Kennt ihr den schon?

Mozilla fordert Regulierung zum Schutz von Nutzerdaten

Hey, mozilla foundation, da braucht ihr doch nicht extra auf eine „regulierung“ zu warten und euch bis dahin auf den jaulton irgendwelcher PResseerklärungsbojen zu beschränken. Ihr könnt doch einfach euren feierfox-webbrauser etwas anders gestalten, und zwar beginnend mit heute, mit jetzt. Hier nur ein paar ganz einfache vorschläge von mir, die sich mit sehr geringem aufwand umsetzen lassen und dennoch eine unmittelbare, spürbare verbesserung für technisch weniger bewanderte anwender bringen:

  • Sofort damit aufhören, den feierfox als distribuzjonsplattform für die verteilung von schadsoftwäjhr wie diese cliqz-scheiße vom burda-verlach zu vermarkten.
  • Datenschutzfreundliche voreinstellungen nach der installazjon machen, zum beispiel keine cookies von dritten akzeptieren und die cookies nach dem ende der sitzung löschen.
  • Die gesendeten HTTP-header entrümpeln, um fingerprinting des brausers zu erschweren.
  • Nicht ausgerechnet scheiß-guhgell zur voreingestellten suchmaschine machen, sondern eine privatsfärenrespektierende suchmaschine voreinstellen.
  • Nicht eure anwender gleich beim ersten start eures brausers über den schnellwahl-bildschirm zu amazon, fratzenbuch, zwitscherchen und vergleichbaren privatsfären-vampiren schubsen, denn wer dort hinwill, findet leider sehr leicht selbst dorthin.
  • Standardmäßig keine schriftarten und javascript-biblioteken aus drittkwellen laden — für wichtige und leider häufig verwendete trojanische drittkwellen wie etwa guhgell kann durchaus eine lokale versjon vorgehalten werden, die dann verwendet wird, ohne dass scheißläden wie guhgell pseudonyme webnutzungsprofile für einen großteil von webseits anlegen können. Ich gebe zu, dass diese maßnahme etwas schwieriger als die zuvor genannten zu implementieren ist — man müsste neuen kohd dafür schreiben, statt bestehenden anders zu nutzen — aber sie wäre gleichzeitig sehr wirksam und dabei noch sehr einfach.

Wenn das darum ergänzt wird, dass dem anwender nach der installazjon auf einem kleinen begrüßungs-bildschirm klicki-klicki die möglichkeit gegeben wird, mit minimalem aufwand einen wirksamen adblocker und einen javascriptblocker zu installieren (natürlich mit leicht verständlichem hinweis, warum das eine gute idee ist und was für nebenwirkungen es haben kann), dann wird das mehr für die privatsfäre im web tun als jede p’litische regulierung der näxsten zehn jahre.

Und zwar ab heute.

Ach, das wollt ihr gar nicht bei der mozilla foundation?

Irgendwie habe ich mir das gleich so gedacht… 😦

Gut, dann steckt euch eure heuchlerisch-hirnfickende und intelligenzverachtende scheiß-PResseerklärung voller unverbindlicher allgemeinplätzchen genau dort hin, wo keines sönnchens strahlen die kotigen massen zu durchdringen vermag, ihr stinkenden feinde und arschlöcher! Ich bin jedenfalls froh, dass es alternativen zu eurem drexbrauser gibt! Und ich hoffe, dass ihr bald erledigt seid, denn ihr seid feinde des internetzes.

Da-da-digitalistan des tages

Die so genannte ‚pflegekrise‘ ist beendet:

Mit einem neuen Bayerischen Zentrum für digitale Pflege an der Hochschule Kempten will Bayern die Digitalisierung in der Pflege voranbringen. Ab 2019 will der Freistaat an der Hochschule dafür rund sechs Millionen Euro investieren und 24 neue Stellen schaffen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ankündigte […] Wenn zum Beispiel das Bett selbst viele Werte misst, wird der Pflegende entlastet und hat mehr Zeit für Gespräche

Nein, der pfleger hat nicht mehr zeit für gespräche, sondern mehr zeit für weitere pazjenten. Natürlich ohne, dass er dafür mehr lohn sieht. Eher etwas weniger… 😦

So gefällt die da-da-digitalisierung sogar der CSU. Und morgen im gleichen kino: vollbeschäftigung und sozjal ist, was arbeit schafft! Von der bezahlung ist nicht die rede. Und dann gibts natürlich noch echte BRD-p’litikideen:

WC mit einer Sensorik für Vitalwerte

Ich bitte darum, diese sensorik in bayerische ministersessel einzubauen! Es scheint nötig zu sein…

Die digitalisierung unserer bananigen republik neuland ist so sicher gesichert wie die sicherheit der renten!!11!

Zehn Experten aus der Praxis sollen einen Digitalrat bilden, der die Bundesregierung unterstützt und antreibt

Ein digitalrat! Wir können uns drauf verlassen, dass da mehr nullen als einsen drinsitzen werden. Mein tipp: die empfehlen als erstes ein schärferes und würgsameres „leistungsschutzrecht für presseverleger“, ergänzt um ein würgsameres fassadenverpixelungsgesetz — während das betreiben noch der harmlosesten privaten webseit auch weiterhin voller existenzbedrohender juristischer unwägbarkeiten bleiben wird. Ansonsten gibt es tolle beglückungsideen.

Übrigens: die bummsregierung antreiben und ihr unbekweme fragen zu ihren zukunftsgestaltungsideen stellen könnte ich auch. Dafür bedarf es wahrlich keines „experten“…

Die Experten sollten unterschiedliche Themenfelder der Digitalisierung abdecken

…dem ansonsten jegliche spezjalisierung abgeht. Wer diese experten wohl sein werden? Ich tippe auf einen vertreter der scheißtelekom, auf einen vertreter von SAP, auf einen vertreter von äppel, auf einen vertreter vom fratzenbuch, auf einen presseverlagslobbyisten, auf einen musikverlagslobbyisten ergänzt um Günther Oettinger, Bärbel Höhn, Gregor Gysi und natürlich Ansgar Heveling. Der letzte macht das licht aus!

Vielleicht stehen als experten auch Alexander Doofrindth, Steffen Seibert oder Thomas die Misere zur verfügung, wenn eine der zuerst genannten lichtgestalten für lichtallergiker ausfallen sollte.

Und ganz was tolles tolles hat der sprechende hosenanzug des todes mit dem handgeformten vulva-abbild auch noch aus seiner hirnkrypta gefischt: ein bürgerportal, das man auch digital nutzen kann! Echt jetzt! Voll fortschritlich!! Und modern!!! Und digital!!!elf!!1! :mrgreen:

Übrigens: der hauptgrund dafür, dass die allermeisten internetz-unternehmen aus den USA kommen, liegt darin, dass die meisten menschen bei der gründung dieser unternehmen noch gar kein internetz hatten — dank des BRD-staatlich garantierten monopols für die scheißtelekom. So siehts halt aus in bananistan.