Burdaverlag des tages

Achtung, speitüte bereithalten! Burda verwandelt ein beliebtes addon in eine ädwäjhr.

Die beliebte Browser-Erweiterung Ghostery soll Anwender vor neugierigen Trackern auf Websites schützen – und zeigt neuerdings Werbung an. Mit dem neuesten Update auf Version 8.2 haben die Entwickler des Tools eine neue „Rewards-Funktion“ eingeführt, die Nutzern werbliche Angebote von Partnern unterbreitet. Ghostery, das seit Februar 2017 zur Burda-Tochter Cliqz gehört, arbeitet dafür mit der Schwesterfirma MyOffrz zusammen. Sie verspricht werbenden Unternehmen ein „hypergranulares Targeting“. Der Clou: MyOffrz zeigt Werbeangebote „nicht auf einer bestimmten Website“ an, sondern direkt im Browser. Die Angebote seien ein „Gewinn für alle Seiten“

Reklame ist jetzt ein „reward“, eine belohnung. Kommt von der gleichen klitsche mit presseverlegerhintergrund, die auch schon den feierfox in eine schadsoftwäjhr-distribuzjonsplattform verwandelt hat. Widerliches pack! Gut, dass es alternativen zu dieser scheiße gibt, zum beispiel den privacy badger, der Freie softwäjhr ist und das gleiche leistet.

Verrecke, verleger, verrecke!

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Wie arsch auf eimer

Gerhard „lupenreines a…loch“ Schröder (SPD) hält nicht nur Wladimir Putin für einen lupenreinen demokraten, sondern ist auch ein besonderer freund von Recep Tayyip Erdoğan [archivversjon des focus-artikels, weil dort öfter texte nachträglich und ohne kennzeichnung verändert werden — ist halt scheißjornalismus, diese bildzeitung mit schlips].

Nicht der postilljon

Lesbische frauen blockierten eine demonstratzjon für die rechte von transsexuellen, weil die transsexuellenbewegung lesbische frauen dazu zwinge, sex mit männern zu haben, was eine form der vergewaltätigung sei [der link geht auf einen englischsprachigen text].

Da kriegste ja echt sehnsucht nach der „razjonalität“ fundamentalistischer kristlicher sektierer! Es kann nicht mehr so lange dauern, bis die felder mit isotonischen getränken gedüngt werden! Die idiocracy schreitet unaufhaltsam und mit riesenschritten voran.

Kryptogeld des tages

Auf der Exchange-Plattform für Kryptowährungen Bancor hat es einen Sicherheitsvorfall gegeben. Dabei hat ein Hacker die Kryptowährungen Ether (ETH) und Pundi X (NPXS) im Wert von rund 11,5 Millionen Euro gestohlen

Ich glaube ja immer noch, dass man stahlschränke besser sichern kann als mit dem internetz verbundene kompjuter, aber auf mich hört keiner. Also hej, nehmt kryptogeld. Denn geld ist ja das, was im internetz ja immer irgendwie gefehlt hat — das seht ihr ja schon daran, dass überall dort, wo gewinnerzielungsabsicht und internetz zusammenkommen, so viel scheiße entsteht: Totalüberwachung schlimmer als Orwells albträume; lobbyismusgesetze, die zitate kriminalisieren; totalausbeuterische drexläden wie amazon; überwachungswanzen zum selbsthinstellen und dummheit, dummheit, dummheit. Also stürzt euch weiter auf das kryptogeld! Ist ne tolle sache!

Fratzenbuch des tages

Das fratzenbuch hat ja wattsäpp aufgekauft, um seinen datenbestand ein bisschen zu vergrößern, und zurzeit greift es richtig zu:

Nutzer des populären WhatsApp-Messengers sollten aktuell besser den Datenverbrauch der App im Auge behalten. Denn ein Bug in der Backup-Funktion führte bei einigen Anwendern dazu, dass plötzlich riesige Mengen Daten in die Cloud geschoben wurden – und das auch gern mal, wenn nur das Mobilfunknetz zur Verfügung stand […] So berichtet ein Kollege von Smartdroid, dass WhatsApp plötzlich ein ganzes Gigabyte in die Cloud schieben wollte. Vor der Fertigstellung kam es aber zu einem Problem mit der Netzverbindung und es ging mit einem mehr als doppelt so großen Datenpaket von vorn los

Macht ja nix, sagt man sich beim fratzenbuch, müssen ja die nutzer für bezahlen. :mrgreen:

Faule ausrede des tages

Wisst ihr, woran es lag, dass „domainfactory“ neulich die gesamte kundendatenbank veröffentlicht hat? An einer seit oktober 2016 gefixten sicherheitslücke, wie der kräcker behauptet? Mitnichten! Es lag an der DSGVO!!!1!

