Meikrosoftie des tages

Der baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink fordert nun Microsoft mit Blick auf die bekannt gewordenen Sicherheitslücken auf, „schleunigst nachzubessern und sich spätestens ab Ende Mai an die Datenschutz-Grundverordnung zu halten“. Die Systemadministratoren der betroffenen Systeme sollen bis dahin „durch entsprechende Grundeinstellungen dafür sorgen, dass möglichst wenig übertragen wird.“

Hej, datenschutzbeauftragter Stefan Brink, du hilfloser kasper mit gebremstem unterhaltungswert! Ich glaube kaum, dass deine lächerliche aufforderung meikrosoft mehr als ein müdes gähnen abverlangen wird. Also konzentrier dich mal auf das, was innerhalb deines einflussbereiches liegt und sorg dafür, dass die verwaltungen in der BRD nicht den als betrübssystem getarnten trojaner von meikrosoft einsetzen, damit die BRD-verwaltungen sich an die datenschutz-grundverordnung der europäischen unjon halten. Denn im gegensatz zum meikrosoft müssen die das. Und fordere unternehmen in der BRD dazu auf, den als betrübssystem getarnten trojaner nicht zu nutzen und sorg dafür, dass es richtig teuer wird, wenn sie auf diese aufforderung pfeifen, und nicht erst, wenn das kind schon im brunnen skelettiert ist. Denn das windohs zehn eine datenschleuder ist, das ist schon etwas länger bekannt.

Ach, du forderst lieber meikrosoft auf, obwohl das EU-recht für meikrosoft so viel bedeutet wie für mich in der BRD die scharia. Du simulierst also medienwirksam aktivität, während in der vergewaltungen der BRD der gewohnte wahnsinn einfach weiterläuft, weiterlaufen soll und noch ein paar jahrzehnte weiterlaufen wird. Ist schon scheiße, wenn man sich dermaßen abhängig von einem einzigen anbieter aus dem ausland macht, dass man darüber völlig machtlos wird, nicht?! Vor allem, wenn man das freiwillig tut.

Ja, Stefan Brink, ich habe verstanden, worin du deine aufgabe siehst. Schade, dass es nicht der datenschutz ist.

Gruß auch nach münchen! Viel spaß noch mit windohs zehn!

Dissertazjon des tages

Hat vielleicht mal jemand lust, die dissertazjon von frau dr. rer. nat. Sabina Jeschke, gegenwärtige p’litische günstlingin der SPD im bahnvorstand, zu lesen? Ist auch richtig „gut“, hat auch richtig pralle „summa cum laude“ gekriegt. Aber achtung! Dünnbrettbohreralarm!

Die vorliegende Arbeit beleuchtet vielfältige, ausgewählte Aspekte dieses gesamten komplexen Themenkreises, die weitgehend in Form von „Essays“ (Kapitel auf der Hauptebene) formuliert werden […] Obwohl die Fragestellungen des Teils E sich nahtlos an die vorangegangenen Kapitel anschließen, kommt diesem Abschnitt im Rahmen dieser Arbeit eher die Bedeutung eines Anhanges zu: Hier werden (Forschungs-)Fragen diskutiert, die weniger naturwissenschaftlich-fachspezifischer Natur als vielmehr dem Bereich Organisation und Management zuzuordnen sind

Wisst ihr noch, damals, als eine doktorarbeit ein fortschritt für die wissenschaft sein sollte. :mrgreen:

Ich habe da nur ein paar seiten kwergelesen, was leicht fällt, weil man nach harten inhalten vergeblich sucht, und ich habe schnell damit angefangen, den dissertazjonsmüll ganz schnell durchzublättern, weil die bullschittdichte meinem köpfchen zu schaffen machte, aber auf beinahe jeder seite findet sich ein klopper, der schon einen interessierten laien mit richtigen kenntnissen zum lachen bringt.

Immerhin hat die gute frau doktor (oder ihr tippsklave) es geschafft, das ding in LaTeX zu setzen und durchaus anspruchsvoll zu formatieren. Das ist bei doktoren mit p’litikhintergrund wahrlich keine selbstverständlichkeit, wie ich in den vergangenen jahren schon mehrfach feststellen durfte.

Nur für den unwahrscheinlichen fall, dass dieses kleine dokument der zeitgeschichte demnächst aus dem freien internetz verschwinden sollte, gibt es hier eine lokale kopie. Niemanden soll der genuss einer 306seitigen doktorarbeit der matematik (denn genau das ist informatik, und deshalb ist frau Jeschke jetzt ja auch eine dr. rer. nat.) vorenthalten werden, in der sich zwar etliche langatmige aufzählungen verblüffend geringer informazjonsdichte, teilweise lustige visualisierungen (hier nur ein völlig willkürlich ausgewähltes beispiel von seite 159, es ist stellenweise ein bildchen nichtssagender als das andere)…

Unbedingt erforderliche visualisierung einer anmeldemaske mit benutzer-ID und passwort

…und viele gewinngarantien für eine runde bullschittbingo finden, aber dafür (außerhalb von gelegentlichen screenshots von anwendungssoftwäjhr) keine einzige formel und keine einzige darlegung oder gar matematische analyse eines algoritmus.

Wie die werte frau doktor matematikerin an die matematik herangeht? Ach, ich gebe ihr selbst das wort (seite 195):

Moderne 3-D Spiele-Engines können verwendet werden, um virtuelle mathematische Welten zu erzeugen. Solche Welten sind interaktiv erkundbar und sind mit mathematischen Modellen, Demonstrationsobjekten und Effekten angefüllt. Durch das Hinzufügen detaillierter mathematischer Erklärungen und Anweisungen auf Anforderung wird die Engine-Umgebung zu einem mächtigen Werkzeug. Schöpferisches Talent, intellektuelle Neugier und Spielinstinkt werden Teil der Lernprozesses

Mit allergrößtem lobe! So lange die frau doktor das nicht selbst (mit-)programmieren muss, sondern nur darüber schwafelt… 😀

Hach, waren das noch schöne zeiten, als die universitäten in der BRD noch keine titelmühlen für dünnbrettbohrer waren!

„Terror“ — und das übliche muster

Der Täter war den französischen Behörden bereits bekannt. Innenminister Collomb teilte mit, es handele sich um einen Kleinkriminellen, der aus Marokko stamme und wegen Waffenbesitzes und Drogenkonsums vorbestraft gewesen sei. Der 25-Jährige sei zwar von der Polizei beobachtet worden, man habe aber nicht mit einer Radikalisierung gerechnet: „Er ist plötzlich zur Tat geschritten, obwohl er schon überwacht wurde.“

[Archivversjon]

Wohlbekannte und aktiv überwachte täter schaffen es trotz ihrer polizeilichen oder geheimdienstlichen bekanntheit und trotz ihrer laufenden überwachung, mit waffen durch eine stadt zu laufen und irgendwo leute abzuknallen.

Ebenfalls zum üblichen muster gehört, dass demnächst unsere heißluftspender von innenp’litikern die ausweitung der möglichkeiten von polizeien und geheimdiensten fordern werden, um den terrorismus noch entschlossener bekämpfen zu können. Wir finden die nadeln im heuhaufen nicht, also bringt uns mehr heu.