EU des tages

Online-Plattformen sollen von Nutzern hochgeladene Inhalte überwachen und filtern. Ein fünfjähriges Leistungsschutzrecht wurde auch beschlossen

Jetzt ist das BRD-rohrkrepierer-gesetz, dieses „leistungsschutzrecht für presseverleger“, in der brüsseler lobbykratie zum EU-recht geworden. Bei der gelegenheit konnte man es auch gleich ein bisschen verschärfen, es gucken ja jetzt alle äuglein auf den fußball:

Anders als hierzulande werden auch kleinste Auszüge aus Texten in Form sogenannter Snippets erfasst

Mal schauen, ob guhgell jetzt bereiter wird, scheißpresseverlegern geld dafür zu bezahlen, dass sie verlinkt werden und ihnen damit ein geschäftsmodell ermöglicht wird. Je eher die gesamte scheißpresse aus suchergebnissen rausfliegt, desto besser!

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke! Und hej, du tapferer scheißjornalist, der du tapfer geschwiegen hast, bis die sache deiner ausbeuter durch war, du kannst gleich mit sterben gehen. Was schon am fallen ist, das sollte man doch besser kräftig schubsen, bevor es sich die sache noch einmal anders überlegt.

4 Antworten zu “EU des tages

  1. Tzja. So ist das halt mit der Staats- und vor allem der Technikhörigkeit. Die Technik ist der Heilsbringer und das wird gerade von den Nerds propagiert und vorgelebt. Da muss man sich über solche Auswüchse nicht mehr wundern.

    Als nächster Schritt für die Filter wird dann per Gesetz erlassen, alles was veröffentlicht werden soll, muss zuvor durch einen zentralen Prozess zum Fingerprinting und Werke die solch einen Fingerprint nicht haben, werden schlicht verboten. Das Verfahren wird natürlich Geld kosten und so kann ein kleiner, armer Künstler das gar nicht stemmen. Das reduziert die Datenmenge und hauptsächlich die großen der Branche, die sich das gerne leisten werden, profitieren davon.

    Schönes neues Kaufhaus ähhhmm Schöne neue Welt!

  2. Wenn Du mal wieder über die Kompetenz von Heise-Redakteuren herzlich lachen willst, hier eine Kostprobe zu den so genannten Uploadfiltern:

    […]Das bedeutet: Plattformbetreiber wie YouTube oder Facebook müssen Inhalte, die sie urheberrechtsmäßig für problematisch halten, demnächst schon vor dem Hochladen löschen.[…]

    Soso, also schon vor dem hochladen1!!11!

    Wenn Du demnächst also etwas auf Deiner Festplatte suchst und es nicht finden kannst, dann musst Du Dich nicht zuerst fragen, ob Du es vielleicht gelöscht hast, oder vielleicht nicht mehr weißt, wo Du es abgelegt hast, nein, frag Dich zuerst, ob Du versucht hast es irgendwo hochzuladen, denn dann hat es ggf. jemand beim Versuch es hochzuladen, also nicht während, oder nach dem hochladen, sondern noch vor dem hochladen, bei Dir auf der Platte gelöscht!1!1! :mrgreen:

    Heise?! m(

    Und im übrigen hatte ich schon 2016 (und schon einmal ein Jahr davor) bei Vimeo mit solchen tollen und hyperintelligenten „Uploadfiltern“ Bekanntschaft gemacht.

    • Au weia, was ist das denn für ein Honsel… 😀

      Der artikel ist ja auch sonst eher so für die vereinszeitung des kleingärtnervereins hintermhügel geeignet, als füllmasse zwischen den üblichen verlautbarungen.

      Bei heise gilt: ob ein artikel lesenswert ist, dürfte auch künftig glückssache sein. Gregor Honsel hat zum beispiel so viel niewoh, der könnte auch in einem ausschuss „irgendwas mit digital oder cyber“ in brüssel sitzen. :mrgreen:

      • Au weia, was ist das denn für ein Honsel[…]

        Im Forum dort meint ja jemand

        Die Zeiten als man technische Verständnis benötigte um für heise zu schreiben sind lange vorbei.

        Aber das ist doch gerade ein Redakteur der Abteilung „Technology Review“ und der Artikel bzw. das Forum dazu ist auch in dem Bereich. Gerade da könnte man doch etwas technisches Verständnis und dementsprechende Formulierungen erwarten! 😆

        Völlig abstrus wird es dann, wie in dem Kommentarthread schon zuvor einer meinte, es ginge gar nicht um Dateien, sondern um Inhalte. In dem Zusammenhang bedeutet Inhalte aber nicht etwa die Inhalte von Dateien (was ja auch untrennbar zusammen gehört – eine leere Datei wäre sinnlos), sondern um den so genannten Content auf solchen Platformen und das lustige dabei, es wird erst zum Inhalt / content, wenn es eben schon veröffentlicht ist, man kann also gar keine Inhalte schon vor der Veröffentlichung löschen, da es dann noch gar kein Inhalt der Plattform ist. Will meinen, den Bullshit des Redakteurs kann man nicht irgendwie logisch rechtfertigen, nur dadurch, dass er evtl. etwas anderes meint als das was er geschrieben hat. Also ich würde solche Leute niemals meine Technology Reviewen lassen 😉

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