Heise-kwalitätsjornalismus des tages

Bundesnetzagentur beendet Abzocke mit weißrussischen Ping-Anrufen

Beenden ist ja ein schönes verb. Und, was hat die bundesnetzagentur jetzt gemacht, damit die abzocke beendet ist?

Die Bundesnetzagentur hat mehrere Dutzend weißrussische Rufnummern abgeschaltet, die für Ping-Anrufe missbraucht worden sind

Jaou, das wirds bringen, aber nachhaltigst!!1! :mrgreen:

Unterdessen könnte man irgendwo in bjelorussland das folgende gespräch hören:

„Hej, Boris, wir können jetzt nich mehr in den puff gehen.“
„Wieso, Pjotr, hat der puff zugemacht?“
„Nee, Boris, die haben in deutschland einfach unsere telefonnummer für unsere betrügerische abzocke abgeschaltet. Wo sollen wir denn jetzt das ganze geld für den puff hernehmen?“
„Ach, Pjotr, das ist doch kein problem, ich bestelle einfach neue telefonnummern, und dann machen wir mit denen weiter“
„Hej, Boris, du bist einfach genial!“

Aber hauptsache, der DPA-jubeljornalismus meldet einen von „beendet“ und „hat ein ende“, mit tiefem staatsreligjösen dank an die bundesnetzagentur, und solche ehemalgen fachverlage wie heise schreiben diesen bullschitt auch noch unreflektiert und ohne jede eigene ergänzung ab.

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Wicked pedia des tages

Propaganda durch wikipedia-edits ist ja nichts neues, aber doch immer wieder bemerkenswert:

Wussten Sie zum Beispiel, dass Anetta Kahane, Vorstandsvorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung (die Hate Speech in Sozialen Medien identifiziert und entsprechend berät), Stasi-Mitarbeiterin war? Nun, wenn Sie es wissen, dann wahrscheinlich nicht aus Wikipedia, denn die Information wurde inzwischen auf perfide Weise marginalisiert

Fäjhknjuhs des tages

Der „chaos computer club südostschweiz“, der eine datenabladestelle für informanten namens „swissleaks“ betreibt und demnächst eine veranstaltung namens „chaos alpen kongress“ machen will, hat nichts mit dem CCC zu tun.

Nicht, dass noch jemand darauf reinfällt oder sich gar nach lesen der üblichen fäjhknjuhs auf irgendwelchen jornalljewebseits darauf verlässt, dass die von diesen leuten betriebene datenabladestelle für informanten so gut und sicher wäre, wie es der ruf des CCC verspricht.

Contentindustrie/scheißjornalismus des tages

Nur ein linkchen — telepolis: „Journalismus im Pfingsturlaub“

Auch weiterhin viel spaß mit dem kwalitätsjornalismus und der darin verabreichten p’litischen bildung! Müsst ihr verstehen, fäjhknjuhs gibts nur beim fratzenbuch, beim zwitscherchen und in irgendwelchen blogs! Lest lieber zeitungswebseits! :mrgreen:

Ach ja, hübsche kommentärchen gibt es auch.

Und ja, übermedien zum tema habe ich auch gesehen, aber ich verlinke nun einmal lieber kwellen, die nicht von betonköpfigen jornalisten gemacht werden und deshalb nach einiger zeit hinter einer bezahlmauer verschwinden, so dass sie ihre nutzbarkeit als zitierfähige kwelle verlieren. Deshalb hier auch nur ein dauerhafter archivlink.

Datenschleuder des tages

Benutzt hier noch jemand dieses „ghostery“ von der schadsoftwäjhr-nebenstelle des burda-verlages? Das ist keine gute idee, denn so eine klitsche sammelt nun einmal ganz schlechtes karma an:

Der auf Datenschutz bedachte Tracking- und Werbeblocker Ghostery hat in einer Aussendung anlässlich des Starts der DSGVO versehentlich E-Mail-Adressen von Account-Inhabern verraten […] Ironischerweise soll der Hintergrund des E-Mail-Unfalls der Wechsel des E-Mail-Managements von einem Dienstleister zu einem selbst verwalteten System gewesen sein

Bwahahaha! Die kennen sich echt aus mit dem datenschutz beim burda-verlag!