Propagandaanalyse des tages

Wie laufen feministische kampanjen im zwitscherchen, inwieweit transportieren sie propaganda für eine ideologie und wer oder was treibt sie voran. Längerer text, hier nur ein appetithäppchen:

Die Kampagnen versuchen stets, den Eindruck einer Graswurzelbewegung zu vermitteln, was scheinbar durch die große Zahl der Tweets bestätigt wird (auch wenn nur ein Bruchteil der Tweets die Kampagne tatsächlich unterstützen). Tatsächlich werden aber alle Kampagnen von Beginn an massiv von den (feministischen) Medien und ggf. von feministischen Politikerinnen unterstützt (als Beispiel analysiert ein separater Blogpost die „private“ MeToo-Kampagne von ZEIT Online). Ohne diese Unterstützung wären die Kampagnen nicht erfolgreich. Die Initiatoren haben oft schon vorher sehr gute Beziehungen zu den Medien.

Es handelt sich daher in Wirklichkeit um mediale Kampagnen (bzw. Astroturfing). In einigen Fällen kamen die Kampagnen trotz medialer Unterstützung nicht recht ans laufen, solche Kampagnen sind hier ebenfalls aufgeführt.

Da nimmts doch nicht mehr wunder, dass irgendwelche häschtäggs von scheißjornalisten einen preis für jornalismus verliehen bekommen…

Stirb, scheißjornalist, stirb! Verrecke, scheißpresse, verrecke!

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Jornalistische verdummung des tages

Zurzeit schreiben ganz viele kwalitätsjornalistische jornalismusprodukte davon, dass der DNS-sörver von „cloudflare“ mit seiner leicht einprägsamen IP-adresse voll gut wäre.

Ich würde davon abraten, den zu nutzen. Dem betreiber eines DNS-sörvers teilt man sämtliche domäjhnnamen mit, die man verwendet, und zwar immer schön zusammen mit der eigenen IP-adresse, was eine pseudonyme zuordnung ermöglicht. Dass die daten — ganz großes ehrenwort von einer „cloud“-klitsche — nicht und niemals für nichts missbraucht werden, halte ich für unglaubwürdig. Vor allem, wenn sie in den USA anfallen.

Das web wird davon auch nicht fühlbar schneller. Was das web gefühlt langsam macht, ist nicht die namensauflösung, sondern die ganze reklame und die ganze träckende javascript-kacke, die oft aus mehr als zehn verschiedenen, über das ganze web verteilten kwellen zusammengepfriemelt wird. Beides kann man abstellen, ohne, dass man in der folge weniger privatsfäre hat. Ganz im gegenteil, mit addons wie ublock origin¹ und noscript hat man sogar mehr privatsfäre. Und ein schnelleres, schöneres web. 😉

Aber das werden euch scheißjornalisten gewiss nicht sagen. Denn sie leben davon, dass sie ihre leser an überwachungs- und reklameklitschen verkaufen. Wer sich von jornalisten darüber informieren lässt, wie das internetz funkzjoniert, ist im regelfall verraten und verkauft und kann schon froh sein, wenn nur die fakten verschwiegen werden und auf offene lügen verzichtet wird. Die jornalisten im brote der scheißpresseverleger sind eben eure feinde.

Situazjonen, in denen der vom proweider über DHCP übermittelte DNS-sörver so lahmarschig ist, dass man etwas davon bemerkt, sind tatsächlich eher selten.

¹Ich verlinke hier zu github, weil ich in der BRD ein werbeblockerverbot nebst einer gesetzlich erzwungenen verhinderung des zuganges zu werbeblockern in den addon-verzeichnissen der großen webbrauser für möglich halte. Spätestens dann ist es gut, zu wissen, wie man auf anderen wegen drankommt.

Digitalkäse des tages

Endlich tut mal einer was gegen die ganzen funklöcher im mobilfunknetz!!!1!