Aber hej…

[…] der Angreifer hatte auch Zugriff auf mehrere Systeme im Netz der Firma

…wenn der kräcker da lustig im netzwerk rummachen kann, liegt das ganz sicher nicht am datenschutz. :mrgreen:

Auch weiterhin viel spaß mit den PResseerklärten lügen irgendwelcher datenschleudern! Wisst ja: der schutz eurer daten steht an oberster stelle und die unannehmlichkeiten bei irgendwelchen vorfällen werden sehr bedauert. Oh, so ein sehres bedauern!

Digital first, bedauern second!

via Fefe

Datenschleuder des tages

„Ticketmaster“ hat einige seiner kunden am 27. juni 2018 mit folgender mäjhl¹ angeschrieben [bildschirmfoto der mäjhl in ihrem originalen HTML-layout]:

Sicherheitsvorfall bei einem Drittanbieter

Am Samstag, den 23. Juni 2018, hat das Team von Ticketmaster Groß­britannien eine bös­artige Software in einem Kunden­dienst-Tool identi­fiziert, welches von Inbenta Technologies, einem externen Dritt­anbieter, mit dem Ticketmaster zusammen­arbeitet, zur Verfügung gestellt wird.

Sobald wir die Schad­software entdeckt hatten, haben wir das Inbenta-Produkt auf allen Websites abgeschaltet.

Aufgrund des Produkts von Inbenta, das auf den Websites von Ticketmaster International ein­ge­bunden war, wurde möglicher­weise auf einige persön­liche Informationen sowie auf Zahlungs-Informationen unserer Kunden von unbekannten Dritten zuge­griffen.

Wir kontaktieren Sie, weil Sie zwischen September 2017 und dem 23. Juni 2018 Tickets gekauft haben oder versucht haben, Tickets zu kaufen. Auch wenn es keine Hinweise darauf gibt, dass Ihre Daten kompro­mittiert wurden, benach­richtigen wir Sie sicherheits­halber.

Forensische Teams und Sicherheits­experten arbeiten rund um die Uhr daran, herauszufinden, wie die Daten kompro­mittiert wurden.

Wir arbeiten mit den zuständigen Behörden sowie mit den Kredit­karten­unternehmen und Banken zusammen.

Was wir tun:

  • Ticketmaster International hat die spezielle Website sicherheit.ticketmaster.de ein­ge­richtet, um Ihre Fragen zum Vorfall von Inbenta zu beantworten. Sie können uns zusätzlich hier kontaktieren: fan (punkt) help (at) ticketmaster (punkt) de
  • Als Vorsichts­maßnahme müssen alle von uns informierten Kunden ihr Passwort für unsere Website ändern, sobald sie sich das nächste Mal in ihr Konto einloggen.
  • Betroffenen Kunden bieten wir einen kostenfreien Identitäts­überwachungsservice eines führenden Anbieters an. Wenn Sie daran interessiert sind, klicken Sie bitte hier.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Konto­auszüge auf Hinweise von Betrug oder Identitätsdiebstahl zu überprüfen. Wenn Sie Bedenken haben oder verdächtige Aktivitäten in Ihrem Konto bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihre Bank(en) und Kredit­karten­unternehmen.

Ticketmaster versteht die Bedeutsamkeit Ihrer persönlichen Daten. Die Gewährleistung der Sicherheit der persön­lichen Daten unser Kunden ist uns sehr wichtig und es tut uns leid, Sie aufgrund dieses Vorfalls kontaktieren zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Das Ticketmaster Team

Darunter der ganze text noch einmal in englischer sprache, gefolgt von einem hinweis, dass die mäjhl träcking-kohd enthält, mit denen die mäjhls verbessert und noch bessere reklame geschaltet wird. Aber hej, wo ist denn das problem. Diese klitsche namens „ticketmaster“ hat ja schon vortrefflich bewiesen, dass die gesammelten daten bei ihr in den allerbesten händen sind und sagt ja selbst, dass sie die bedeutsamkeit persönlicher daten versteht. :mrgreen:

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall mit leichtem herzen und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten. Die liste wäxt und wäxt und wäxt. 😦

¹Die mäjhl wurde mir von einem leser gesteckt, dessen identität ich hier nicht preisgeben werde. Sonst bekommt der noch eine abmahnung oder gar eine richtige strafe wegen seines datenschutzverstoßes oder wegen seines verstoßes gegen das fernmeldegeheimnis! Ja, so absurd kann das recht in der BRD sein…

Zwischenablagedoktor des tages

Dr. rer. clipb. Frank Steffel (CDU)

Ein vierköpfiges Gremium zur Überprüfung der Dissertation habe mehrheitlich entschieden, den Doktortitel „aufgrund von Fehlern in der Zitiertechnik“ zu entziehen, teilte das Rechtsamt der Universität dem CDU-Politiker mit

Wie peinlich für den deutschen reichstag, dass sich derartige blender immer ausgerechnet dort ansammeln. :mrgreen: