„Cyber cyber“ des tages

Wisst ihr noch, der bundeshäck? Nein, nicht der vorletzte, sondern der letzte. Der, der total harmlos war, weil er völlig unter kontrolle war (obwohl niemand zu sagen wusste, ob er noch weiterläuft) und bei dem die „häcker“ nur sex dokumente des auswärtigen amtes mitnehmen konnten.

Das scheint doch ein bisschen mehr mitgenommen worden zu sein, denn die bummspolizei hat jetzt strafanzeige erstattet, weil etliche anmeldedaten… ähm… irgendwoanders zu datenreichtum führten. Und jetzt erfährt man auch endlich mal, was für unsere ganzen cyber-cyber-komiker in der BRD-p’litik so ein häckerangriff ist, für den natürlich nur die pösen pösen russen in frage kommen:

Laut der Zeitung geht die dem Bundesinnenministerium unterstellte Polizeieinheit davon aus, dass die Angreifer mit Phishing-Mails rund 3000 Zugangsdaten von Bundespolizisten für ein Portal der zunächst betroffenen Hochschule des Bundes (HS Bund) beziehungsweise der am gleichen Ort sitzenden Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BAköV) in Brühl erbeutet haben

Müsst ihr verstehen: jemanden eine (hoffentlich wenigstens leidlich personalisierte) mäjhl zu schicken, wo irgendein bullschitt gefolgt von einem „klicken sie hier“ drinsteht (oder ein trojaner zum klicke-klicke-aufmachen dranhängt), das ist das neue häcken. Was ich nicht schon alles an „häckerangriffen“ erlebt habe!!elf!!!1!1! :mrgreen:

So, und jetzt noch eine kleine zusatzaufgabe für angehende hobbyadministratoren: wenn ihr einen neuen sörver aufsetzt, wann vergebt ihr ein selbstgewähltes und gutes passwort für das administratorkonto auf dem sörver?

[ ] Sofort nach der installazjon des betrübssystemes
[ ] Nicht sofort, aber bevor der sörver ans netzwerk geht
[ ] Gar nicht, wenn es ein vorgabepasswort gibt, das muss ja sicher sein…

Dreimal dürft ihr raten, was administratoren in lohn und brot der bummsverwaltung hier geantwortet hätten:

Zusätzlich verwies das DFN-Cert darauf, dass in Standardinstallationen von Ilias bekannte Zugangsdaten für den Benutzer „root“ verwendet und Administratoren der Software „zu keiner Zeit im Installationsvorgang zu einer Änderung des Passworts aufgefordert werden“. Es sollte daher sichergestellt werden, dass das Standardpasswort für dieses weitreichende Konto nicht verwendet werde

Oh, hl. scheiße! Einmal ganz davon abgesehen, dass womöglich sogar ein sshd durch die firewall gelassen wurde, der eine anmeldung als root ermöglicht hat, wenn das nicht mit einem trojaner erledigt wurde… m(

Fehlt nur noch, dass das vorgabepasswort changeme gelautet hat. :mrgreen:

Smartdingens des tages

Abhör-Alptraum:
GPS-Smartwatch für Kinder und Senioren lässt sich von Fremden belauschen

[…] Um die Abhörfunktion der Uhr zu aktivieren, ist keine Anmeldung und kein Passwort nötig. Bekannt sein muss lediglich die einmalige ID des Gerätes […]

Auch weiterhin viel spaß mit den ganzen tollen smartdingern, die ihr euch mitten in euer leben stellt! Wenn euch doch nur einer gewarnt hätte!!1!

Natürlich wird auch diesmal niemand haften, und die sicherheitslöcher werden nicht geflickt. Schmeißt einfach weg und kauft einfach eine neue! So ists brav, konsumtrottel!

