Zitat des tages

Weidel sprach dabei von „Kopftuchmädchen, Messermännern und sonstigen Taugenichtsen.“ Das war klug, das war sehr klug, denn die gewählten Substantive trafen genau das, was als dumpfe Mischung dazu geeignet ist, ein Feindbild zu schaffen, das es in sich hat. Es ist genderdiffamierend, es ist rassistisch und es ist antisolidarisch. Das ist ein Design, das wir seit den Nazis so kennen. Damit spielt man nicht. Und wer damit spielt, dem muss das Handwerk gelegt werden – politisch, wirtschaftlich und strafrechtlich. Brandfackeln wie Alice Weidel einfach weiter so flackern zu lassen mit dem Verweis auf demokratische Rechte, ist so, als ermunterte man sie nur dazu, weiter mit dem Ölkännchen auf Tournee zu gehen.

Aber machen wir uns nichts vor. Das ist die eine Seite, die besorgen muss. Die andere ist die, sich einer Politik hinzugeben, die sich als moralisch überlegen und alternativlos wähnt, obwohl sie voller Unzulänglichkeiten ist. Zu vieles ist in den letzten Jahren nicht mehr erklärt worden, zu vieles strotzt voller Widersprüche, als dass sich nicht zunehmend viele Menschen als Opfer einer Machtarroganz fühlen, derer sie überdrüssig sind

Kwelle: „Neue Debatte: Es sollte sich nicht wiederholen

3 Antworten zu “Zitat des tages

  1. […]Das ist ein Design, das wir seit den Nazis so kennen.[…]

    Falsch – das ist viel älter! Die Eugenik gab es schon viel früher, Ende des 19. Jahrhunderts und die Anthropologie ist noch älter. Die Nazis sowie der Hitler in seinem „mein Kampf“ (nicht von ungefähr war er ein großer Fan vom Antisemiten Henry Ford) haben sich dieser Eugenik und Ressenlehre nur bedient und es dann auf die Spitze getrieben, zum Großteil finanziert durch US Amerikanische Eliten. Warum blendet man den Faschismus in den USA noch vor Nazideutschland immer aus? Ach verstehe, die Dummbildung!

    • Oh, ein wenig wird es ja doch deutlich, in dem verlinkten Artikel:

      […]Es ist die Erkenntnis, dass die beiden Triebkräfte des Faschismus der Elite entstammen. Es ist die Dominanz der Schamlosigkeit, die auf beiden Seiten vorherrscht. Die einen sich schamlos an der eigenen Macht und am eigenen Reichtum labend, die anderen schamlos auf die Wut und Demütigung der Übervorteilten spekulierend. Das ist es, was als Kern des Problems zu identifizieren ist.

      Auch das ist nicht alt, aber das Wissen um seinen Bestand muss beflügeln. Es geht darum, schnellstens den Kampf gegen beide Flügel der Elite zu führen. Es reicht nicht, sich den Mächtigen anzuschließen, um die Hungrigen zu bekämpfen. Die Mächtigen müssen lernen, dass sie kein anderes Schicksal erwartet als diejenigen, die jetzt mit böser Zunge am Feuer spielen.[…]

      Das ist der Punkt die Eliten haben mit der Eugenik schon viel früher angefangen – man möge nur mal an die Vermessung von Schädeln denken – die so genannte Rassenreinheit war schon vor Hitler-Deutschland ein großes Thema bei den Eliten in den USA.

      • Achso. Noch etwas zu dem Zitat mit dem Kern des Problems am Ende des ersten zitierten Absatzes. Der wieder aufkeimende Faschismus mit z.B. der AfD ist das übliche „teile und herrsche“ und zugleich Ablenkungsmanöver der Eliten (man möge sich doch mal die AfD genau anschauen, welche Politik die wirklich verfolgen und von wem die finanziert werden) und im Hintergrund reißen sich die neoliberalen bzw. marktradikalen Eliten mit ihren Großkonzernen auch noch den Rest der Welt unter den Nagel! Alleine das Täuschungsmanöver der EU mit der angeblichen Förderung (gibt es hoch offizielle Dokus dazu) Afrikas sollte die Menschen aus ihrer Lethargie reißen. Aber das ist ja nur zum Wohle der Afrikaner, wenn man sie ihres Landes enteignet damit sie bei den Konzernen schuften müssen und vor allem gut für „unseren“ Wohlstand!

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