Wovon sich ARD und ZDF mal etwas abgucken können

Ja, ich weiß, die meldung ist etwas älter, nämlich über eine woche alt, aber so schön, dass ich sie trotzdem erwähnen möchte:

Der ORF hat am Donnerstag erste Details zu seinem „Rückzug“ aus Sozialen Medien, vor allem Facebook, festgelegt. In einer internen Mitteilung wird unter anderem ein Werbeverbot in und für Social Media festgelegt, ORF-Videos dürfen nicht mehr direkt gepostet, sondern nur verlinkt werden. Die Zahl der Facebook-Präsenzen des ORF – rund 70 derzeit – sollen um 80 Prozent reduziert werden […] „Werbliche Hinweise auf Facebook oder andere Soziale Medien“ im ORF-TV und -Radio sowie Teletext, die „den ORF-Auftritt auf Facebook bzw. auf anderen Sozialen Medien promoten bzw. bekannt machen“ sind demnach künftig zu unterlassen

Gefällt mir. Däumchenhoch. Herzchen. Pluseins. 😉

Wie begründen wir mal internetzzensur?

Eine sehr kreative begründung für internetzzensur hat sich der ukrainische geheimdienst SBU ausgedacht:

Vorbeugung gegen Gefahren für die Informationsfreiheit

Gut merken. Hier wird man das im p’litischen neusprech auch nicht wesentlich anders nennen, wenn man damit beginnt, chinesisch durchzuzensieren.

Und ja, ich habe gemerkt, dass heise in der begründung einmal „informazjonsfreiheit“ und ein anderes mal „informazjonssicherheit“ zitiert [archivversjon, falls der fehler korrigiert wird]. Vermutlich war die meldung schon bei der DPA so kaputt. Und dass man sie mal liest, bevor man sie automatisiert ins CMS importiert und ein dummes symbolbild dazu stellt, um werbeplätze zu vermarkten, ist vom contentindustriellen jornalisten ja wirklich zu viel verlangt.

Digitalisierung des tages

Reiner Sörries, Experte für Sepulkralkultur, forderte am Freitag in Nürnberg beim „Friedhofskulturkongress“, der Friedhof der Zukunft sollte etwa eine Gräbersuche per GPS anbieten oder Drohnen einsetzen, um entfernt wohnenden Verwandte einen Blick auf das Grab der Großeltern zu ermöglichen

Und wenn sie jetzt nur noch fünf øre überweisen, dann wirft die drohne auch eine blume über dem grab ab! :mrgreen:

Contentindustrie des tages

Wer hätte gedacht, dass die „kostenlose zeitung“, die vergällt mit siebzig prozent reklame in jeden wehrlosen briefkasten geworfen wird, einmal zum sinnbild für die zukunft des printjornalismus werden könnte. Zum beispiel beim bekannten arsch- und tittenblatt „stern“.

Das sind übrigens die gleichen scheißpresseverleger, die auf der anderen seite ihre webseits hinter bezahlmauern verlegen wollen, wenn sich das geschäft mit der reklame nicht mehr lohnt. Die frage, wie viel lack man jeden tag trinken muss, um so denken zu können, kann ich leider auch nicht beantworten…

C++

Damals, etwas vor meiner zeit, sagten einige über die programmiersprache C, sie sei ein B mit einem typsystem. Und etwas später, deutlich in meiner zeit, sagte Bjarne Stroustrup, dass er mit C++ begonnen habe, um ein C mit klassen zu haben. Ich würde mir sehr wünschen, dass jetzt noch jemand C++ (meinetwegen zu D++) inkrementiert, um ein C++ mit einem konzept zu erschaffen…