Jornalismus des tages

Endlich hat der scheißjornalismus im zeitalter des adblockers und des wegbrechenden werbemarktes ein neues geschäftsmodell gefunden: geld für schleichwerbung und leserkommentar-manipulazjon annehmen:

Die britische Tageszeitung Evening Standard soll mehreren Unternehmen für hohe Beträge eine positive Berichterstattung angeboten haben […] Demnach sollen Firmen wie Google und Uber eine halbe Million britischer Pfund gezahlt haben, um das Zeitungsprojekt „London 2020“ zu unterstützen. Im Gegenzug seien ihnen nicht nur als Werbung gekennzeichnete Artikel versprochen worden, sondern auch eine Berichterstattung, „die man mit Geld nicht kaufen kann“, sowie „gefällige“ Erwähnungen in den Kommentarspalten

Das wird den scheißjornalismus jetzt aber endgültig retten!!1!

Gut, das geschäftsmodell ist jetzt nicht neu, neu ist aber, dass es mal so richtig krachend auffliegt und dass man es nicht als wirre verschwörungsteorie abtun kann.

Also leute, immer schön für den „paid content“ zahlen! Auch, wenn er aus ungekennzeichneter reklame besteht. Wisst schon, jornalismus ist voll wichtig für eure p’litische bildung und ermächtigt euch, gut informierte entscheidungen zu treffen… :mrgreen:

3 Antworten zu “Jornalismus des tages

  1. Apropos. Kennst Du das „Watch me – das Kinomagazin“ im TV?

    Da ist auch eine Schleichwerbung ohne Kennzeichnung mit z.B. „Dauerwerbesendung“.
    Ausnahmslos Lobpreisungen der jeweiligen Filme und Schauspieler. Und nein, es ist keine Eigenwerbung der jeweiligen Sender und es kommt auch keine Kritik darin vor, wie man es von einem Filmmagazin erwarten könnte – widerliche Beweihräucherungen und Schleichwerbung am laufenden Band.

    • Nee, das habe ich bis jetzt nicht mal irgendwo im hintergrund mitgekriegt. Als ob es noch einigermaßen nennenswerte filme gäbe! (Doch, es gibt noch ein paar. Aber von denen hört man sicherlich nicht in so einem „magazin“ voller reklame für die leichtbestupsbare generazjon auf dem weg in die idiocracy.)

  2. Das Format ist ungefähr so: Filme (überwiegend Mainstreamzeug) die aktuell im Kino sind, bzw. ins Kino kommen werden mit einer Art Kurz-Making-Of dargestellt, das von Beweihräucherungen über den Film und über die Schauspieler, auch von den Schauspielern gegenseitig, oder vom und über den Regisseur, nur so strotzt. Kritik kommt niemals vor. Es ist einfach nur ne Dauerwerbesendung um die Leute ins Kino zu locken.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.