Geistige eigentümlichkeit des tages

Fiepser beim zwitscherchen „klauen“

Der selbst ernannte Poet hatte hundertfach fremde Tweets kopiert und unter eigenem Namen verbreitet. Sogar die Rechtschreibfehler übernahm er. Beklaute, die ihn anschrieben, wurden geblockt

Na, so lange scheißverleger irgendwelche fiepser irgendwelcher zwitscherchennutzer auf papier stempeln lassen, um die bücher an leute zu verkaufen, die noch nicht rausgekriegt haben, was das internetz ist und wie man darin dieses zwitscherchen findet, so lange lohnt sich auch so ein kleines, geldsaugendes vampirgeschäft an der kommunikazjon von menschen. Schon scheiße für die scheißverleger, dass sie so wenig geschäftsmodell haben, dass sie sogar zum internetzausdrucken übergehen… 😀

Ev.-luth. kristentum des tages

Der Antisemitismus-Forscher Manfred Gailus aus Berlin hält das Auffinden sogenannter Hitler-Glocken vor allem in protestantischen Gotteshäusern nicht für Zufall […] von Theologen geführte Massenbewegung wie die evangelischen Deutschen Christen […] Insgesamt sind im Reformationsgedenkjahr 2017 etwa ein Dutzend Glocken mit gedenkpolitisch fragwürdigen bis völlig inakzeptablen Widmungen und Symbolen aus der NS-Zeit entdeckt worden […] Wie eine Reihe jüngerer Studien gezeigt hat, gehörten in evangelischen Landeskirchen durchschnittlich etwa 15 bis 20 Prozent der Pfarrer der NSDAP an

Dauerhaft archivierte versjon wider das „wieder das vergessen“.

Hej, und morgen feiern sie mit tanzverboten und erzwungener gesellschaftstrauer, dass Jesus gehakenkreuzigt wurde. :mrgreen:

Alles kein problem

Wie, datenskandal beim fratzenbuch? Dann gibt das fratzenbuch eben seinen lemmingen… ähm… datenbergwerken… ähm… nutzern ein bisschen „gefühlte privatsfäre“ und überwacht, trojanifiziert und datensammelt weiter wie gehabt. Wer die trojanische scheißäpp vom scheißfratzenbuch auf seinem wischofon nutzt, funkt sogar zum fratzenbuch, mit wem er wann telefoniert und das fratzenbuch schaufelt sich damit die datenbank voll. [Achtung! Der link geht zum zwitscherchen und ist leider schwierig archivierbar oder bildschirmfotografierbar. Leute, benutzt für so etwas einen anderen, datenschonenderen publikazjonskanal!] Aber kaum hat man den fratzenbuch-dschunkies etwas privatsfären-schlangenöl in die nüstern gepustet, schon sind die ganzen konsumtrottel beruhigt und sorglos wie immer — und mit den paar leuten, die trotzdem abspringen, wäre eh kein geschäft zu machen gewesen.

Wer allen ernstes glaubt, dass die hinweise, anzeigen und hilflosen klix in irgendeiner webseite vom fratzenbuch etwas mit seiner privatsfäre zu tun hätten, wenn er das fratzenbuch nutzt, glaubt vermutlich auch an den weihnachtsmann, den eierlegenden hasen und wählt CDUCSPDUAFDPGRÜNETC, damit sich in diesem land mal etwas ändert. 😦

Und denmächst, so in zwei wochen, wenn gras über die sache gewaxen ist, ein abhörmikrofon und eine überwachungskamera… ähm… einen „smarten lautsprecher“ vom fratzenbuch ins leben stellen! Den könnt ihr dann beim nächsten „datenskandal“ (jornalistendeutsch für das geschäftsmodell des fratzenbuches) darum bitten, dass er euer fratzenbuch-konto löscht. Willkommen in der idiocracy! Und Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen!

Klarstellung: ich finde grenzkriminelle scheißspämmer widerlich, und der ekel wird nicht kleiner, wenn sie zur börsennotierten unternehmung ohne seriöses geschäftsmodell heranwaxen!