Der Zustand des deutschen Mobilfunknetzes sei „für eine Wirtschaftsnation untragbar“, sagte Scheuer. Die Bundesregierung sage daher „den Funklöchern in Deutschland den Kampf an.“ Noch in diesem Jahr wolle die Koalition „einen Funklochmelder an den Start bringen“. Der Bundesnetzagentur solle dabei eine wichtige Rolle zukommen. „Wir werden eine App entwickeln, die nach dem Modell von Staumeldern funktionieren soll“, sagte der Minister. Über diese App könnten die Bürger melden, wenn sie in ein Funkloch gerieten. So könne „die Jagd auf die weißen Flecken im Mobilfunknetz eröffnet“ werden, sagte Scheuer

[Archivversjon]

Und das alles noch in diesem jahr!!1!!!elf! Wird sicher genau so fristgerecht fertig wie der berliner fluchhafen. :mrgreen:

Nein, eine solche äpp ist kein großes problem. Die GPS-koordinaten sind dem wischofon-betrübssystem bekannt. Ob ein funkloch vorliegt, könnte es anhand der ebenfalls bekannten signalstärke und des verwendeten standards ermitteln. Dann wird das in eine kleine lokale mysqli-datenbank geschrieben und übermittelt, sobald wieder eine datenleitung zur verfügung steht. Vielleicht sollte man noch doppelbenachrichtungen unterdrücken, also im umkreis von — sagen wir mal — tausend meter um ein bereits gemeldetes funkloch nicht noch einmal melden. Das ist wahrlich kein hexenwerk. Für die bloße händi-äpp sehe ich nichts, was einen entwicklungsaufwand von wesentlich mehr als einer woche, bei weiteren anforderungen (bundestrojanerschnittstelle für händis integrieren) vielleicht drei wochen rechtfertigen würde. Und sörverseitig ist das vor allem eine große datenbank mit ort und zeit der meldung (um zur erfolgskontrolle die entwicklung verfolgen zu können) und darstellung der auswertung, damit die werten herren neulandbeamten auch etwas zum ausdrucken haben. Das kartenmaterjal von openstreetmap ist frei und naturgemäß gut geeignet für die datenverarbeitung, vermutlich wird eine bummsbehörde aber auch ihr eigenes, ebensogut geeignetes kartenmaterjal vorliegen haben. Kurz: auch hier sehe ich nichts, was eine jahresfrist erforderlich machte. Wenn man jetzt mit der entwicklung (zunächst der äpp und der API, die von der äpp benutzt wird, sowie der datenhaltung auf einem sörver) begönne, wäre der teil, den die menschen in den taschen tragen, also in rd. zwei wochen fertig, gerade passend zur zeit der wärme und der neu ergrünenden bäume, in der viele menschen auch wirklich unterwegs sind. Dann noch eine kleine kampanje, damit sich auch ein paar leute die bundesfunklochäpp installieren, und gleichermaßen schnell wie preiswert gäbe es verlässliche und belastbare daten über die mobilfunkabdeckung.

Aber vermutlich denkt der werte herr Scheuer von der rechtspopulistischen CSU eher daran, den ganzen kram mit einem hohen zweistelligen milljonenbüdjet von t-systems, siemens und meikrosoft entwickeln zu lassen, und dann dauert es natürlich ein bisschen länger und wird ein bisschen teurer… genauer gesagt: es dauert mindestens doppelt so lang wie projektiert und wird mindestens viermal so teuer. Aber das ist ja nicht das geld des werten herrn Scheuer.

Wozu vermutlich niemals kommen wird:

Auf der Grundlage dieser Informationen könne die Regierung mit den Mobilfunk-Anbietern darüber sprechen, wo weitere Sendemasten aufgestellt werden müssten

Es wird vermutlich niemals dazu kommen, dass die mobilfunkproweider verpflichtet werden, innerhalb einer angemessenen frist für eine flächendeckende versorgung zu sorgen. Denn von einer solchen verpflichtung — die der gesetzgeber ohne weiteres schaffen könnte — ist in der PResseerklärung ja nicht die rede. Aber hej, dafür hat man mal auf der basis teuer eingesammelter daten unverbindlich miteinander gesprochen. Und man hat seinen korrupzjonskumpels von t-systems und siemens ein paar milljönchen zugespielt. Das ist doch auch etwas! :mrgreen:

Andreas Scheuer von der CSU belegt jedenfalls von anfang an, was er für ein dummer, populistischer heißluftspender ist.