fast wie im richtigen Internet

Indem es fast so wie das „richtige internetz“ ist, und da kann man auch zeugs kaufen, und…

Bei Verkäufen über die App verdient Vero mit und kassiert Transaktionsgebühren

…da wird dann die technokratisch die hand aufgehalten. Warum sollte man da nicht besser gleich ins „richtige internetz“ gehen, ohne einen völlig überflüssigen dritten dazwischenzuschalten, der vampiristisch das menschliche miteinander zu einem sozial optimierten geschäftsvorfall macht, aus dem man geld rausnuckelt? Ach ja, richtig, es ist ja S/M und richtet sich an leute, die viel zu blöd für das „richtige internetz“ sind und kein interesse daran haben, diese blödheit zu beenden. Und kennt ihr den schon:

Viele Nutzer kritisieren allerdings, dass sie bei der Anmeldung zwingend ihre Telefonnummer angeben müssen. Vero nutzt sie, um den Nutzer zu verifizieren. Anders als E-Mails können Telefonnummern nicht so leicht gefälscht werden

Ah ja, ich kann mir jetzt also nicht aus dem telefonbuch die nummer von heiner durchschnitt raussuchen? Warum nicht? Wird man da etwa bimmel-bimmel angerufen, so wie von anderen S/M-klitschen angegebene mäjhladressen regelmäßig für legale spämm missbraucht werden? Da wäre ich aber ganz heiß drauf. (Einmal ganz davon abgesehen, dass ich in meinem scheißleben wesentlich mehr wexelnde telefonnummern als geänderte mäjhladressen hatte.) Und hej, offenbar wird über eine trojanerfunkzjon in der scheißäpp auch mal kurz das adressbuch gesaugt, denn…

Über die Nummer verbindet Vero außerdem Nutzer, die sich bereits kennen

…wie sonst sollte die klitsche „nutzer verbinden“, ohne aus dem adressbuch zu wissen, dass diese sich schon kennen. Immer schön datennackig machen!

Im moment scheinen die großen schleichwerbetage bei heise onlein ausgebrochen zu sein. Ich glaube, da sollte ich mir mein tägliches überfliegen besser schenken, bis der stil dort wieder leidlich genießbar wird. Denn so einen direkt (und wohl auch für eine handvoll geld, denn es ist nicht davon auszugehen, dass solche schleichwerbung kostenlos ist) aus der PResseerklärung abgeschriebenen bullschitt braucht wirklich kein mensch.

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